Nachwuchspolitiker aus der Ukranine besuchen die TLZ
Porträt
Nachwuchspolitiker aus der Ukraine waren am Dienstag Gast der TLZ, hier mit der stellvertretenden TLZ-Chefredakteurin Gerlinde Sommer sowie Sibylle Göbel und Florian Girwert in der Thüringen-Redaktion. Begleitet wurden sie von Younes Ouaqasse und Jonas Urbach von der Jungen Union Thüringen sowie Christine Rosenberg vom Auslandsbüro Ukraine der Konrad-Adenauer-Stiftung. Foto: Peter Michaelis
Auf einer einwöchigen Bildungsreise nach Thüringen und Berlin machten Nachwuchspolitiker aus der Ukraine am Dienstag bei der TLZ in Weimar Halt und informierten sich über den Zeitungsalltag. Die Jungpolitiker folgten der Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Weimar/Erfurt. Viele Fragen zum Zeitungsalltag stellten bei ihrem Besuch Nachwuchspolitiker aus der Ukraine: Wer bestimmt, was in der TLZ berichtet wird? Wer soll angesprochen werden? Worin besteht das typischen TLZ-Engagement, das bei der Begrüßung Younes Ouaqasse, RCDS-Chef und Vorsitzender des Arbeitskreises Europa und Internationales der Jungen Union Thüringen, hervorgehoben hatte? Gerade die Frage nach dem kritischen Umgang mit der Politik durch die Medien beschäftigte die Besucher in der Redaktion. So wollte ein junger Mann aus Lwiw von der stellvertretenden TLZ-Chefredakteurin Gerlinde Sommer wissen, welche gerichtlichen Verfahren gegen die TLZ angestrengt worden seien. Der Hintergrund der Frage ergab sich aus den Erfahrungen der Besucher: In der Ukraine scheinen massive Versuche, Medien mundtot zu machen, keine Seltenheit zu sein.
Die von der Konrad-Adenauer-Stiftung auf einwöchige Bildungsreise nach Thüringen und Berlin eingeladenen Jungpolitiker, Vertreter der Zivilgesellschaft und politischen Wissenschaften waren von Ministerin Marion Walsmann
(CDU) empfangen worden, machten Station an der TU Ilmenau, besuchten das Rathaus Erfurt, hatten eine Stadtführung in Weimar und kamen im Landtag mit Politikern ins Gespräch. Auch dort spielte die Frage der Repressionen und der Käuflichkeit eine Rolle, wie Teilnehmer berichteten. Empfangen wurde die Gruppe auch von CDU-General Mario Voigt
. Die Junge Union hatte bereits im Vorjahr Kontakt zu Vitali Klitschko, der in der Ukraine politisch engagiert ist.