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Papa Papst und die Erfurter Sängerin Gerda Gabriel

 

 

Mit „Kleine Wunder sind erlaubt“ hat es die Erfurter Sängerin Gerda Gabriel gerade auf Platz 1 der Septemberausgabe einer Hitparade von smago.tv (Internet) und Gute-Laune-TV (Satellit, Kabel) geschafft. Damit ist sie für die Best-of-Sendung im Januar  qualifiziert,  Doch auf ihr kleines Wunder hofft das Original aus der Domstadt wohl vergebens: „Papa Papst“ auf der Bühne auf dem Domplatz den Gläubigen aus Nah und Fern zu Gehör zu bringen. Schon 2006 hatte die Künstlerin das Lied zu Ehren von Papst Benedikt produziert und es damit sogar nach einem Besuch in Altötting an die Spitze der „Weiß-Blauen-Hitparade“ der Inn-Salzach-Welle geschafft. Am vvergangenen Montag, wenige Tage  vor dem Papstbesuch in Erfurt, stand die „Musikantenkönigin“ und „Herbert-Roth-Preisträgerin“ dann auf der Zitadelle des Petersberges vor der Fernsehkamera und sang „Papa Papst“ vor der Kulisse des Erfurter Domes. Im Rahmen der Fernsehberichterstattung zum Papstbesuch in Thüringen wurde  der Titel dann an diesem Freitag zwischen den Live-Berichten  aus der Landeshauptstadt und aus dem Eichsfeld  dann im Fernsehen von MDR und ARD eingespielt.

Damit will sich die  Sängerin aber keineswegs in ein kirchliches Blickfeld drängeln, wie sie mir verraten hat,  sondern den Menschen lediglich mit dem temperamentvollen Musikstück ein bisschen „aus dem Herzen sprechen“. Denn das Papstlied bringt  die Verehrung vieler Gläubigen „ihres Kirchenoberhauptes“ in einer allerdings sehr weltlich-unterhaltenden Form zum Ausdruck. Gerda Gabriel hat „Papa Papst“ schon bei verschiedenen Anlässen gesungen – etwa zum Erfurter Krämerbrückenfest oder bei Veranstaltungen im Augustinerkloster der Landeshauptstadt, aber auch auf Kreuzfahrten oder bei ihren Auftritten in den USA – und jedesmal war ihr Publikum begeistert. Am Sonnabend wird die Sängerin, die selbst von Hause aus Katholikin ist, auf dem Domplatz unter den Gläubigen sein, um den Gottesdienst mit Papst Bendeikt zu erleben. Denn:  „Glaube an sich ist was Gutes“ ist sie überzeugt.
 Und ihren „Papst-Song“ hat sie sich Gerda Gabriel vorsorglich aufs Handy geladen, um ihn – vielleicht beim Warten auf den Pontifex – gemeinsam mit umstehenden Gläubigen vorspielen oder sogar anstimmen zu können – als Ausdruck der Verehrung des Heiligen Vaters als eines Papstes, der den Menschen nah ist. Davon ist in ihrem Lied „Papa Papst“ die Rede. Natürlich gibt es den Papstsong aktuell auch als Single-CD (BIld ganz oben), was aber „kein Auftragswerk der katholischen Kirche“ ist, wie sie augenzwinkernd betont. Singen kann die Gera ja nun wirklich, wie sie im In- und Ausland schon bei so vielen Auftritten unter Beweis stellen konnte. Beim Blumennamenfest der TLZ auf der Bundesgartenschau in Gera etwa war sie als Stargast dabei (Bild), aber auch bei verschiedenen Goethe-Weinfesten der TLZ: Ausführlich habe ich an anderer Stelle darüber berichtet. Auch über ihre Auftritte in den USA und ihre große Beliebtheit unter Deutsch-Amerikanern, die sich dort auch aus einschlägigen Radiosendungen - und natürlich verschiedenen Live-Auftritten - kennen.

