FDP läuft Sturm gegen Machnigs geplante Chauffeur-Vergütung

  • Wirtschaftsminister Matthias Machnig hatte die Anhebung der Bezüge seines Chauffeurs u. a. mit der persönlichen Bindung begründet. Archivfoto: Jens-Ulrich Koch/dapd Wirtschaftsminister Matthias Machnig hatte die Anhebung der Bezüge seines Chauffeurs u. a. mit der persönlichen Bindung begründet. Archivfoto: Jens-Ulrich Koch/dapd
Die geplante Gehaltserhöhung des Cheffahrers von Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) erfährt heftigen Gegenwind aus dem Lager der FDP.
Erfurt. Die Thüringer FDP hat Pläne von Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) für eine Anhebung der Bezüge seines Chauffeurs scharf kritisiert. "Machnig bleibt für unseren Freistaat eine Peinlichkeit", sagte Generalsekretär Patrick Kurth am Sonntag. Der Durchlauferhitzer Machnig missbrauche Thüringen als persönliche Durchlaufstation.

Zuvor hatte die unsere Zeitung berichtet, dass Machnig prüfen lasse, Ministern zu erlauben, Zulagen von bis zu 500 Euro zu zahlen. Ein Sprecher sagte indes, dass lediglich die in den Ministerien geltende Zulagenregelung auch auf Cheffahrer ausgeweitet werden soll. Machnig hatte den Vorstoß mit der persönlichen Bindung sowie der Beschränkung der persönlichen Lebensplanung der Fahrer begründet.


