Freuen sich auf die Basketball-Duelle mit dem MBC: Trainer Georg Eichler (li.) und Kapitän Christoph Roquette von Science City Jena. Foto: Peter Poser
Basketball-Zweitligist Science City Jena ist in der 2. Bundesliga ProA auf den Play-off-Zug aufgesprungen, auch wenn es zum Schluss eine Zittereinlage war und nur zu Platz acht reichte. Somit treffen die Saalestädter am Donnerstag zum ersten Mal auf den Ligaprimus MBC Weißenfels mit dem Ziel, diese zu schlagen.
Jena. Das ist natürlich die schwerste Aufgabe, die vor den Jenaern im Viertelfinale steht. Die erste Partie nach dem Modus "best of five" steht am Gründonnerstag in Weißenfels auf dem Programm. Das erste Heimspiel gegen den Favoriten aus Sachsen-Anhalt steigt dann bereits am Sonnabend, 7. April, um 19 Uhr in der Werner-Seelenbinder-Sporthalle Lobeda-West. "Wenn es uns gelingt, den MBC in unserem ersten Heimspiel zu ärgern, dann sehen wir uns am Freitag, dem 13. wieder", glaubt Dietmar Bendix, der sportliche Leiter der Jenaer, an ein mögliches viertes Spiel gegen den haushohen Favoriten. Und auch Kapitän Christoph Roquette, der als Ingenieur für Verfahrenstechnik halbtags bei den Stadtwerken tätig ist, sieht sich und seine Mitstreiter nicht hoffnungslos unterlegen: "Wir hatten mehr Druck, in die Play-offs zu kommen. Gegen den MBC erwartet keiner was von uns. Aber alle sind heiß. Die Vorfreude auf die Weißenfelser jedenfalls ist groß." So sieht es auch Jenas Chef-Trainer: "Wir freuen uns auf die Derby-Atmosphäre. Wir gehen nicht als Favorit in die Spiele. Aber meine Mannschaft weiß, wie man den MBC schlagen kann, schließlich haben wir das ja bewiesen. Aber es wird natürlich unheimlich schwer, gegen den Mitteldeutschen BC zu bestehen. Die haben eine enorme Qualität in ihren Reihen und sind breit aufgestellt. Die nutzen jeden Fehler des Gegners gnadenlos aus." Personell plagen den Coach kaum Sorgen. Nicht spielen kann der verletzte Chase Adams. Hinter Eric Vierneisel steht ein kleines Fragezeichen. Doch der als beliebtester Jenaer Spieler der Saison ausgezeichnete 2,01-m-Mann wird wohl auf die Zähne beißen. Auch Geschäftsführer Lars Eberlein freut sich die Kür gegen den MBC: "Die Play-offs sind der krönende Abschluss. Klar mussten wir durch die Verlängerung der Saison Flüge umbuchen und Hotelzimmer verlängern. Aber das ist doch kein Ding. Wir kümmern uns um die Spieler." Zum Thema Halle sagte er: "Wir haben eine offizielle Bewerbung für eine eigene Halle abgegeben und hoffen auf den Zuschlag.
Im Sommer 2013 könnte sie eröffnet werden." Um die Mannschaft in Weißenfels zu unterstützen, wird ein Sonderzug eingesetzt. Zudem werden Busse in Richtung Sachsen-Anhalt fahren. Naturgemäß machen sich auch viele Fans per Auto auf die kurze Reise. 2. Basketball-Bundesliga, ProA, Play-Off-Viertelfinale: Mitteldeutscher BC - Science City Jena, Donnerstag, 19.30 Uhr, Stadthalle Weißenfels