Henning wird Bürgermeister der Landgemeinde Südeichsfeld
Porträt
Aus einer Liste mit 86 Kandidaten für den Gemeinderat hatten sich die Wähler in der Gemeinde Südeichsfeld zu entscheiden. Foto: Daniel Volkmann
Der erste Bürgermeister der Landgemeinde Südeichsfeld heißt Andreas Henning (CDU) aus Heyerode. Er hat sich am Sonntag bei der Wahl zum hauptamtlichen Bürgermeister mit 61,14 Prozent gegenüber dem Einzelbewerber Karl-Josef Montag (38,86 Prozent) aus Wendehausen durchsetzen können.
Mühlhausen. Henning erhielt exakt 2500 Stimmen, Montag 1589 Stimmen. In seinem Heimatort siegte Henning haushoch 1231 Stimmen wurden für ihn gezählt, 190 Stimmen für Montag. Dieser wiederum holte in seiner Heimatgemeinde 501 Stimmen, während Henning dort auf 120 Wählerstimmen kam.
Die Stimmenauszählung dauerte auch im Wahllokal von Lengenfeld unterm Stein längere Zeit. Foto: Daniel Volkmann
Bemerkenswert ist die relativ hohe Wahlbeteiligung von 69,08 Prozent, was Beobachter insbesondere auch auf das gute Wetter zurückführen. Wahlberechtigt waren 5919 Bürger der rund 7000 Seelen zählenden Landgemeinde mit ihren acht Ortschaften. Während gleich nach den Gottesdiensten erfahrungsgemäß viele Leute ihre Stimme abgegeben haben, erlebten die sieben Wahllokale in Diedorf, Faulungen, Heyerode, Hildebrandshausen, Lengenfeld/Stein und Wendehausen nach der Mittagszeit sowie um die Kaffeezeit teilweise einen regelrechten Ansturm. Die Bürger aus Schierschwende und Klein-Katharinenberg mussten zum Urnengang nach Wendehausen beziehungsweise Diedorf fahren. Unmittelbar zur Stimmenauszählung stieg die Spannung unter den Bewerbern und ihren Anhängern, zumal sich der deutliche Sieg von Henning anfangs noch nicht abzeichnen wollte. In Lengenfeld unterm Stein entschied nämlich Montag die Wahl für sich. Zu den ersten Gratulanten Hennings zählte sein Parteifreund Reinhard Mascher aus Herbsleben, der dort am 22. April zur Wahl als Bürgermeister kandidiert.
Wahlsieger Andreas Henning stößt mit seiner Frau Karina an. Foto: Daniel Volkmann
Im Gemeindezentrum Wendehausen versammelten sich nahezu 100 Menschen zu einer Wahlparty, um das Abschneiden Montags zu verfolgen. Keine Überraschungen boten die Wahlen zu den beiden Ortschaftsbürgermeistern in Lengenfeld unterm Stein und in Hildebrandshausen. In Lengenfeld folgt Karl-Josef Hardegen (CDU) dem nicht mehr kandidierenden Augustin Dienemann nach. 69,28 Prozent sprachen sich für ihn, 30,72 für Frank Oberthür (Freie Wähler) aus. Mit dem Rekordergebnis von 78,97 Prozent sicherte sich Veit Görsdorf (CDU) das Bürgermeisteramt in Hildebrandshausen gegen Einzelbewerber Frank Kosse, der das Amt von 1999 bis 2004 begleitet hatte. Problematisch gestaltete sich das mit Spannung erwartete Auszählen der Stimmen für den Gemeinderat mit seinen 20 Sitzen. Darum hatten sich 86 Kandidaten beworben. Erst um 22.30 Uhr stand fest: Die CDU zieht mit zehn Sitzen ins Parlament, die Freie Wählergemeinschaft Heyerode und die Bürgervereinigung Diedorf/Katharinenberg mit je 3; zwei Sitze entfallen auf die Liste für Wendehausen/Katharinenberg. Mit je einem Sitz sind die SPD und die Freie Wählergemeinschaft Lengenfeld/Stein vertreten. Die Freie Wählergemeinschaft Faulungen/Allianz für Katharinenberg bleibt außen vor.
Henning wird Bürgermeister der Landgemeinde Südeichsfeld
Kommentare
28.02.12 - 08:51
Thomas Brauhardt
Ein klare Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger. Herrn Andreas Henning wünsche ich viel Erfolg in seinem Amt für die Region. Diesen Mut zur Bildung einer Landgemeinde sollten auch andere Regionen im Unstrut-Hainich Kreis folgen, so auch die VG Schlotheim (Schlotheim mit seinen Ortsteilen, Obermehler, Marolterode, Körner) Als Bürgermeister, der dann wieder hauptamtlich tätig sein wird, könnte ich mir sehr gut Herrn Siegbert Baumert vorstellen.