Sieben Tote bei Schießerei an US-Universität

  • Zum Großeinasatz der Polizei kam es an einer Universiät in Oakland. Foto: AP Zum Großeinasatz der Polizei kam es an einer Universiät in Oakland. Foto: AP
Bei einer schweren Schießerei an einer Universität in Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien sind am Montag sieben Menschen getötet und drei weitere verletzt worden. Sofort kommen die Erinnerungen an den Amoklauf am 26. April 2002 in Erfurt wieder.
Oakland. Der mutmaßliche Täter wurde nach dem Vorfall festgenommen; sein Motiv war aber noch völlig unklar. Es soll sich um einen rund 40-jährigen asiatischstämmigen Mann handeln.

Angehörige von sieben Opfern müssten nun mit diesem "entsetzlichen" Vorfall umgehen, sagte der Vorsitzende des Stadtrats von Oakland, Larry Reid, dem Sender CNN am Montag. Drei Menschen seien verletzt worden, fügte er hinzu und berief sich auf den örtlichen Polizeichef, mit dem er zuvor gesprochen hatte. Die Polizei arbeite daran, herauszufinden, "welche Motive" der Mann gehabt habe.

Einem Bericht des "San Francisco Chronicle" zufolge saß der Mann in einem Kurs in der Universität, als er plötzlich aufstand und aus nächster Nähe einem Menschen in die Brust schoss. Dann habe er um sich geschossen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf eine Augenzeugin. Diese wurde durch eine Schusswunde am Arm verletzt.

Die Polizei hatte kurz nach der Tat erklärt, dass nach einem asiatischstämmigen Mann gefahndet werde. Kurz darauf teilten die Beamten über den Internetdienst Twitter mit, dass der Verdächtige gefasst worden sei und dass "keine Gefahr" für die öffentliche Sicherheit bestehe. Für Montagnachmittag Ortszeit (03.00 Uhr MESZ) wurde eine Pressekonferenz zu dem Vorfall angesetzt.

Der Zeitung "The Oakland Tribune" zufolge, die eine Augenzeugin der Festnahme zitierte, wurde der Mann in einigen Kilometern Entfernung vom Tatort vor einem Supermarkt gefasst. Er widersetzte sich seiner Festnahme demnach nicht. Die Frau beschrieb den Mann bei seiner Festnahme als "ziemlich fertig".

Bei der Hochschule handelt es sich um die Oikos University, eine christliche Privatuniversität in Oakland nahe San Francisco. Ein Sondereinsatzkommando der Polizei hatte das Gebäude nach der Tat umstellt. Die Beamten hätten die Universität durchkämmt, während die Studenten in Sicherheit gebracht worden seien, hieß es.

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03.04.12 / AFP/tag
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