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Nukleargipfel: Politiker sprechen in Südkorea über Atomwaffen

  • Außenminister Guido Westerwelle (links) und der südkoreanische Präsident Lee Myung Bak begrüßen sich in Südkorea beim Nukleargifpel. Foto: dapd Außenminister Guido Westerwelle (links) und der südkoreanische Präsident Lee Myung Bak begrüßen sich in Südkorea beim Nukleargifpel. Foto: dapd
Guido Westerwelle reist viel. Zurzeit ist der deutsche Außenminister in Seoul. In der Hauptstadt des Landes Südkorea trifft er sich seit Montag mit wichtigen Politikern aus mehr als 50 Ländern. Sie wollen gemeinsam beraten, wie sie Atomkraft sicherer machen können.
Seoul. Atome sind winzige Teile, aus denen alle Materialien bestehen. Mit den Atomen des Metalls Uran kann man elektrischen Strom gewinnen. Die Atome werden dabei gespalten. Sie strahlen aber radioaktiv. Diese Strahlen kann man nicht sehen, doch sie sind sehr gefährlich. Darum kann Atomkraft auch für Waffen genutzt werden. Wenn sie gezündet werden, können Atombomben ganze Gebiete zerstören und viele Menschen verletzen oder töten. Außerdem verstrahlen sie die Gegend, sodass dort lange keine Menschen mehr leben können. Atomwaffen sind schlimm. Sie werden auch Nuklearwaffen genannt.

In Südkorea treffen sich die Politiker jetzt zum Nukleargipfel. Sie wollen überlegen, wie sie Angriffe mit Atombomben vermeiden können. Dafür gibt es schon einen Vertrag. Den haben die meisten Länder auf der Welt unterzeichnet. Länder ohne Atomwaffen verpflichten sich damit, dass sie keine bauen. Länder mit solchen Waffen sollen sie nach und nach kaputt machen.

Die Politiker beim Nukleargipfel sprechen auch über Terroristen. Die sollen nämlich auf gar keinen Fall an Uran oder an Atomwaffen gelangen. Terroristen kämpfen mit Gewalt für ihre Ziele. Mit Atomwaffen könnten sie großen Druck ausüben, um ihre Ziele durchzusetzen, oder viel Unheil anrichten. Das wollen die Politiker verhindern.

Vor dem Treffen in Südkorea gab es wieder Ärger mit Nordkorea. Es grenzt direkt an Südkorea. Nordkorea ist fast abgeschottet von der Außenwelt. Das Land soll an Atomwaffen bauen und wird dafür von den anderen Ländern heftig kritisiert. Auch darüber wird bei dem Treffen in Südkorea geredet. Nordkorea hatte angekündigt, im April eine neue Rakete testen zu wollen. Einige befürchten, dass die Tests später für Atomwaffen genutzt werden könnten. Nun machen sich Politiker in aller Welt Sorgen, vor allem aber in Asien. Südkorea und Nordkorea liegen in Ostasien.


Kindernachrichtendienst / 26.03.12 / dapd
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