Zum Siegen verdammt: Für die Drittliga-Fußballer des Carl Zeiss Jena zählt in Münster nur ein Sieg. Archiv-Foto: Tino Zippel
Im Abstiegskampf der 3. Fußball-Liga spielt der FC Carl Zeiss Jena am Dienstagabend bei Preußen Münster und will nach dem jüngsten 3:1 gegen die Werder-Bubis eine Siegesserie starten.
Jena. Nur Siege helfen Jena weiter. Sagt Petrik Sander. Der Trainer des FC Carl Zeiss redet gar nicht erst um den heißen Brei. "Den Muss-Sieg gegen Bremen nehmen wir als neuen Anlauf, Schwung zu holen", sagt er. Am Dienstag, 19 Uhr, im Preußenstadion von Münster, muss wieder gewonnen werden."Es wird gespielt", sagt Andreas Trautmann, der Pressesprecher des FCC. Der ironische Unterton ist kaum zu überhören, denkt man an die Umstände der Absage der Partie im Februar bei bestem Sonnenschein. "Damals gab es reichlich Turbulenzen in Münster", sagt Sander. Das habe sich aber auch nicht grundlegend geändert. Seit sechs Partien ist die Elf von Trainer Pavel Dotchev, der einst auch Rot-Weiß Erfurt trainierte, nun schon ohne dreifachen Punktgewinn. "Wir haben sie analysiert, es läuft nicht alles rund dort. Es herrscht Unruhe, es gab nach dem Spiel gegen Wehen Wiesbaden wieder Diskussionen mit den Fans am Zaun. Das wollen wir ausnutzen", sagt Sander. PreußenMünster mit in den Sog des Abstiegskampfes ziehen, das muss das Ziel der Thüringer sein. Mit welchem Personal es die Jenaer angehen, ist noch offen. Klar ist, dass Sebastian Hähnge wieder im Aufgebot stehen wird. Gegen Werder Bremen II verfolgte er den Sieg seiner Mannschaftskameraden in zivil von der Tribüne aus. In einem Gespräch zwischen Trainer und Spieler sei dieser Beschluss gefasst worden. Hähnge benötige Regeneration, hieß es. Von Namen oder deren Meriten will Sander seine Startformation nicht abhängig machen. "Es werden elf Spieler auf dem Platz stehen, die alles dafür geben werden, um das Spiel zu gewinnen", sagt Sander, der weiß, dass bei einem Erfolg der Anschluss an das rettende Ufer geschafft ist. Er hofft, dass bei Ramaj mit dessen Toren gegen Offenbach und Bremen II der Knoten geplatzt ist.
Auf Gerüchte und Diskussionen um mögliche Lizenzentzüge will man sich in Jena nicht verlassen. Zwei bis drei Teams könnte es treffen - muss aber nicht. "Darüber zu spekulieren, ist mir zu einfach. Wir wollen das sportlich schaffen", sagt Sander. Neun Spiele bleiben dafür noch, setzt man 42 Zähler als Messlatte an, braucht der FCC noch 13 Punkte. Dabei bleibe Jena nichts anderes übrig, sagt Sander, als von Spiel zu Spiel zu sehen. Der Strohhalm ist freilich etwas dicker geworden, in der Rückrunde verlor Jena erst zwei Partien. Derlei Stabilität müssen die Thüringer bis zum letzten Spieltag zeigen - und konstant siegen. Denn nur Erfolge helfen weiter. Die mögliche Aufstellung FC Carl Zeiss Jena: Berbig - Demirtas, Becken, Schulz, Landeka - Boskovic, R. Schmidt - Eckardt, Simak, Miatke - Ramaj.