Im Kulturhof Krönbacken in Erfurt zeigt eine Ausstellung die raffinierten und irritierenden Ergebnisse des 13. Erfurter Schmucksymposiums.
Porträt
Erfurt. In ein Schmuckkabinett mit wertvollen Unikaten und Modellen verwandelt sich ab heute der Kulturhof Krönbacken in Erfurt: Die Teilnehmer des 13. Schmucksymposiums eröffnen am Abend die Schau mit den Ergebnissen ihres zweiwöchigen Arbeitsstipendiums. Arbeiten aus geschmolzenem Bernstein und Eisen sind ebenso zu sehen wie Colliers und Broschen aus Filz, Fahrradschläuchen oder Email. Der Verband Bildender Künstler in Thüringen als Veranstalter des alle zwei Jahre stattfindenden Symposiums hatte zehn internationale Künstler eingeladen, sich anlässlich des kulturellen Jahresthemas der Stadt "Luther. Der Aufbruch" mit Luthers Pilgerreise nach Rom 1510/1511 zu beschäftigen: Ein Aufbruch, mit dem die abendländische Neuzeit beginnt. Was bedeutet Aufbruch für Künstler heute? Wie setzen sich Schmuckkünstler mit Themen wie Nachhaltigkeit, Globalisierung, Armut und Weltwirtschaftskrise auseinander, und wie könnte ein entsprechender Schmuck aussehen? Antworten auf diese Fragen lassen sich in den Exponaten finden, und darüber hinaus bietet die Vernissage die Möglichkeit, mit den Künstlern aus Deutschland, Italien, Israel und den Niederlanden ins Gespräch zu kommen.