OB Wolf lenkt ein: Eisenacher Burschentag findet 2013 doch statt

  • Kehrtwende nach ablehnenden Aussagen: Im Interview anlässlich des Neujahrsempfangs im Eisenacher Landestheater räumte Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) ein, es erscheine "im Rahmen der Möglichkeiten", dass "der Burschentag stattfindet". Foto: Norman Meißner Kehrtwende nach ablehnenden Aussagen: Im Interview anlässlich des Neujahrsempfangs im Eisenacher Landestheater räumte Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) ein, es erscheine "im Rahmen der Möglichkeiten", dass "der Burschentag stattfindet". Foto: Norman Meißner
Kehrtwende nach eher ablehnenden Aussagen: In einem öffentlichen Interview, anlässlich des Neujahrsempfangs im Eisenacher Landestheater, räumte Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) ein, es erscheine "im Rahmen der Möglichkeiten", dass "der Burschentag stattfindet".
Eisenach. Sie begründete dies mit dem "Burgfrieden", der nach dem Sonderburschentag 2012 zwischen liberalen und konservativen sowie rechtslastigen Verbindungen in der Deutschen Burschenschaft (DB) herrsche. Die Stadt wolle aber genau beobachten, wie es da weitergehe und notfalls deutlich machen, dass sie keine Gastfreundschaft mehr spende, sollte die DB noch weiter nach Rechts abdriften.

Wolf einst gegen "rechte Ausrichtung der Burschenschaft"

Im vergangenen Jahr hatte die OB gesagt, dass die Stadt juristisch prüfen lassen wolle, ob der DB die Halle als Tagungsort versagt werden kann. Darüber fiel im Interview nun kein Wort mehr. Zudem hatte Katja Wolf noch im Mai 2012 eine gemeinsame Erklärung mit Gewerkschaften, SPD und Grünen unterzeichnet und gegen die "offen rechte Ausrichtung der Deutschen Burschenschaft und ihren männerbündischen Charakter" protestiert.

Darin heißt es: "Für uns ist es unerträglich, dass für die wichtigste Veranstaltung dieses Bundes eine öffentliche Halle zur Verfügung steht. Die Stadt Eisenach muss prüfen, ob sie die Halle auch in Zukunft dafür zur Verfügung stellen will."

Nächster Termin für den Burschentag im Mai 

Die DB machte nach dem Sondertreffen 2012 im November deutlich, auch 2013 wieder einen Burschentag in Eisenach ausrichten zu wollen. Bei der Stadt vorgesprochen hat sie bislang nicht. Mit der DB besteht ein Vertrag über die Nutzung der Aßmannhalle, der bis Ende 2018 läuft. Nächster Termin für den Burschentag wäre vom 24. bis 26. Mai. Zwei Monate vorher müssen Absprachen getroffen werden, ist im Mietvertrag geregelt.


Rita Specht / 01.02.13 / TLZ
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Kommentare
04.02.13 - 11:20
Ralf Bender
Liebe OB Wolf. Von welchem Burgfrieden bei der DB reden sie denn? Alle rechtskonservativen Burschenschaften, die übrigens auch alle einen kulturellen Nationalismus vertreten, sind aus der DB ausgetreten, genau nach diesem Sonderburschentag. Da sind nur noch völkische Nationalisten über. Übrigens, wirklich liberale Burschenschaften gabs in der DB die letzten dreissig Jahre nicht mehr.
04.02.13 - 06:32
Wolfgang
Die Leute, welche hier so links argumentieren übersehen den Wirtschaftsfaktor. Diese Menschen bringen Geld in unsere Kassen, auch in die der Stadt. Oder wovon soll die Bettensteuer gezahlt werden, auch die Kneipen und Restaurants profitieren davon. Und um es gleich vorweg zu nehmen,wenn einige denken aus Glaubensgründen auf das Geld verzichten zu könnenso,so sei es, wieder andere benötigen jeden Zent.Die DB sind mir allemahl lieber als die Chaoten welche im letzten Jahr eine Gegendemonstration durchzogen und eine menge Müll und Kosten für den Polizeieinsatz hinterliesen. Der Verfassungsschutz sollte sich lieber um die fanatischen Islamisten kümmern, hier ist die Gefahr für unsere Kultur größer.
03.02.13 - 20:38
Schmissgesichter
Endlich eine Aufgabe für den Verfassungschutz hier mal seine Leute einzuschleußen und das braune Treiben näher zu beleuchten das diese Geheimbünde oder >>Untertanen<< nach einer Romanfigur auszeichnet.
01.02.13 - 14:41
Lieber ein Geschwür am After...
...als ein deutscher Burschenschaftler!
01.02.13 - 13:48
Guten Morgen
Mit den Burschenschaftern, die einst "für die Entstehung und Entwicklung der Demokratie in Deutschland Verdienste erworben haben", hat die jetzige bierselige TRachtengruppe nichts zu tun, egal ob sie sich nun als halb und oder ganz braun definiert. Willkommen im 21. Jahrhundert.
01.02.13 - 12:57
as
Die Linke -BMin Wolf nimmt nicht wahr, dass die Burschenschafter für die Entstehung und Entwicklung der Demokratie in Deutschland grösste Verdienste erworben haben. Dies zu Zeiten als noch feudalistische Verhältnisse herrschten ! Patriotismus und Rechtskonservative Ausrichtung sollte in einer Demokratie nicht als Verbrechen gebrandmarkt werden. Besonders nicht von Leuten die, wie der DGB, kriminellen Vereinigungen wie Rotfuchs, bestehend aus ehemaligen Stasi- Vernehmern, Räume zur Verfügung stellen.
01.02.13 - 12:50
Horst hessel
Grauenhafte Vorstellung,gebildete Menschen mit einer eignen Anschauung wollen sich nicht umerziehen lassen.
01.02.13 - 12:35
Schlichtbürger
Es gibt nichts, was es nicht gibt. Nicht der erste Fall, bei dem die OB ihre Meinung änderte - Südstadt, alle Maßnahmen der Haushaltssicherung, Tor zur Stadt, Stil der Beantwortung von Abfragen im Stadtrat usw.usw.
 
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