Die drei traditionellen Hammerschläge bei der Grundsteinlegung vollzog Bischof Wittich. Foto: Dr. Karl-Heinz Veit
Bischof Ralph Wittich von der Neuapostolischen Kirche im Bereich Thüringen legte in Ilmenau den Grundstein für ein neues Gotteshaus.
Ilmenau. "Hier wird Gottes Haus sein. Und wo Gott ist, sind wir zu Hause!", sprach selbstbewusst Architekt Wilhelmi, bevor Bischof Ralph Wittich die Kupferkapsel mit den Zeitdokumenten in den Grundstein einmauerte und die von guten Wünschen begleiteten drei Hammerschläge folgen ließ. Dieser Nachmittag mit Sonnenschein und froh gestimmten Gemeindegliedern der neuapostolischen Kirche nebst Gästen wird in die Annalen der Gemeinde als denkwürdiger Tag der Grundsteinlegung für ihr neues Gotteshaus in der Friedrich-Ebert-Straße eingehen. Seine Gedenkrede begann Bischof Wittich mit dem Hinweis auf eine Studie der Universität Chicago über die Gottgläubigkeit der Menschheit. Die besagt, dass die neuen deutschen Bundesländer die Gott fernsten Regionen der Welt sind.
Eingedenk dieser Feststellung und zunehmender Säkularisierung wolle man mit diesem Kirchenneubau ein körperlich sichtbares Zeichen für das Christentum und für Christus in dieser Region setzen. Auf das Ereignis "Grundsteinlegung" eingehend, sprach der Bischof über das gemeindliche Leben von der Taufe, über die Konfirmation und Hochzeit bis zum Abschied von dieser Welt. Bischof Wittich forderte dazu auf, diese Kirche, die am 30. Dezember 2012 geweiht werden wird, mit Leben zu erfüllen. Der städtische Hauptamtsleiter Reinhard Mahlendorf sprach in seinem Grußwort den Dank der Stadt dafür aus, dass eine Industriebrache in der Stadt mit dieser Kirche zu neuem Leben erblüht. Der evangelische Pfarrer Stefan Wohlfarth betonte das gemeinsame Fundament aller Kirchen in Gott und wünschte sich ein Zusammengehen auf unterschiedlichen Wegen.