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Eklat bei Gedenkveranstaltung in Nordhausen

  • Während der Kranzniederlegung für die Opfer der Bombardierung an der Stele vor dem Rathaus in Nordhausen geht Roy Elbert, Stadtratsmitglied der NPD, gegen Oberbürgermeisterin Barbara Rinke vor, die ihm den Kranz, den die NPD Nordhausen niedergelegt hat, wiedergeben will. Foto: Roland Obst Während der Kranzniederlegung für die Opfer der Bombardierung an der Stele vor dem Rathaus in Nordhausen geht Roy Elbert, Stadtratsmitglied der NPD, gegen Oberbürgermeisterin Barbara Rinke vor, die ihm den Kranz, den die NPD Nordhausen niedergelegt hat, wiedergeben will. Foto: Roland Obst
Mit einer Veranstaltung an der Gedenkstele vor dem Nordhäuser Rathaus hat Dienstagmorgen die Stadt der Toten der Bombardierung vom 3. und 4. April vor 67 Jahren gedacht. Als Vertreter der NPD einen Kranz an der Stele niederlegten, gab es Unruhe und Unmutsäußerungen.
Nordhausen. Ein Schwerpunkt der Veranstaltung in diesem Jahr lag auch in der Ehrung jener, die Widerstand gegen den Nationalsozialismus leisteten. Zum Zeichen der Ehrung und des Gedenkens wurden weiße Rosen niederlegt, auch mit Blick auf die gleichnamige antifaschistische Widerstandsgruppe um Hans und Sophie Scholl.

Nordhäuserinnen und Nordhäuser, Vertreter der Parteien, Landtagsabgeordnete, Mitglieder von Vereinen und Verbänden sowie Bürgermeister und Landräte aus den Nachbarkreisen legten weiße Rosen an der Stele nieder. "Lassen Sie uns nun der Toten gedenken und mit jeder niedergelegten Rose Zeugnis ablegen für Menschlichkeit, Mitgefühl, aber auch für Courage und Mut", sagte Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke in ihrer Ansprache.

Als Vertreter der NPD einen Kranz an der Stele niederlegten, gab es Unruhe und Unmutsäußerungen aus Reihen der Veranstaltungsteilnehmer. "Die Situation drohte zu eskalieren. Die Würde der Toten, um deren Willen wir uns schließlich versammelt hatten, die Würde der gesamten Veranstaltung war in Gefahr. Das war unakzeptabel. Um eine Eskalation der Situation zu verhindern, habe ich wie angekündigt den Kranz der NPD genommen, um ihm den Vertretern der Partei zurückzugeben", sagte Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke . Darauf hin sei sie massiv verbal attackiert worden. Die Polizei musste einschreiten.

Rede von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke anlässlich der Gedenkveranstaltung zum 76. Jahrestag der Bombardierung der Stadt Nordhausen

"Wenn jeder wartet, bis der andere anfängt, werden die Boten der rächenden Nemesis unaufhaltsam näher und näher rücken, dann wird auch das letzte Opfer sinnlos in den Rachen des unersättlichen Dämons geworfen sein. Daher muß jeder einzelne seiner Verantwortung als Mitglied der christlichen und abendländischen Kultur bewußt... sich wehren, soviel er kann, arbeiten wider die Geißel der Menschheit, wider den Faschismus und jedes ihm ähnliche System des absoluten Staates. Leistet passiven Widerstand - Widerstand -, wo immer Ihr auch seid... ehe es zu spät ist..."

