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Weniger Menschen beim Baden ertrunken
Porträt
Rettungsschwimmer bergen auf Norderney bei einer Übung einen Mann aus dem Wasser. Archiv-Foto: dapd
In einem See oder im Meer zu planschen, macht riesigen Spaß. Im vergangenen Jahr aber sind dabei viele Menschen in Not geraten. Experten sagen, dass 410 Kinder und Erwachsene in Deutschland ertrunken sind. Doch die Zahl hat sich verbessert.
Hannover. Die Experten arbeiten bei der DLRG. Das steht für Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Die Lebensretter verbringen viele Stunden damit, auf Schwimmer, Segler und Surfer zu achten. Sie schauen am Strand, ob alles in Ordnung ist oder jemand plötzlich Hilfe braucht. Selbst erfahrene Schwimmer können im Wasser mal Probleme kriegen. Zum Beispiel, wenn sie beim Schwimmen plötzlich einen Krampf haben oder die Kraft nachlässt.
Die Lebensretter können aber nicht an jedem Gewässer aufpassen. Dafür gibt es einfach zu viele Seen und Flüsse. Deswegen passiert es auch, dass Menschen beim Baden ertrinken. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland über 400 Leute leblos aus dem Wasser gezogen. Allerdings ist die Zahl besser geworden. Es sind 28 Menschen weniger in Seen, Flüssen, im Meer oder im Schwimmbad ertrunken als noch im Jahr 2010. Die Experten meinen, dass das am verregneten Sommer im vergangenen Jahr lag. Weil das Wetter nicht so schön war, sind viele nicht im See oder Fluss baden gewesen.
Die Lebensretter sagen auch, dass es Unterschiede gibt zwischen den deutschen Bundesländern. In Bayern, das recht groß ist, kamen im vergangenen Jahr 78 Menschen beim Baden ums Leben. Im norddeutschen Bremen war es nur ein Mensch.
Die Fachleute haben ihre Zahlen auch nach dem Alter sortiert. Sie wissen deswegen, dass Kinder im vergangenen Jahr weniger oft ertrunken sind. Hier gibt es Verbesserungen. Die Retter glauben, dass das daran liegt, dass sie seit Jahren zusammen mit Partnern Kinder aufklären. In Kindertagesstätten hören Jungs und Mädchen, welche Gefahren am Wasser lauern können und worauf sie achten müssen, damit ihnen nichts passiert. 22 Kinder bis 15 Jahren sind im vergangenen Jahr in Deutschland aber dennoch im Wasser umgekommen.