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April, April! - Am Sonntag müssen wir aufpassen
Porträt
Auch in anderen Ländern veräppeln sich Menschen am 1. April gegenseitig. Archiv-Foto: Harald Fahrnholz
Am Sonntag müssen Kinder und Erwachsene aufpassen: Sagt jemand "Dein Hosenlatz steht auf" oder "Du hast Soße am Mund", dann stimmt das wahrscheinlich nicht. Am Sonntag ist der 1. April. Die Menschen veralbern sich dann gern. Doch warum ist das eigentlich so?
Berlin. Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Denn wer nachliest, findet viele Erklärungen. Keine aber ist richtig gesichert. Das bedeutet, dass wir eigentlich nicht genau wissen, woher die Scherze am 1. April kommen.Manche sagen, es hat damit zu tun, dass die Menschen früher am 1. April das neue Jahr feierten. Als ein König vor mehr als 400 Jahren dann aber festlegte, dass das anders gemacht werden soll, bekamen es etliche Menschen nicht mit. Oder sie wollten auch einfach nicht früher ins neue Jahr starten. Sie wurden deswegen verspottet und als April-Narren beschimpft. Das neue Jahr begann für die Menschen dann am 1. Januar. So wie es heute ist.Andere denken hingegen, es könnte mit der Göttin Venus zu tun haben. Früher glaubten die Menschen an sie. Sie ist die Göttin der Liebe. Am 1. April wurde für sie immer ein Fest gefeiert, heißt es. Dabei wurden viele Streiche gespielt. Auch das könnte der Grund dafür sein, warum die Menschen sich heute in den April schicken. Wahrscheinlich ist außerdem, dass der 1. April schon vor über 2.000 Jahren zu den Tagen zählte, an denen Menschen angeblich Unglück haben. Das Verspotten passt dazu.
Am 1. April scherzen übrigens nicht nur Kinder und Erwachsene. Auch Tageszeitungen, Fernsehsender oder Radiosender machen das gern mal. Sie berichten absichtlich einige Dinge, die nicht stimmen. So etwas tun Journalisten sonst nicht. Denn sie wollen, dass die Leute ihren Nachrichten vertrauen. Am 1. April wird eine Ausnahme davon gemacht. Die Journalisten verraten den Menschen später aber, dass sie veräppelt wurden. Sie lösen ihre Scherze wieder auf.Auch in anderen Ländern veräppeln sich die Menschen übrigens gern zum Start in den April: In Frankreich und Italien wird der Gefoppte beispielsweise als "Aprilfisch" bezeichnet und bekommt diesen manchmal - ohne es zu merken - als Pappfisch oder Plastikfisch an den Rücken geheftet.