Autohof an der A38 soll nach Bleicherode

  • So könnte der Autohof im Bleicheröder Industriegebiet aussehen. Dieses Modell stellte der Investor den Bleicheröder Stadträten vor. Grafik: Stadtverwaltung So könnte der Autohof im Bleicheröder Industriegebiet aussehen. Dieses Modell stellte der Investor den Bleicheröder Stadträten vor. Grafik: Stadtverwaltung
Was in Sundhausen, Werther oder Hesserode auf sich warten lässt, soll nun in Bleicherode in die Tat umgesetzt werden: der Bau eines modernen Autohofes.
Bleicherode. Auf der Stadtratssitzung am Donnerstagabend stellte Investor Peter Hilken seine Pläne vor. Im Industriegebiet am Kirchhagenschen Weg soll das Autoreisecenter, so die genaue Bezeichnung, entstehen. "Auf einer Fläche von 5500 Quadratmetern ist ein modernes Konzept vorgesehen, das Lkw- und Pkw-Bereiche verbindet", sagte Bürgermeister Frank Rostek (CDU). Ein kleiner Shopping-Bereich mit Caféteria sowie ein kleines Hotel sind integriert. "Es gibt einen separaten Bereich für die Trucker sowie einen kleinen Spielplatz für die Kinder", so Rostek weiter. Der Autohof soll sieben Tage lang rund um die Uhr geöffnet haben. "120 Arbeitsplätze sollen entstehen", freute sich Rostek über einen positiven Nebeneffekt für die Region.

"Es macht einen seriösen Eindruck", sagte Stadtrat Michael Stoff (pl, Linke-Fraktion). Jens Lepak (Linke) gab nur zu bedenken, dass mit dem Autohof Kaufkraft aus Bleicherode herausgezogen werden könnte. Das sei nicht auszuschließen, meinte Investor Hilken. Dennoch war eine breite Mehrheit der Stadtratsmitglieder für das Projekt und stimmte zu.

Das Kaufangebot soll in den nächsten Tagen fertig gemacht werden. "Ich hoffe, dass das Erlangen des Baurechts schnell über die Bühne geht und dass wir nach der Anhörung aller Träger öffentlicher Belange so schnell wie möglich loslegen können", sagte Rostek. Er hofft, dass die Bagger noch in diesem Jahr rollen werden.

Der Bürgermeister berichtete auf der Sitzung von zwei neuen Läden, die in der Innenstadt aufgemacht haben. Zum einen der Blumenhandel Srocke und zum anderen eine Verkaufsstelle des Internationalen Bildungswerkes, die Flecht- und Holzarbeiten sowie Töpferware im Angebot hat.

In der verlängerten Burgstraße sei der Bau eines neuen Hochbehälters geplant. "Den alten wollen wir begehbar machen und zu einem Aussichtspunkt umbauen", teilte er mit.

Gestern machte sich Rostek auf den Weg zur Erfurter Fachhochschule. "Dort wollen wir beim Ideenwettbewerb zum Jungen Wohnen auf dem früheren Gelände der Harzer Stielwerke eine Vorauswahl der Projekte treffen", sagte er unserer Zeitung. Fünf von insgesamt 18 Entwürfen sollen ausgesucht und innerhalb der nächsten Monate im Kulturhaus der Bleicheröder Bevölkerung präsentiert werden.


Hans-Peter Blum / 31.03.12 / TA
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