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Polizei schnappt 19-jährigen Serientäter im Weimarer Land

  • Kommissaranwärter Christian Möllers (links) und Polizeihauptmeister Thomas Rösner mit Diebesgut, dessen Besitzer zurzeit noch unbekannt sind. Foto: Sascha Margon Kommissaranwärter Christian Möllers (links) und Polizeihauptmeister Thomas Rösner mit Diebesgut, dessen Besitzer zurzeit noch unbekannt sind. Foto: Sascha Margon
Ein 19-Jähriger aus Pfiffelbach gab laut Chefermittler Frank Schmidt von der Inspektion Apolda 19 Laubeneinbrüche zu. Die Straftaten lagen zwischen Dezember 2011 und Anfang Februar 2012. Beschaffungskriminalität ist nicht ausgeschlossen.
Pfiffelbach. Mit seinen Einbrüchen vornehmlich in Gartenlauben sowie Kellerräume sorgte ein 19-Jähriger in den vergangenen Wochen durchaus für Verärgerung in den Ortsbereichen von Oßmannstedt, Pfiffelbach, Niederreißen und Oberreißen. So war er unter anderem fünf Mal in Folge in ein Gartenhaus eingestiegen. Nun allerdings konnte der Übeltäter durch die Ermittler der Polizei-Inspektion Apolda in relativ kurzer Zeit dingfest gemacht werden. Seither sei in der Region wieder Ruhe, so die Polizei. Die Ermittlungen - bislang betragen der Beutewert rund 1500 Euro und der Sachschaden etwa 2000 Euro - dauern derweil noch an.

Von Dezember des Vorjahres bis Anfang Februar diese Jahres war der junge Mann laut Chefermittler Frank Schmidt auf Beutezug gegangen. Und das von einem Wohnblock in Pfiffelbach aus, wohin er Mitte 2011 von Rastenberg hingezogen war. Vornehmlich Lebensmittel, Waschmittel, Werkzeuge, Telefone, Freizeit- und Campingzubehör sowie Fahrräder griff er sich dabei.

Nach derzeitiger Einschätzung handelte es sich im genannten Zeitraum um eine derartige Häufung von Straftaten, dass durch Schmidt eine Arbeitsgruppe gebildet wurde.

Zugegeben habe der Überführte inzwischen neunzehn Einbrüche in Gartenlauben, fünf in Keller, drei Fahrraddiebstähle, einen Einbruch ins Sportlerheim Pfiffelbach sowie einen in die Feuerwehr Oberreißen. Der junge Mann wurde erkennungsdienstlich behandelt und gab freiwillig eine DNA-Probe ab, die das Landeskriminalamt aber derzeit noch auswertet. Festgestellt werden soll damit, ob dem Täter noch weitere Straftaten zugeordnet werden können.

Einschlägig vorbestraft sei der 19-Jährige zwar nicht, allerdings sei er schon in anderer Weise strafrechtlich in Erscheinung getreten, so Schmidt.

Ein Teil des Diebesgutes konnte den Eigentümern bereits zugeordnet werden, allerdings gibt es noch ein gutes Dutzend Dinge, von denen man die Besitzer nicht kennt, weswegen die Apoldaer Polizei unsere Zeitung um eine Veröffentlichung bat. Auch erwarten die Beamten in den nächsten Tag den Eingang weiterer Anzeigen, weil sich einige Betroffene erst melden, wenn sie merken, dass die Ermittlungen sehr energisch betrieben werden.

Dass man relativ schnell zum Erfolg kam, ist einerseits Hinweisen aus den Dörfern zu verdanken, andererseits der akribischen Arbeit der Ermittlergruppe, zu der neben Frank Schmidt auch Polizeihauptmeister Thomas Rösner, der Praktikant und Polizeikommissaranwärter Christian Möllers und der Kontaktbereichsbeamte, Polizeihauptmeister Norbert Borngräber, gehören.

Dass es bei den Ermittlungen oft auf Details ankommt, bestätigte sich wieder. So wurde bei der Hausdurchsuchung in Pfiffelbach unter anderem ein geleertes Wurstglas gefunden, dessen Etikettierung die Besitzer preisgab. Nicht ausgeschlossen werden kann, dass der derzeit arbeitslose Mann die Einbrüche verübt hat, um sich vom Erlös Drogen zu beschaffen. Selbst in dem Block, in dem er wohnte, verübte er offenbar Einbrüche.


Dirk Lorenz-Bauer / 25.02.12 / TA
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