Thüringen macht sich daran, beim Elektroauto den Abstand zu den führenden Alt-Bundesländern zu verkürzen. Foto: Marco Schmidt
Thüringen macht sich daran, beim Elektroauto den Abstand zu den führenden Alt-Bundesländern zu verkürzen. Das Wirtschaftsministerium hatte dazu das Beratungsunternehmen McKinsey mit einer Projektskizze "Thüringer Modellregion Elektromobilität" beauftragt. Sie analysiert die Stärken des Freistaates im Bereich der Elektro-Autos und schafft so neue Ansatzpunkte.
Erfurt. Laut Studie ist die "rationale Käuferschicht", die beim Neuwagenkauf sehr stark auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis achtet, in Thüringen mit 48 Prozent stark ausgeprägt. Premium- Marken haben signifikant niedrigere Marktanteile als im gesamtdeutschen Durchschnitt. Als Flächenland weist Thüringen aus Sicht der Autoren "andere Herausforderungen und Merkmale als urbane Gebiete" auf. Die Modellregion um die Achse Erfurt - Weimar - Jena repräsentiert den Regionstypus "verstädterte Räume" und ist für Elektro-Autos geeignet. Als Konzept eignet sich aus Sicht der Studie beispielsweise "Smart E-Car-Sharing": Die gemeinsame Nutzung der Elektrofahrzeuge soll eine hohe Fahrzeugauslastung zu niedrigen Kosten ermöglichen. Damit können bis zu 62.000 Personen für die Elektromobilität gewonnen werden. Zudem wird ein Maßnahmenpaket für Pendler vorgeschlagen. Durch eine gezielte Förderung dieser Nutzergruppe soll die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen erhöht werden. Im Freistaat können damit bis zu 111.000 Pendler erreicht werden. Ebenfalls empfohlen werden Pilotprojekte mit dem Ziel, die Anzahl der Elektroautos in Thüringer Organisationen und Unternehmen zu erhöhen. Das Potenzial in diesem Bereich beträgt noch einmal rund 16.000 Fahrzeuge. "Für den Automobilstandort Thüringen ist die Elektromobilität ein industriepolitisches Schlüsselprojekt", sagte Wirtschaftsminister Matthias Machnig
(SPD) im Vorfeld eines heute beginnenden zweitägigen Kongresses in Erfurt.
Das Europäische Informations-Zentrum hat in Zusammenarbeit mit der Vertretung der Brüsseler EU-Kommission in Deutschland zu einer Debatte geladen zum Thema "Elektromobilität: Herausforderung und Chance für Europa, Deutschland und Thüringen". In Plenen und Workshop-Gesprächen werden Repräsentanten der Automobilindustrie, der Branchenverbände, der Zulieferindustrie und der Wissenschaft zu Wort kommen und der Frage nachgehen, ob Deutschland bei der Elektromobilität im internationalen Wettbewerb mithalten kann. Spannende Themen sind aus Sicht der Veranstalter die Chancen des Elektroantriebes gegenüber anderen Alternativen, die Kosten im Vergleich zum traditionellen Auto oder die Zukunft der Batterien. Es werden neben dem Opel-Ampera als erstem Elektroauto mit "Range Extender" auch das reine batteriegetriebene i-MiEV von Mitsubishi sowie Elektromotorräder vor und im Erfurter Palmenhaus zu sehen sein. Mit dem E-Mitsubishi können zwischen 19.00 Uhr und 21.00 Uhr von Interessierten Probefahrten vor der Staatskanzlei unternommen werden.
Au fein, dann werden die Strassen leerer, weil die Gehhilfen 80% ihrer Zeit an der Steckdose hängen. Bei 16A Absicherung einer Haushaltssteckdose fliessen wohl maximal 3,5kW pro Stunde in den Akku. Da kommt man echt weit. So zirka 2x um das Wohnviertel (bei Halbgas und ohne Klima und Radio).