Neue Helme und Einsatzkleidung fehlen für Feuerwehr Gera
Porträt
Ehrung verdienstvoller Feuerwehrleute der Feuerwehr Gera sowie Förderer der Feuerwehr. Zu 25 Jahren aktiver Mitgliedschaft in der Feuerwehr dankt Geras Bürgermeister Norbert Hein (l.) den Feuerwehrleuten Kathrin Stoye, Jörg Blumhagen und Lutz Grötsch (v.r.).
Zuwachs bei Freiwilligen Feuerwehren in Gera. Stadtfeuerwehrverband Gera erwartet kontinuierliche Umsetzung des Feuerwehrkonzeptes für die Stadt und fordert Nachbesserung bei der Ausrüstung für die Feuerwehrleute.
Gera. Erstmals hatten im Vorjahr die Freiwilligen Feuerwehren in der Stadt Gera wieder Zuwachs bei den aktiven Einsatzkräften. Die Mitgliederwerbung, die der Stadtfeuerwehrverband seit Jahren betreibt, hat Früchte getragen. 241 Aktive, zehn mehr als im Jahr 2010, gehören jetzt den elf Freiwilligen Feuerwehren in Gera an. Weitere Mitglieder werden auch künftig in den Wehren gebraucht. Zur Jahresversammlung des Stadtfeuerwehrverbandes am vorigen Freitagabend versicherte der Verbandsvorsitzende Steffen Höntsch, dass die Freiwilligen Wehren zu ihrem Part an der Umsetzung der im Mai 2011 vom Stadtrat beschlossenen Brand- und Katastrophenschutz-Bedarfsplanung für Gera bis 2016 stehen. Mit der personellen Reduzierung bei der Berufsfeuerwehr seien zusätzliche Aufgaben auf die freiwilligen Kameraden zugekommen. So würden die Brandsicherheitswachen zu Veranstaltungen jetzt fast ausschließlich von Freiwilligen übernommen. Als Zeichen gegen den Stillstand wertete Steffen Höntsch die erstmalige Neueinstellung von drei Beamten bei der Berufsfeuerwehr nach Jahren. Das sei wegen der Alterstruktur geboten gewesen, stellte Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm
(SPD) in seinem Grußwort fest. Er dankte den Feuerwehrleuten, die für die Sicherheit der Bürger in Gera gesorgt haben. Die Umsetzung des Feuerwehrkonzeptes sei nach dem Beschluss im Vorjahr begonnen worden, verwies Vornehm auf die Anschaffung neuer Fahrzeuge für die Wehren, die energetische Sanierung der Feuer- und Rettungswache in der Berliner Straße und den Neubau des Gerätehauses in Söllmnitz. Letzteres sei auch mit viel Engagement der Ehrenamtlichen entstanden.
Während die neue Technik vor allem mit Zuschüssen von Bund und Land bezahlt wurde, fehlt es bei Geras Feuerwehr an neuer Ausrüstung, die ohne Förderung aus dem Stadthaushalt bezahlt werden müsste. Der Verbandsvorsitzende Steffen Höntsch wie auch der Interessenvertreter der Freiwilligen Feuerwehren, Tino Daume, erinnerten daran, dass seit Jahren die Helme ausgetauscht werden sollen. Die dafür nötigen 60 000 Euro sind im Stadtetat 2012 nicht eingeplant. Auch die Schutzbekleidung für Einsatzkräfte müsse gegen neue Bekleidung, die den Vorschriften genügt, ausgetauscht werden. Angemahnt wurden auch fällige Gespräche mit Arbeitgebern über die Freistellung von freiwilligen Feuerwehrmännern von der Arbeit im Einsatzfall. Der Anfang sei im Vorjahr gemacht worden, informierte Bürgermeister Norbert Hein (CDU). Stadtrat Mike Huster
(Linke) machte in seinem Grußwort die Umsetzung des Feuerwehrkonzeptes in den nächsten Jahren abhängig von der Sanierung des Stadthaushaltes. Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Klein
stellte fest, dass die jährlich wiederkehrende Forderung nach besserer Ausrüstung berechtigt und zudem bescheiden sei. Seine Fraktion werde darüber wachen, dass die Finanzen für das Umsetzen des Feuerwehrkonzeptes künftig sicher gestellt werden. Auch die Wählervereinigung "Arbeit für Gera" wolle sich dafür einsetzen, dass Geras Feuerwehr mit ausreichender Technik ausgestattet wird, die auf dem neuesten Stand ist, versicherte AfG-Fraktionsvize Markus Meisner. Er und SPD-Fraktionschef Armin Allgäuer, dessen Gruß verlesen wurde, würdigten zudem die Jugendarbeit in den nun sieben Jugendfeuerwehren mit 51 Mitgliedern in Gera. Dank an Geras Feuerwehr gab es auch von FDP-Fraktionschef Dr. Harald Frank für den Schutz der Bürger und des Eigentums in der Stadt.
Neue Helme und Einsatzkleidung fehlen für Feuerwehr Gera
Kommentare
03.04.12 - 18:09
auch ein Geraer
Schön das Herr Huster die Sicherheit der Stadt von der Kassenlage abhängig macht. Wenn´s darum geht soziale Geschenke zu verteilen macht er sich doch auch keinen Kopf wo das Geld herkommt. Die Ausrüstung der Feuerwehr mit vernünftiger Technik und Bekleidung ist eine Pflichtaufgabe der Stadt Hr.Huster.Falls Sie keine Ahnung davon haben sollten Sie sich bei den Feuerwehren sachkundig machen. Gehen Sie doch mal mit ins Brandhaus nach Köstritz. Da werden Sie schnell merken das die Frauen und Männer der Feuerwehr keine Sonderwünsche Haben sondern nur eine ordentliche Ausrüstung benötigen.