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Rockets Gotha sichern sich vorzeitigen Einzug ins Viertelfinale

  • Zweitliga-Basketballer Leo Niebuhr (Oettinger Rockets Gotha) ging bis an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit, kämpfte im Aufbau und ebnete mit einem wichtigem Dreipunktwurf den Sieg. Foto: Sascha Richter Zweitliga-Basketballer Leo Niebuhr (Oettinger Rockets Gotha) ging bis an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit, kämpfte im Aufbau und ebnete mit einem wichtigem Dreipunktwurf den Sieg. Foto: Sascha Richter
Es lässt sich nicht mit letzter Gewissheit sagen, ob's lediglich ein freudscher Versprecher war, Galgenhumor pur oder feine Ironie. Jedenfalls sagte Vladimir Pastushenko, Head Coach der Basketballer des RSV Eintracht Stahnsdorf in der 2. Bundesliga ProB, am Ende der gut besuchten Pressekonferenz in der Turnhalle von Kleinmachnow über seinen Kader.
Kleinmanchnow. "Wir haben die Entscheidung getroffen, die Jungs stark zu reden, ihnen zu sagen, dass sie's können. Das war ein Trick! Nur einige haben uns das geglaubt und sind besser geworden. Man hat aber deutlich die Grenzen gesehen - auch heute."

Die Grenzen bekamen Pastushenkos Schützlinge von den Basketballern der Oettinger Rockets Gotha aufgezeigt. Der Südstaffelmeister der 2. Bundeliga ProB präsentierte sich auf die Minute top-fit, landete einen souveränen 88:72-Erfolg (52:32) und sicherten sich somit vorzeitig den Einzug ins Playoff-Viertelfinale. Hier treffen die Rockets auf den Tabellenvierten der Nordstaffel, Spot Up Medien Braunschweig, der sich im Achtelfinale gegen die Rhöndorf Dragons mit 2:0 durchsetzen konnte. Spiel Nummer eins gegen das stark besetzte Team um den Ex-Gothaer Waldemar Buchmiller steht bereits am Samstag in der Ernestiner-Sporthalle Gotha auf dem Programm (Tip-Off: 19 Uhr).

"Gotha gegen Braunschweig wird sicher das Spitzenduell im Viertelfinale - diesen Gegner schätze ich sehr, sehr stark ein", sagte Gothas Head Coach Marko Simic als klar war, gegen wen seine Mannschaft nun antreten muss - und ging zur Tagesordnung über. "Wir müssen weiter hart arbeiten und uns noch einmal deutlich steigern, wenn wir auch gegen Braunschweig bestehen wollen. Es bleibt also wenig Zeit den Sieg gegen Stahnsdorf zu feiern."

Ungeachtet dessen feierten die rund 40 mitgereisten Fans die Rockets nach Spielende mit Pauken und Trompeten und stehenden Ovationen. Aus gutem Grund: Schließlich lieferte das BiG-Team in Kleinmachnow eine beeindruckende Leistung ab, so dass den Hausherren nichts anderes übrig blieb, als die Überlegenheit ihres Kontrahenten neidlos anzuerkennen. Am Ende stand ein ungefährdeter Start-Ziel-Sieg.

Denn die Gothaer konnten genau das umsetzen, was Marko Simic vor dem Spiel forderte: Kämpfen bis zum Umfallen, auf einem hohen Niveau verteidigen, vor allem besser rebounden und die Fehler aus dem ersten Spiel minimieren. Und so begann es schon: Marcus Monk angelte sich in der ersten Minute einen Offensiv-Rebound, traf mit Foul, verwandelte den Freiwurf zum 3:0 und setzte somit das erste, aber keineswegs das letzte Achtungszeichen.

Dieses erfolgreiche Drei-Punkt-Spiel war der Auftakt zu einer überragenden ersten Halbzeit, in der fast alles passte und die Trefferquote den größten Unterschied ausmachte. Anders als noch im Hinspiel saßen bei den Gothaern in den ersten beiden Vierteln sowohl die Dreier (6/12) als auch die Freiwürfe (10/12), zudem verbuchten sie 14 Defensiv-Rebounds in 20 Minuten.

Die Gastgeber hingegen trafen vor dem Seitenwechsel aus der Distanz nichts (0/4) und von der Linie nicht gut genug (14/23). So ging es für die Gäste mit einer komfortablen 20-Punkte-Führung in die Pause.

Die einzig kritische Phase der Partie hatten die Rockets unmittelbar nach Wiederbeginn zu überstehen, als sie nicht auf Anhieb zurück ins Spiel fanden, während die Stahnsdorfer flugs sechs Punkte in Folge markierten und Hoffnung schöpften. Doch die Gothaer waren allenfalls kurz von der Rolle und beantworteten den RSV-Lauf wenig später mit zwei wichtigen Dreiern (Niebuhr: 38:56 / 24.) und Schaffartzik: 42:60 / 25.).

Zwar mussten kurz darauf mit Leo Niebuhr (nach dem zweiten unsportlichen Foul) und Albert Kuppe (nach dem fünften persönlichen Foul) zwei Leistungsträger vom Feld. Dennoch hielten die Rockets ihren Gegner weiterhin zweistellig auf Distanz, so dass im Schlussdurchgang nichts mehr anbrennen konnte.

Schließlich beendete Tim Jarmusz die Begegnung mit einem Dreier, der sozusagen das I-Tüpfelchen markierte.

Derweil fand Marko Simic nach der Partie kaum einen echten Kritikpunkt, sondern vor allem lobende Worte: Nicht zuletzt für die Fans, die in Kleinmachnow wieder einmal zu Höchstform aufliefen. Passend zur starken Leistung der Mannschaft!


Wolfgang Gleichmar / 12.03.12 / TA
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