Dazu gehört auch Erhard Totzke mit seiner Familie, die im Raum Chikago leben. Erhard stammt aus Erfurt, wo ich ihn auch vor einigen Jahren getroffen habe. Er ist zwar nicht katholisch, hat aber sogar bei Gerda Gabriel angerufen, als er erfuhr, der Papst würde nach Erfurt kommen. Die Anteilnahme unter den deutschstämmigen Amerikanern am Papstbesuch ist  dabei teilweise größer als in manchen Regionen Thüringens oder Ostdeutschland insgesamt. Aus Verbundenheit zu seiner Heimat hängt im Haus von Erhard Totzke sogar ein Gemälde vom Erfurter Dom (hier posiert Erhard mit Gerda Gabriel vor diesem Gemälde). Und die Familie Totzke ist schon ganz neugierig darauf, was beim Papstbesuch alles so passiert in Erfurt. Das Papstlied "Papa Papst" kennt die Familie natürlich ebenso wie Gerda neuen Titel "Kleine Wunder sind erlaubt".  An dieser Stelle sage ich auch ganz persönlich herzliche Grüße an die Familie Totzke in den USA - sie werden dies ja übers Internet lesen - und freue mich schon auf ein baldiges Wiedersehen.

Mein letztes Zusammentreffen mit Erhard Totzke,  seiner Familie und Gerda Gabriel liegt schon wenige Jahre zurück. Da haben sie auch gemeinsam den Thüringer Landtag besucht (Bild). Ganz bestimmt werden Erhard und seine Frau auch die Fernsehberichte vom Papstbesuch in Erfurt via Sat anschauen, weil die Bilder von der Domstadt für den gebürtigen Erfurter viele Erinnerungen wachrufen. Naja - und Gerda Gabriel wird wohl an diesem Wochenende vergeblich auf das kleine Wunder hoffen, nämlich auf der großen Bühne auf dem Domplatz ihr Papstlied "Papa Papst" singen zu dürfen. Zugestanden  - die Organisatoren der Großveranstaltung auf dem Domplatz haben das Rahmenprogramm sicher betont kirchlich ausgerichtet. Auch wenn der Song eine Huldigung für Papst Benedikt ist, die Organisatoren sind offensichtlich etwas zurückhaltend, wenn es um den Auftritt einer Sängerin geht, die sonst vor allem mit Schlager und volkstümlicher Unterhaltung erfolgreich unterwegs ist. Eigentlich hat der Song "Papa Papst',  wie Gerd betont, die Rhythmik eines Gospels auf Deutsch eben. Vielleicht meinen die Organisatoren, der passe  nicht so direkt in das eher betont kirchliche Papstbesuch-Programm. In Amerika ist es jedenfalls ganz normal, dass religioöse Themen oder Bekenntnisse in Pop- oder Countrymusik verpackt auf die Bühne gebracht werden. Darüber können die Leute ja nun  diskutieren - wenn sie sich den Titel angehört haben. Das Fernsehen hat ihn jedenfalls gebracht, das war gut und in Ordnung. Aber wer nun neugierig ist auf den Titel, der kann ihn sich ja besorgen. Notfalls stelle ich den Kontakt zur Sängerin her.  Übrigens: Wenn schon anhören, dann auch gleich den aktuellen Titel "Kleine Wunder sind erlaubt"...


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Dieter Lücke

Der gebürtige Ostwestfale  ist gelernter  Verlagskaufmann und Redakteur, studierte Betriebswirtschaft, lebt seit 1990 in Thüringen. Seit jungen Jahren pflegt der TLZ-Chef vom Dienst  seine Kontakte zu beliebten Künstlern der  Musikszene, "probiert'"  deren Hits gerne selbst aus, singt und "quält" privat dazu seine Gitarren, bevorzugt eine 12-String, leidenschaftlich mit Country, Rock, Pop und Schlager.  In seinem Backstage-Blog schreibt  der Organisator und Moderator des Weimarer Goethe-Weinfestes  vor allem über die Musikszene, gesellige Feste, Hobbys, Sportvergnügen,  Freizeittrends  und natürlich das Reisen. Im Urlaub taucht er gerne ab, bevorzugt an den Riffen des  Roten Meeres.

 

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