Angespannt: Daniel Kraus, Cheftrainer des FF USV, sah beim 1:;3 gegen Bayern nicht viel Gutes von seiner Elf. Foto: Jürgen Scheere
Es ist eine Sache des Kopfes. "Es ist komisch", sagt Laura-Brosius, die Spielführerin des FF USV Jena, "bei uns wechseln sich ständig Sieg und Niederlage, gute und schlechte Leistungen ab", sagt sie. Es hat tatsächlich ein bisschen von RTL-Vorabend-Seifenoper "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten". Doch genau das bringt den Trainer Daniel Kraus zur Weißglut.
Jena. "Wir hatten die Gelegenheit, den Anschluss ans Mittelfeld zu schaffen und haben das leichtfertig vertan", sagt er. Ausreden habe er nun schon viele gehört: Platz zu hart, platt vom Training - Selbstkritik übten wenige der Damen. "Wir müssen uns entscheiden, wo wir hinwollen. Soll es stets und ständig nur gegen den Abstieg gehen? Oder wollen wir auch mal ins Mittelfeld vorrücken? Das geht aber nur, wenn sich die Einstellung ändert", sagt Kraus. In Bad Neuenahr hatte man eine solche nötige Einstellung gezeigt - um gegen BayernMünchen den Eindruck einer Freizeitmannschaft zu vermitteln. Da passt der Ärger mit dem Mannschaftsarzt ins Haus. Norman Best kam gegen München satte 75 Minuten zu spät. Der Doktor des Jenaer Uniklinikums steht intern in der Kritik - nicht zuletzt wegen zweier Spielerinnen, die entgegen anders lautender Prognosen noch immer nicht wieder auf dem Rasen stehen. So wurde Torfrau Katja Schroffenegger im Dezember an der Hand operiert - inzwischen gab sie in der dritten Mannschaft ihr Comeback: als Stürmerin. Womöglich wird Schroffenegger, die einen Knorpelschaden hatte, nie wieder zwischen den Pfosten stehen können. Oder Sylvia Arnold. Die Angreiferin hatte einen Mittelfußbruch, wurde am 30. Januar operiert. Die Fraktur wuchs danach aber nicht zusammen, wurde eher größer. Erst jetzt setzt der Heilungsprozess ein. Öffentlich wollte sich beim FF USV Jena niemand zu diesem Thema äußern. Intern werde darüber diskutiert, hieß es.Derlei Gesprächsbedarf gibt es aber auch mit den Spielerinnen. Viele Verträge laufen aus, nicht alle geben derzeit sportliche Empfehlungsschreiben für eine Verlängerung. Bei den Leistungsträgern sei man auf einem guten Weg zur weiteren Zusammenarbeit. Von anderen, die Vertrag haben, möchte man sich wegen mangelnder Perspektive am liebsten trennen.
Die nächste Aufgabe steht bereits für den Ostermontag an. Noch im Dezember hatte der damalige Teammanager Michael Werner einer Spielverlegung der Potsdam-Partie auf den Feiertag zugestimmt - zum Nachteil des eigenen Vereins, weil einige Talente bei DFB-Auswahlspielen weilen, Amber Hearn und Karoline Heinze erst tags zuvor anreisen. Sieg, Niederlage, Sieg, Niederlage: "Fahren wir also nach Potsdam", sagt Brosius augenzwinkernd. Vielleicht könne man ja diese Serie ausgerechnet beim Deutschen Meister fortsetzen. "Und endlich die Kurve zur Konstanz kriegen", sagt die 22-Jährige.
So ein medizinischer Unsinn. Wie kann denn eine Fraktur größer werden? Lieber Zeitungsfritze, werfen Sie nicht einfach mit medizinischen Vokabeln um sich, sondern informieren Sie sich zunächst über deren Bedeutung. Und es ist logisch, dass man einen Heilungsprozess nicht zu 100% voraussagen kann. Oder motzen Sie auch über den Gynäkolagen, wenn der Geburtstermin nicht stimmt?