Beim Eierbetteln spendabel

  • Dies war kein Start zum Wettlauf in den Frühling, sondern zum Ostereiersuchen rund um die Andreaskirche in Roßleben. Fotos: Ingolf Gläser Dies war kein Start zum Wettlauf in den Frühling, sondern zum Ostereiersuchen rund um die Andreaskirche in Roßleben. Fotos: Ingolf Gläser
Das Mehrgenerationenhaus und Heimathaus Roßleben luden zum Eiersuchen und gemütlichen Treffen ganz in Familie. Um die 3000 Eier gaben Einheimische für das Fest, Kinder und Erwachsene zogen von Haus zu Haus.
Roßleben. Die Osterhäsin gab den Startschuss. Da rannten die Mädchen und Jungen, auch Erwachsene, mit ihren Körbchen los, um bunte Ostereier einzusammeln. Die waren am Samstagnachmittag auf dem Gelände rund um Roßlebens Sankt-Andreas-Kirche platziert worden. Da wurde auch aufgepasst, dass kein Eierdieb kam. Die Eiersuche war mehr als leicht. Zum einen, weil es kaum Möglichkeiten zum Verstecken gab, zum anderen, weil es immerhin um die 2800 Hühnereier waren.

Mit dieser Menge hatten die Organisatoren des Ostereierfestes nicht gerechnet, die Freude war groß, wie Susanne Kammlodt, Leiterin des Freizeitzentrums/Mehrgenerationenhauses Roßleben, auf Nachfrage unserer Zeitung sagt.

"Wir haben mit dem Eierbetteln einen alten Osterbrauch neu belebt", schildert Susanne Kammlodt: "Einmal im Jahr durfte der Hirt durchs Dorf ziehen und sich symbolisch von den Bauern seine Arbeit mit Eiern oder anderen Naturalien vergüten lassen."

So gab es am 25. März zum bereits dritten Mal das Eierbetteln in der Stadt, wo Kinder, Mitarbeiter des Mehrgenerationenhauses sowie der Karnevalklub RCC von Haus zu Haus zogen, um Eier zu bekommen. "Da zeigten sich viele Einwohner spendabel, gaben frische Eier, gekochte oder bereits gefärbte. Manch einer hatte sie auch im Vorfeld abgegeben, andere brachten sie in diesen Tagen. Wir hatten aber noch ganz schön zu tun, damit alle Eier gekocht und gefärbt waren. Immerhin kamen um die 3000 Eier zusammen. Beim ersten Eierbetteln im Jahr 2010 hatten wir 1500, im Vorjahr etwa 2000", sagt Kammlodt.

Erstmals fand das Ostereiersuchen rund um die Andreaskirche statt, zuvor im Goethepark. Doch nach wenigen Minuten war der Spaß noch längst nicht vorbei, musste man nicht gleich wieder nach Hause. Erwachsene und Kinder waren ins benachbarte Heimathaus eingeladen, wo die fünfköpfige Heimathaus-Hasenfamilie alle begrüßte. In die Kostüme waren Sonja Schreiber sowie Anja Kolbe sowie ihre Kinder Marina (7), Madlen (5) und der elf Monate alte Marius geschlüpft. Im Heimathaus war die Kaffeetafel gedeckt, gab es Deftiges vom Rost. Auch die Dekoration war ein Hingucker.

  • Voller Eifer waren die Kinder und Erwachsenen beim Eiersuchen  mittendrin auch Virginia (5), Chantal (8) und Marie. Die Siebenjährige fand sogar eines der drei goldenen Eier, dafür gab es dann im Heimathaus einen Preis. Voller Eifer waren die Kinder und Erwachsenen beim Eiersuchen mittendrin auch Virginia (5), Chantal (8) und Marie. Die Siebenjährige fand sogar eines der drei goldenen Eier, dafür gab es dann im Heimathaus einen Preis.
Die Eier auf den Tischen waren speziell für die älteren Leute gedacht, die sich am Ansturm beim Eiersuchen nicht beteiligen konnten. Am Mehrgenerationenhaus-Stand konnten die Kinder Kreatives für Ostern herstellen, es wurden Basteleien angeboten, es gab Überraschungspäckchen, Gesichterschminken und einen kleinen Streichelzoo.

Kleine Geschenke gab es auch, weil das Mehrgenerationenhaus ein Jubiläum hat: Es ist seit fünf Jahren in Trägerschaft des Kreisjugendrings. Der Ansturm bei der Ostereiersuche hatte noch einen Grund: Es waren drei goldene Eier versteckt. Wer sie fand, bekam Preise.

Bis zu den Festtagen gibt es im Roßlebener Mehrgenerationenhaus Osterveranstaltungen. Dafür hat man natürlich noch bunte Eier übrig gelassen.


ingolf Gläser / 02.04.12 / TA
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