Volksfest für das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Ronneburg am 1. April 2012. Pfarrer Dr. Andre Demut segnet das neue Fahrzeug, über das sich auch Roneburgs Jugendfeuerwehr freut
Ronneburg nimmt 300 000 Euro teures Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug in Betrieb. Es ersetzt den über 30 Jahre alten W 50 und verbessert die Sicherheit der Einsatzkräfte. An sie wurden gestern viele Dankesworte gerichtet.
Ronneburg. Sechs Jahre hat die Freiwillige Feuerwehr Ronneburg darauf gewartet. Gestern wurde die offizielle Indienststellung des nagelneuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges als Volksfest gefeiert. In der Feuerwehrsprache heißt das Einsatzfahrzeug HLF 10/6. Es ersetzt den über 30 Jahre alten Lkw W 50. Damit ist die aus sieben Fahrzeugen bestehende Flotte, zu der für die Gefahrgutwehr zwei Fahrzeuge des Landkreises Greiz gehören, komplett auf MAN umgestellt. 250 PS hat das neue Fahrzeug unter der Haube. Außer dem Fahrer können acht Einsatzkräfte mitfahren. 1000 Liter Wasser, 120 Liter Schaumlöschmittel, Schere und Spreizer für die Rettung, ein Notstromaggregat und ein Lichtmast, von dem aus die Einsatzstelle ausgeleuchtet werden kann, gehören ebenso zur Ausrüstung wie modernste Funktechnik und Atemschutzgeräte, die die Sicherheit der Feuerwehrleute weiter verbessern. Ronneburgs Bürgermeister Manfred Böhme (parteilos) übergab gestern den Schlüssel an Stadtbrandmeisterin Cornelia Zorn. 300 000 Euro habe das Einsatzfahrzeug gekostet, wobei das Land Thüringen 75 000 Euro beisteuerte. Mit der Übergabe sei die Neuausstattung der Feuerwehr abgeschlossen, so Böhme. "Betrachten Sie das Fahrzeug als Dankeschön an die Kameradinnen und Kameraden für ihre Einsatzbereitschaft", wandte sich der Bürgermeister an die Feuerwehrleute. Landrätin Martina Schweinsburg
(CDU) bedankte sich ausdrücklich für das für den Landkreis Geleistete, erwähnte die Autobahn als schwierigen Einsatzort und sagte: "Kommt immer gesund und ohne Unfälle von den Einsätzen zurück!".
"Möge das Fahrzeug ein hilfreiches Werkzeug und stets rechtzeitig dort sein, wo es gebraucht wird", wünschte Ronneburgs Pfarrer Dr. André Demut, der das Fahrzeug gestern weihte. Er lud alle Anwesenden ein, gemeinsam das Vaterunser zu beten. "Wir beten in der Kirche jeden Sonntag für Leute, die sich engagieren", sagte der Pfarrer, der das gute Verhältnis von Kirche und Feuerwehr in der Stadt lobte. Davon sangen gestern auch die Mädchen und Jungen von der Kindertagesstätte "Luftikus" ein Lied. Feuerwehrleute halfen nach dem Wasserschaden beim Auszug und wollen es diese Woche beim Einzug wieder tun. Die Einsatzabteilung der Ronneburger Wehr zählt heute 40 Kräfte, zwölf Mitglieder hat die Jugendfeuerwehr. Schon 2006 nahm man Anlauf für das neue Fahrzeug und stoppte die Bemühungen wegen der Buga. In den letzten über zwei Jahren koordinierte Kreisbrandmeister Marko Böhm die passgenaue Ausstattung. "Wir haben jetzt ein Fahrzeug, wie wir es brauche, ohne Schnickschnack", sagte er. Bei zwei Einsätzen hat es sich bereits bewährt.