16.01.12 / dapd/tag
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Kommentare
17.01.12 - 23:08
weniger wie normal
ja richtig OTTOnormalbürger.....
17.01.12 - 18:54
Mihlscher Jung
Ich bin froh dass wir so aufrechte und ehrliche Politiker wie Herrn Kurth haben! Er prangert Missstände an wo sie sind, unter rebelliert er auch gegen die geplante Umweltzone in Erfurt! Zum Glück sind die Thüringer Liberalen noch nicht vom Weg der Vernunft abgekommen - sie sind eine klare Stimme für die Interessen der Ottonormalbürger!
17.01.12 - 16:54
rain
@Frank Knüpp, Danke für die Blumen. Allerdings gebühren diese ebenso Ihnen und vielen anderen Kommentatoren. Sage ich mal ganz verlegen. Andererseits gibt es ja auch genügend Miseren, zu denen ein kurzer Kommentar deswegen paßt, weil einem oft die Worte ob der Absurdität fehlen. Die Machnig-Kurth-Posse ist dabei eine unter vielen und längst nicht die schrägste.
17.01.12 - 13:06
Frank Knüpp
Selbst wenn Herr Machnig ein aufgeblasener Wichtigtuer ist, der ständig mit dem Handy am Ohr durch die Landtagsflure läuft, um zu zeigen wie wichtig und unentbehrlich er ist und er von seinem Job soviel versteht, wie eine Kuh vom Eierlegen, sind die Herren Barth und Kurth die Letzten, die sich über schlechten Stil oder schlechte Arbeit aufregen können, denn außer hohlen Phrasen und Sprechblasen habe ich noch nichts Bemerkenswertes oder wirklich Konstruktives von den Herren vernommen. Also immer schön den Ball flach halten.
17.01.12 - 13:00
Frank Knüpp
@rain: Ich bin immer wieder fasziniert, wie treffend und pointiert Sie die ganze Misere in wenige Worte fassen können! Glückwunsch.
17.01.12 - 11:15
auch ein Geraer
Lustig diese 0% Partei, sich in den Berliner Ministerien die Sie zu verantworten haben die Posten zu schieben, aber wenn ein kleiner Angestellter vernünftig entlohnt werden soll die große Fresse haben. Politischer Dreck bleibt halt Dreck, auch wenn er im Anzug daher kommt.
17.01.12 - 09:55
rain
Eine Show für die Galerie von einem Mitglied jener Partei, die einst Hartz IV auf den Weg brachte. Auch der kritisierende Mann von der Splitterpartei sollte besser schweigen und sich vielmehr ein neues poltisches Zuhause nach der unmittelbar bevorstehenden Selbstauflösung seiner komischen Partei suchen. Ansonsten hat dieses Stück der Erfurter Kleinkunstbühne in etwa die Bedeutung des Sackes Reis in Peking.
16.01.12 - 21:25
Frank Knüpp
Ach mein lieber Herr Falk! Nicht immer gleich die OSSI- bzw. SOZIkeule rausholen, nur weil Menschen sich gegen ein politisches Niveau äußern, welches diese Bezeichnung lange nicht mehr verdient hat. Übrigens vermute ich, dass duie Fast Drei Prozent-Partei sich in Thüringen so wohl fühlt (abgesehen von der Regierungsbeteiligung natürlich) weil hier deren Traum vom Tagelöhner bei Billiglohn erfüllt hat. Wenn Herr Barth oder Kurth oder wie die ganzen "Proleten" (um ind eren Sprachgebrauch zu bleiben) die Diäten erhöht bekommen, krähen sie auch nicht danach, wo das Geld her kommt. Die sind doch alle gleich, manche eben gleicher. Gib einem Menschen Macht - und er mißbraucht sie!!! Alle korrupt ob CDU, FDP oder SPD, selbst die Grünen lassen sich schon von der Macht korrumpieren und tragen (z.B. unter Schröder) Entscheidungen mit, die eigentlich ihren ureigensten Interessen entgegenlaufen - nur um an der Macht beteiligt zu werden. Pfui Teufel - der ganze vorhandene Politikbetrieb ist einfach nur verlogen und zum Kotzen. Und am Abend gehen dann alle Abgeordneten fröhlich einen saufen...
16.01.12 - 15:12
Kutscher
Mein Beifall Herr Machnig! Nur durch solche Aktionen, wie eine eigenmächtige bessere Bezahlung seines Chauffeurs, kann man seine Glaubwürdigkeit z.B. bei der Mindeslohndebatte beweisen. Vielleicht lernen andere von Ihnen. Die FDP lernt es garantiert nicht, für die sind 5,50 Euro noch viel zu viel. Und Kraftfahrer können bei denen ja auch ohne Lohn fahren. Nach FDP-Denkweise sollen die froh sein, dass sie überhaupt einen Job haben, von Lohn war da nicht die Rede.
16.01.12 - 14:40
Alles Ablenkungsmanöver.
Und alle fallen mal wieder drauf rein und reihen sich ein in den Chor der Empörten.
16.01.12 - 10:44
Patrick
sehe ich auch so. herr kurth, wir haben doch freie marktwirtschaft oder? und wo bitte steht denn geschrieben, das ein chauffeur (der bis zu 16 h/ tag arbeitet) nicht soviel verdienen darf, wie ein professor an der uni (viele arbeiten dort nur ein paar stunden die woche) ?? oder sind sie vielleicht dafür das das reguliert wird? gute nacht fdp!! ;-)
16.01.12 - 10:35
Gabi
@ ralf.. interessanter artikel! sieht man mal wieder die verlogenheit und realitätsverweigerung der fdp. das haben schon lange auch die "besserverdienenden" erkannt, die wählen jetzt eher grün..
16.01.12 - 08:57
Ralf
für interessierte und herrn kurth!! http://www.zeit.de/2012/03/BMZ
16.01.12 - 08:36
Dieter Falk
Es steht Herrn Machnig doch frei, seinen Fahrer besser und "sozialer" zu entlohnen, als das die Tarifregelung vorsieht. Herr Machnig verdient doch auch nicht wenig, also kann er sozial gerechter ausgleichen. Aber erst wird von der SPD die schlechte Bezahlung von nicht hochqualifizierten eingeführt und dann als soziale Ungerechtigkeit angeprangert, wenn die Opposition es wagt, auf der Umsetzung bestehender Gesetze und Regeln zu beharren. Das ist so, als würde eine Mutter ihr Kind von Bord eines Schiffes werfen und dann rufen, Hilfe, wer rettet mein Kind. Kurz noch zu Mövenpick, die spenden schon seit Urzeiten an alle politischen Parteien, auch an die FDP. Nur wird der FDP das vorgeworfen. Manchmal glaube ich, der sozialistische Gedanke der DDR lebt immer noch stärker, als der Ruf nach Freiheit.
15.01.12 - 22:31
Merken sie was?
"Fernfahrer verdienen inzwischen nur noch EUR 1.200 im Monat und sind die ganze Woche unterwegs." a) Konkreter werden bitte. Brutto oder netto?, b) Spesen gibt es nicht mehr? und wenn a) und b) zutreffen --> c) Wer tut sich sowas an? Immer schön nach unten treten, gelle?
15.01.12 - 22:23
unglaublich!
Die Fast-Drei-Prozent-"Partei" hätte mal Sturm laufen sollen gegen Ihre unsäglich Lobby-Politik, für die sie als erste Amtshandlung den Quatsch mit der 7%-MWSt für Hotels einführte. Nach einer Mövenpick-Spende, wohlgemerkt. Wer ist hier korrupt!? Und dann der Niebel, erst Ministerium auflösen wollen, dann als Chef aufblasen. Schlimmer geht´s nimmer. Auf wiedersehen bzw. besser nicht ab den nächsten Wahlen!
15.01.12 - 20:23
Helle
Fernfahrer verdienen inzwischen nur noch EUR 1.200 im Monat und sind die ganze Woche unterwegs. Cheffahrer sollen EUR 500 im Monat Zulage bekommen und sind jeden Abend zu Hause. Läuft da nicht etwas schief oder zählt das Parteibuch positiv ?
15.01.12 - 20:00
Jena
Bäh dieser Artikel ist widerwärtig, erstens trennt er nicht zwischen der objektiven Darstellung, der Meinung der Redaktion und der Meinung der FDP. Zweitens wird sich ständig über das Lohnniveau in TH beschwert, nun sollen die sicher nicht gerade üppig bezahlten Fahrer mehr bekommen und schon wird man als Durchlauferhitzer betitel. Dunkeldeutschland lässt grüßen.
15.01.12 - 19:32
Erfurter
So einen Proleten hat Thüringen nicht als Wirtschaftsminister verdient!
15.01.12 - 19:16
Eisenacher
Herr Machnig ist eine Schande! Von Thüringen selbst hat er keine Ahnung, wie man an seiner verkorcksten Imagekampagne sieht! Die FDP sollte weiter diese Missstände anprangern, ebenso wie bei dem Wahnsinn mit der Umweltzone in Erfurt! Zum Glück hat Thüringen mit der hiesigen FDP eine Stimme für Marktwirtschaft und Vernunft! Kein Vergleich zum Bundespendant ;-) Weiter so, Herr Kurth! :)
 
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