Wirtschaftsminister Matthias Machnig betont die hohe Bedeutung Asiens für die Thüringens Wirtschaftsnetz. Foto: Sascha Fromm
Dietmar Grosser sprach mit Wirtschaftsminister Matthias Machnig über Ergebnisse seiner einwöchigen Asienreise.
Heute endet die Reise nach Südkorea. - Lohnen der weite Flug und das viele Geld für die Reise überhaupt, um dort Geschäfte zu machen?Die 20 Firmen, die hier mit dabei sind, haben im Schnitt fünf bis sechs ernsthafte Termine mit potenziellen Partnern. Wenn nur ein Teil der Gespräche von Erfolg gekrönt ist, dann hat sich die Reise schon gelohnt. Vom politischen Aspekt ganz zu schweigen. Was ist so wichtig am Reiseziel Südkorea?Im Jahr 1961 gab es eine damals ernst genommene Prognose für Südkorea. Die ging davon aus, dass sich das Land von der Wirtschaftskraft her irgendwo auf dem Niveau afrikanischer Entwicklungsländer einpegelt. Heute also 50 Jahre danach sieht es ganz anders aus. . . . . .und wieSüdkorea ist zum "Tigerstaat" geworden und steht heute auf Platz 15 der weltweiten Wirtschaftsmächte, ist geschätzt wegen seiner Exportkraft und Innovationsfreudigkeit. Was nutzt das Deutschland im Allgemeinen und Thüringen im Speziellen?Korea ist einer der wichtigsten Exportpartner und vieles im Land erinnert in seiner Effizienz sowie in den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen an deutsche Strukturen. Viele Koreaner kennen darüber hinaus Erfurt, Weimar und Jena. Wer hat Ihnen das erzählt?Im Ernst. Es sind vor allem historische Fakten, die hier mit Thüringen verbunden werden. Weimar ist die Stadt Goethes und Schillers, in Erfurt weilte Luther, und Jena ist als Wiege der optischen Industrie weithin bekannt. Daran lässt sich natürlich wirtschaftlich sehr gut anknüpfen.
Wie soll das gehen?Die Jenoptik beispielsweise ist in Südkorea auf gutem Weg, neue Geschäfte anzubahnen und auf den asiatischen Märkten stärker denn je aktiv zu werden. Auch Unternehmen der Medizintechnik, aus dem Laser-Bereich, der optischen Industrie und der Autobranche können an den guten Ruf Thüringens anknüpfen. Und Sie selbst?Ich habe einen vollen Terminkalender, mehrere Unternehmensgespräche, aber beispielsweise auch ein Treffen mit dem Bürgermeister von Seoul. Der gilt als einer der wichtigsten Politiker im Land. Darüber hinaus waren wir im südkoreanischen Umwelt- und Wirtschaftsministerium, es waren Vorträge vor Wirtschaftsexperten zu halten und neue Kontakte zu knüpfen. Bringt das etwas?Thüringen ist gut beraten, bei den wirtschaftlich führenden Nationen präsent zu sein, Kontakte zu den Entscheidungsträgern aufzubauen und somit den Weg für die Unternehmen frei zu machen. Dafür braucht man einen langen Atem, aber am Ende ermöglicht das Investitionen und schafft auf Dauer viele Arbeitsplätze. Durch die Neuorientierung der Thüringer Wirtschaft in Richtung grüner Technologien haben wir jetzt noch einiges mehr anzubieten, an dem die asiatischen Partner interessiert sind. Wie soll das weitergehen?Das Land gehört zusammen mit China und Japan zu den wichtigsten Absatzmärkten in Asien und zählt für uns zu den elf Ländern mit besonderem Wachstumspotenzial für eigene Exporte. Wir geben hier in den nächsten Jahren Vollgas. Was bringt Thüringen als Argumente ein?Neben der guten Lage, der Infrastruktur und der Top-Ausbildung auch Fördermittel und beispielsweise das Modell der Mietfabrik. Thüringen ist heute der "Tigerstaat" unter den neuen Ländern. Man versteht, dass wir "hungrig" sind.
"Thüringen ist heute der "Tigerstaat" unter den neuen Ländern. Man versteht, dass wir hungrig sind." - - - - - Oh Mann, welches Tier hat den denn gebissen!!!??? Oder sind das die letzten Symptome voRRR dem TOTALEN GrrrrrrÖSSENWAHN....