Mit diesen Worten aus dem 1. Flugblatt der jungen Menschen der Widerstandsbewegung "Weiße Rose" aus dem Sommer 1942 begrüße ich Sie zum diesjährigen Gedenken an die Zerstörung unserer Stadt am 3. und 4. April 1945. Vor nunmehr 67 Jahren verloren an diesen zwei Tagen Tausende Menschen ihr Leben im Bombenhagel. Nicht erst seit gestern wissen wir, dass die genaue Zahl der Opfer bisher nicht festzustellen war. Aber unser Gedenken gilt nicht historischen Statistiken, sondern es ist den Vielen gewidmet, die ihr Leben verloren. Unser ehrliches Gedenken wird der genauen Zahl, seien es nun 8800 oder 8790, keinen Abbruch tun. In diesem Jahr wollen wir mit der weißen Rose symbolisch auch jene ehren, die damals aufrecht und mutig ihr Leben lassen mussten, weil sie sich gegen die Unmenschlichkeit der Hitler-Diktatur auflehnten.

Die Weiße Rose war der Name einer christlich motivierten Widerstandsgruppe in München während der Zeit des Nationalsozialismus. Im Juni 1942 wurde die Gruppe gegründet und bestand bis zum Februar 1943. Die Mitglieder der Weißen Rose verfassten, druckten und verteilten unter Lebensgefahr insgesamt sechs Flugblätter, in denen zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus aufgerufen wurde. Mitglieder der Weißen Rose waren die beiden Geschwister Hans und Sophie Scholl sowie deren Kommilitonen Christoph Probst, Willi Graf und Alexander Schmorell und ihrem Professor Kurt Huber.

"Wenn jeder wartet, bis der andere anfängt...: Und nun, meine sehr geehrten Damen und Herren, schlage ich den Bogen in die Gegenwart. Viele Menschen in Deutschland, die Polizei, die Behörden, sie haben zu lange gewartet. Am Ende waren neun Menschen tot, die Stadt Köln wurde mit einem Nagelbombenattentat terrorisiert. Die Täter des Nationalsozialistischen Untergrunds waren bekennende Rechtsradikale. Zeichen auf ihr Treiben gab es im Vorfeld viele, Mahnungen auch - doch niemand wollte sie wahrhaben. Im Gegenteil: Stets wurde abgewiegelt, nein, ein politischer Hintergrund könne ausgeschlossen werden. Am Ende wurden Menschen zu Grabe getragen und täglich erreichen uns neue, unfassbare Details des Treibens dieser neuen Nationalsozialisten.

Auch die Gruppe um die Scholls hatte damals öffentlich gewarnt - aus Liebe zu Deutschland, als wahre deutsche Patrioten und als Humanisten. Sie hatten ihre Stimme erhoben und zur Feder gegriffen. Letztlich fielen sie dem Verrat zum Opfer - der Hörsaaldiener der Münchner Universität, Jakob Schmidt, denunzierte und lieferte sie damit den Henkern aus. Der Judas-Lohn: 3000 Reichsmark und die Beförderung vom Arbeiter zum Angestellten.

Die Aufrechten, es gab sie auch hier, in Nordhausen, in jenen finsteren Tagen des Nationalsozialismus: Sie hießen z. B. Dr. Kurt Isemann oder Emil Reichardt, es waren Curt Joedicke, Berta Gerlach und Ida Kelle - Namen, die leider kaum noch jemand kennt. Sie waren Nervenarzt, Hausmeister oder Hebammen - einfache Menschen, die allerdings Großes vollbrachten: Sie halfen mit, Menschen vor dem Tod zu retten, in dem sie ihrem eigenen moralischen Urteil vertrauten und damit erkannten, wo Unrecht geschah - und in der Endkonsequenz mutig handelten. Und es gab in Nordhausen auch jene, die ihre Menschlichkeit mit dem Leben zahlen mussten, weil sie sich für Bedrohte einsetzten.

Die ganze Familie Schierholz unterhielt freundschaftliche Beziehungen zu ihren Nachbarn, den jüdischen Familien Schwabe und Heilbrun, die nur einen Steinwurf entfernt eine große Pferdehandlung besaßen. In den Jahren des etablierten Nationalsozialismus wurden alle Juden drangsaliert und genötigt, ihren Besitz zu veräußern und Deutschland nach Möglichkeit zu verlassen, wobei ihnen ihr Vermögen fast vollständig abgenommen wurde. Louis Schierholz war ein Mann von liberaler, weltoffener Einstellung, der stets für Recht und Freiheit plädierte. Er stand zu seinen jüdischen Freunden auch in der kritischen Zeit ihrer Bedrängnis. Er half ihnen, das Gepäck zum Auswandererschiff zu transportieren, begleitete sie zur Abreise.

