Aufbauhilfe: Kepkay neuer Spielmacher bei Science City Jena
Porträt
Tyler Kepkay soll Science City verstärken. Foto: AFP
Basketball-Zweitligist Science City Jena verpflichtet den Kanadier Tyler Kepkay für die Position des Aufbauspielers.
Jena. Die sportliche Talfahrt mit sechs Niederlagen in Folge und die schwere Verletzung von Jamil Tucker haben die Jenaer noch einmal handeln lassen. Zwar gebe es auch intern Kritik an der Arbeit des Cheftrainers, doch die Gesellschafterversammlung sprach Tino Stumpf das volle Vertrauen aus. "Tino und sein Trainerteam machen einen guten Job und sind für unser Gesamtprogramm genau die Richtigen. Auch die Moral der Mannschaft ist intakt, dennoch ist der Tabellenstand natürlich absolut unbefriedigend", sagt der kaufmännische Geschäftsführer der Baskets Jena, Lars Eberlein. Zwei Spieler werden nicht mehr für Science City spielen. Der bis zum Saisonende verletzte Jamil Tucker (Anriss Patellasehne) wird noch in dieser Woche nach Hause reisen und seine Rehabilitation in den USA weiterführen. Ihn begleiten wird der mit einem Probe-Vertrag ausgestattete Pierre Curtis, der trotz solider Leistungen auf dem Feld eine Ausländerposition freimachen muss. Curtis absolvierte fünf Spiele für Jena. Für ihn rückt Tyler Kepkay auf die Position eins im Jenaer Spiel. In dem gebürtigen Kanadier glauben die Jenaer einen Top-Aufbauspieler aus der Basketball-Bundesliga (BBL) verpflichtet zu haben. Bis Dezember spielte der 23-jährige Kanadier bei den LTi Gießen 46ers. Er war für den verletzten Chase Griffin "auf Zeit" nach Gießen gegangen. Im Vorjahr spielte Kepkay für den Ligakonkurrenten Essen, ist also in Jena kein Unbekannter. Heute soll Kepkay vom Flughafen in Frankfurt/Main abgeholt werden und am Sonnabend (19.30 Uhr) beim ProA-Spiel in Paderborn schon für die Jenaer auflaufen.
Trainer Tino Stumpf steht nun vor der Aufgabe, den neuen Aufbauspieler mit der Jenaer Art, Basketball zu spielen, vertraut zu machen. "Das wird nicht reibungslos vonstatten gehen. Ich erwarte mir auch keine Wunderdinge von ihm." Kepkay sei in der Lage, "selbst einen Wurf zu kreieren, zu punkten und dennoch seine Mitspieler einzusetzen". Kepkay bringe die Qualität mit, "dass er schnell zu unserem intelligenten Basketball findet." Allein der Erfolg fehlt in Jena. Und die Aufgabe am Sonnabend in Paderborn sieht Stumpf als schwierige an. "Die Paderborner liegen uns nicht. Sie laufen rauf und runter und werfen, was das Zeug hält." Allerdings haben die Ostwestfalen auch die Spieler dazu, die US-Profis auf den Positionen eins bis drei sind "exzellente Werfer und sehr gute 1:1-Spieler". Doch vielleicht gelinge es mit Kepkays Hilfe, in Paderborn für eine Überraschung zu sorgen. In Essen fiel Kepkay durch spektakuläre 21 Punkte pro Spiel sowie im Schnitt 4,1 Vorlagen und 4,7 Rebounds auf. "Ich erwarte mir viel von der Verpflichtung Kepkays", sagt Lars Eberlein, "ich hoffe, dass er an seine sensationellen Werte aus der letzten Zweitligasaison anknüpfen kann."