Schwanseebad Weimar: Weiterbetrieb bis 2015 ist sicher

  • Bis 2015 ist freibaden in Weimar gesichert. Demnächst soll der denkmalgeschützte Sprungturm saniert werden. Foto: Kretschmar Bis 2015 ist freibaden in Weimar gesichert. Demnächst soll der denkmalgeschützte Sprungturm saniert werden. Foto: Kretschmar
Die Stadtspitze huldigt dem Prinzip Hoffnung, wenn es um das Schwanseebad geht: Die Stadtverwaltung hat nicht vor, dieses Bad aufzugeben. Es ist Aufgabe der Verwaltung und der Politik geeignete Wege zur Sicherung des Badbetriebes zu finden, sagte jetzt Bürgermeister Christoph Schwind (CDU).
Weimar. Hintergrund des neuerlichen Vorstoßes der Bündnisgrünen im Stadtrat sind Medienberichte, wonach es künftig keine Landeszuschüsse aus der Sportstättenbauförderrichtlinie für den reinen Schulsportbedarf mehr geben werde. Demnach sollen Landkreise, Städte und Gemeinden sich um die Förderung der Sportvereine kümmern, während sich der Freistaat auf den Nachwuchsleistungs- und Spitzensport konzentriert.

Auf etwa 3,8 Millionen Euro bezifferte Schwind den Sanierungsbedarf. Die Aufgabe könne angesichts der knappen Kassen nur in gemeinsamer Anstrengung mit dem Freistaat realisiert werden. Allein: Alle seit 2008 erfolgten Anmeldungen von Fördermitteln für das Freibad seien bislang aus unterschiedlichen Gründen abgelehnt worden, 2012 geschah dies mit dem Verweis, künftig schwerpunktmäßig den Spitzensport fördern zu wollen. Das Problem trifft Weimar doppelt, denn auch die Zusage von Städtebaufördermitteln ist an die Sportförderung gekoppelt.

Die Stadtwirtschaft als Pächterin des Bades sieht vorerst keine Probleme: Sofern man aus den eigenen Erlösen das Bad weiterhin mit jährlich 40.000 Euro ertüchtigen und die laufenden Betriebs- und Personalkosten finanzieren könne, erscheine ein Weiterbetrieb bis 2015 möglich. Das setzt allerdings auch voraus, dass die Nutzung von Bachwasser für das Freibad weiterhin zulässig bleibe.

Die Stadtwirtschaft ließ in den vergangenen Jahren mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II in Höhe von 600.000 Euro neue Funktionseinrichtungen bauen. Sowohl das Dach der Schwimmhalle als auch der gesamte Eingangsbereich seien mit städtischem Geld in Höhe von 1,5 Millionen Euro saniert worden, nachdem die Baumängel manifest geworden seien. Jetzt soll, so Schwind weiter, der denkmalgeschützte Sprungturm saniert werden. Mit Denkmalfördermitteln und Haushaltsmitteln in Höhe von 22.000 Euro sind 2011 dazu die Planungen erstellt worden. "Bei unveränderter Gesetzeslage und keiner, derzeit auch nicht absehbaren, dramatischen Verschlechterung des Beckenzustandes kann das Bad in den nächsten Jahren weitergenutzt werden", betonte Schwind.


Thorsten Büker / 03.04.12 / TLZ
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