Die Quittung für eine solche demonstrative Hilfe für Juden folgte sofort nach seiner Rückkehr. Louis wurde kurz nach dem Pogrom vom November 1938, das er zweifellos mit Gästen des Lokals missbilligend besprochen hat, am 01.12.1938 verhaftet. Die Gestapo suchte seine Angehörigen auf und bedrohte auch diese mit Festnahme. Eine "Leserzuschrift" an die SS-Zeitschrift "Das schwarze Korps" hatte L o u i s denunziert. Er wurde als Nummer 462 im Block 43 des Konzentrationslagers Buchenwald, eingestuft als "ASR", gefangengehalten. Unter den unmenschlichen Lagerbedingungen blieb er bis zum 7. März 1940 dort. Die Nazis stuften ihn als so widerständig und unverbesserlich ein, dass sie ihn in das damals als besonders bösartig verschrieene KZ Mauthausen verlegten. Dort sollte er unter den Lagerbedingungen der Stufe III (das heißt: "Rückkehr unerwünscht") zerbrechen. Ein Naziführer aus Nordhausen soll sich für eine "Sonderbehandlung" des Häftlings Schierholz in Mauthausen eingesetzt haben!

Am 15. August 1940 wurde L o u i s als Häftling Nummer 14730 in einem schlechten körperlichen Zustand in das KZ der Kategorie II, Dachau, überstellt. Sein Zustand besserte sich dort nicht, er war schon lange nicht mehr arbeitsfähig und psychisch äußerst angegriffen. In diesem Zustand wurde er am 10. Juli 1941 seinen Angehörigen am Lagertor übergeben. Er ist nie wieder gesund geworden und starb an den Folgen der Lagerhaft am 10. Juli 1943 in Nordhausen. An dieser Stelle sei stellvertretend den Herren Gündel und Dr. Schröter gedankt, die das Schicksal der Opfer und das jener Mutiger für die Nachwelt zu Papier und damit vor dem Vergessen bewahrt haben.

Mit nunmehr 18 Stolpersteinen gehört Nordhausen zu jenen Städten in Deutschland, die auf diese Art und Weise Erinnerungsarbeit leistet. Diese Zahl soll über eines nicht hinwegtäuschen: Weil die Zeitzeugen - sofern sie das Grauen überhaupt überlebten - sterben, wird die Form des Erinnerns eine andere und schwierigere werden. Solche Rituale wie das Verlegen der Stolpersteine, aber auch die Jahrestage im ehemaligen Konzentrationslager "Dora" werden an Bedeutung gewinnen, gewinnen müssen, weil die Zeitzeugen nicht mehr leben. Ob das auch für das jährliche Gedenken an den Untergang unserer Stadt am 3. und 4. April 1945 gilt, wurde Montagabend in einem Forum in der Fachhochschule diskutiert. Vielleicht ist es an uns, neue Formen des Gedenkens zu finden, die auch die junge Generation, die Facebook-Generation, anspricht. Ich habe darauf noch keine Antwort gefunden. Doch in einem bin ich mir ganz sicher, im Mittelpunkt des Gedenkens müssen stets die Opfer stehen. Wir sind es jenen schuldig, die wie Louis Schierholz die Gabe der Mitmenschlichkeit mit ihrem Leben bezahlen mussten, wir sind es jenen 8800 Menschen schuldig, egal ob wir deren Namen kannten, oder den vielen, deren Namen wir noch nicht wissen. Lassen Sie uns nun der Toten gedenken und mit jeder niedergelegten Rose Zeugnis ablegen für Menschlichkeit, Mitgefühl, aber auch für Courage und Mut, allem und allen entgegenzutreten, die die Würde der Toten durch ihre Anwesenheit beschmutzen.

