Umweltministerium baut Zusammenarbeit mit Kommunen beim Klimaschutz aus
Porträt
Die Städte und Gemeinden sollen beim Klimaschutz und der Energiewende stärker unterstützt werden. Archivfoto
Das Thüringer Umweltministerium wird künftig im Bereich des Klimaschutzes noch stärker mit den Thüringer Städten und Gemeinden zusammenarbeiten. Das vereinbarten heute Umweltminister Jürgen Reinholz und der Präsident des Thüringer Gemeinde- und Städtebundes, Michael Brychcy.
Erfurt. "Die Energiewende geschieht vor allem in den Kommunen. Ebenso sind es die Kommunen, die einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten können und schon leisten. Deshalb wollen wir die Städte und Gemeinden in ihrem Bemühen unterstützen sowie den Austausch und die Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden ausbauen", sagte Minister Reinholz. Der Umweltminister hat dem Präsidenten des Thüringer Gemeinde- und Städtebundes heute erste Vorschläge zur Zusammenarbeit unterbreitet. So soll mit einer "Kommunalen Klimaschutz-Tour" zu Thüringer Beispielkommunen die Zusammenarbeit der Gemeinden beim Klimaschutz ausgebaut und zur positiven Nachahmung angeregt werden. Ebenso unterstützt das Ministerium die Kommunen dabei, Energie einzusparen und effizienter einzusetzen. Kommunen und Landkreise, die dem European-Energy-Award (eea)-Prozess beitreten, sollen vom TMLFUN eine finanzielle Unterstützung erhalten.
Der eea ist ein Managementprozess, mit dessen Hilfe alle Energie- und Klimaschutzaktivitäten in Gemeinden betrachtet, überprüft, eingestuft und nach Prioritäten umgesetzt werden. Gegenwärtig nehmen am eea in Europa etwa 900 Kommunen, davon 227 in Deutschland, teil. In Thüringen hat bisher nur die Stadt Jena am eea teilgenommen und ist ausgezeichnet worden. Die Gemeinden werden bei ihrer Planung und Umsetzung von Energieeinsparaktivitäten von einem qualifizierten eea-Berater unterstützt. So können Kommunen ihre eigenen Klimaschutzkonzepte erstellen, den CO2-Ausstoß verringern, Energiekosten einsparen und die regionale Wertschöpfung erhöhen. Minister Reinholz kündigte an, dass es weitere Gespräche mit dem Thüringer Gemeinde- und Städtebund zu den Themen Klimaschutz und Energieeinsparung geben werde.