Wallfahrt nach Rom: Ministrant Ludwig Hoffmeier fährt zur Papstaudienz

  • Ministrant auf dem Domberg: Ludwig Hoffmeier versieht seinen Dienst im Dom und in der Severikirche. Er gehört zu den 500 Thüringer Ministranten, die morgen zur Wallfahrt nach Rom aufbrechen. Foto: Heidrun Lehmann
Was in den nächsten Tagen auf Ludwig Hoffmeier wartet, das dürfte wohl zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Er gehört zu den 500 Thüringer Kindern und Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren, die sich auf eine Internationale Ministrantenwallfahrt nach Rom begeben.
Erfurt. Das Weihrauchgefäß durfte Ludwig Hoffmeier auch schon schwenken eine Aufgabe, die den Älteren unter den Ministranten obliegt. Der 15-Jährige leistet seinen kirchlichen Dienst zumeist im 18-Uhr-Abendgottesdienst in St. Severi. Je nachdem, wie viele Ministranten sich einfinden, werden die liturgischen Aufgaben verteilt, erzählt Ludwig: das Läuten der Altarschellen, das Tragen des Kreuzes oder die Priesterassistenz.

Was jedoch in den nächsten Tagen auf Ludwig Hoffmeier wartet, das dürfte wohl zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Er gehört zu den 500 Thüringer Kindern und Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren, die sich am morgigen Donnerstag auf eine Internationale Ministrantenwallfahrt nach Rom begeben. Alle vier bis fünf Jahre organisiert der Internationale Ministrantenbund (Coetus Internationalis Ministrantium; C.I.M.), der in diesem Jahr 50-jähriges Bestehen feiert, eine solche Wallfahrt nach Rom.

Begegnung mit 17 Nationen

Unter dem Thema "Aus der wahren Quelle trinken" wird Ludwig Hoffmeier in diesem Jahr mit Gleichaltrigen aus 17 Nationen zusammentreffen. Auf diese Begegnung auf internationaler Ebene, auf den Austausch über die verschiedensten Wege zu Gott freut sich der Erfurter ganz besonders. Deutsch und Englisch gehören zu den Lieblingsfächern des Gymnasiasten der Edith-Stein-Schule, sodass er sich sprachlich gut gewappnet fühlt für die vielen Gespräche mit jungen Menschen aus aller Herren Länder.

Natürlich erwartet er zudem segensreiche Eindrücke von der Generalaudienz, die Papst Benedikt XVI. am 4. August auf dem Petersplatz abhält.

Zwar war es Ludwig schon einmal vergönnt, nach Rom zu fahren mit seinen Eltern. Aber das Erkunden aktueller und historischer Glaubensquellen in der Gemeinschaft junger Christen, das dürfte sich wohl zu einem ganz besonderen Ferienabschluss gestalten. Nach einem Aussendungsgottesdienst am 29. Juli und dem Erhalt des Reisesegens begeben sich die Thüringer mit Bussen in die "Ewige Stadt".

Kirche ist nicht nur etwas für ältere Menschen, findet Ludwig Hoffmeier, der sich nach der Erstkommunion entschied, seine freie Zeit dem Dienst im St.-Marien-Dom und in der St.-Severi-Kirche zu widmen. Zuvor durchlief er die Ministrantenschule, in der sich die katholischen Mädchen und Jungen theoretisch mit dem Ablauf eines Gottesdienstes befassten und sich Grundkenntnisse des Ministrierens aneigneten.

Zusammenkünfte mit Gleichgesinnten im Jugendhaus St. Sebastian in Hochheim festigten den jungen Christen in seinem Glauben, ermöglichten ihm tiefere Einblicke in Themen, die sich um die Bibel ranken, und in die Glaubenslehre. Nach den Ferien möchte er sich der Gemeindejugend anschließen, um sich dort einzubringen.


Heidrun Lehmann / 27.07.10 / TLZ
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