Auf Land und Leute einlassen

Wolfgang Schütze zur Integrations-Studie
Ich bin ein "Ausländer" in Thüringen, denn ich bin Sachse. Aber ich bin freiwillig und gern hier und wollte auch nicht gleich wieder weg. Warum auch? Thüringen ist schön.

Bevor die Einwände kommen: Natürlich habe ich es leichter hier als jemand zum Beispiel aus Vietnam. Ich bin integriert. Dass ich in Gera mindestens zwei Vietnamesen kenne, die ebenfalls integriert sind, weil sie Obst- und Blumen-Geschäfte betreiben, ändert nichts am Grundproblem: Man muss da leben wollen, wo man lebt. Und man muss sich Vorurteile falls man welche hatte ganz schnell abschminken. Was dem gar nicht schwer fällt, der sich auf Land und Leute einlässt.

Dass sich viele "richtige" Ausländer in Thüringen nicht wohl fühlen, ist schade. Für sie und für die Thüringer. Man könnte voneinander profitieren... Das Leben allerdings ist keine Einbahnstraße, Spielregeln gelten für alle. Diffuses Unbehagen führt nicht weiter, weil oft der konkrete Fakt fehlt, an dem man ansetzen könnte. Beispiel: Ich habe in Gera schon Polizisten getroffen, die sich ausgerechnet mein Auto vorknöpften. Es standen viele rum, aber ich hatte das einzige mit Erfurter Kennzeichen.


Wolfgang Schütze / 02.03.12 / OTZ
Z81C31J590146
Canonical URL
Kommentare
 
zum Thema
weitere Meldungen
aktuelle Videos
Fotoserien aus Thüringen
Linktipps