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03.04.12 / TA
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Kommentare
15.04.12 - 13:11
FranzNDH
Ach Sardi, wieso gleich so beleidigt? Wo schreibe ich denn solche Dinge? Textverständniss scheint nicht deine Stärke zu sein. :D Habe ich da etwa einen wunden Punkt getroffen? Würde mich nicht verwundern.
14.04.12 - 10:58
sardanapal
@FranzNDH Was heisst: Sie haben "im wahren Leben nichts zu melden"? Auch wenn Sie ein Sozialhilfeempfänger sind, dürfen Sie hier diskutieren und Ihre Meinung äußern. Wenn Sie meinen, dass ein Sozialhilfeempfänger hier diskutieren nicht darf, oder in Diskussion deswegen benachteilgt werden soll, dann ist es schon Sozialdarwinismus. Und Sozialdarwinismus ist praktisch ein wichtigstes Teil des s.g. "rechtes Gedankengutes" und zwar der radikalsten Art, radikaler kann man kaum sein (Die Redaktion löscht aber oft die Kommentars mit Begründung "wegen rechtes Gedankengut" – vielleicht, weil sie nach ihrer Meinung nicht genug rechtsradikal (bis zum Sozialdarwinismus) sind). Sie dürfen also Ihre Meinung hier ruhig äußern, Sie werden nicht nach Ihrer sozialen Lage, der Höhe und Quelle Ihrer Einkommen gefragt. Es scheint aber, dass Sie keine Meinung haben, dann ist es schon ganz anderes Problem.
13.04.12 - 12:53
FranzNDH
Die Sardine hat im wahren Leben nichts zu melden, da trumpft sie im WWW groß auf, zumindest wird das versucht, merkt allerdings nicht, wie sehr sie sich zum Brot macht. Politische Unwissenheit, rechtslastig wirre Aussagen, gepaart mit dem Drang, gehört zu werden ist eine sehr seltsame Kombination, die in diesem Fall ins lächerliche abdriftet.
12.04.12 - 23:02
sardanapal
Für einige ist es nicht so leicht zu begreifen, sehe ich. Ich versuche es aber zu erklären. Es wurde empfohlen, gegen diese Frau Rinke gerichtlich vorgehen. Wie es ausgehen kann, weiß ich jetzt nicht. Sollte der NPDler die von OB niedergelegte weiße Rose entfernen – wurde er sofort festgenommen und, keine Zweifel, wäre auch hart bestraft. Sollte es einen politisch neutraler Fall sein, wäre der Täter höchstwahrscheinlich auch bestraft. Hier ist aber ein anderer Fall. Wie es mir schon Erfahrung sagt, wir haben in BRD so eine Art von Demokratie, wo gegen Opposition alles erlaubt ist. Deswegen bin ich skeptisch über dieser Justiz. Und nicht nur deswegen. Außer Gesetz gibt es auch Sitten und Tabus, die gar nicht vom Justiz kommen, sondern eher umgekehrt: Justiz muss sich auf diesen basieren. Die schlaue unsere Schurken-"Demokraten" "vergessen" immer, dass das Gesetz (auch Deutschlands Grundgesetz) nicht für die Gerichte geschrieben wird, sondern für die Bürger. Das heißt: wenn klauen verboten ist, dann der Dieb ist ein Dieb, wenn es auch keiner ihn angezeigt hatte, dass er geklaut hat. Genau so die Frau Rinke – ihre Aktion war viel zu offensichtlich katastrophal, unabhängig davon, was dazu Justiz sagt. Das Problem ist, dass wir nicht nur eine solche Frau Rinke haben, sondern sehr viel und immer mehr. "Der Verrat wird gut bezahlt"(c). Und das ist gefährlich: die Ruhe und Ordnung herrschen in der Gesellschaft nur dann, wann alle Bürger sich im Rahmen des Gesetzes (auch Sitten-Gesetzes, nicht unbedingt juristisches) halten. Es gibt asoziale Menschen überall, in normaler Gesellschaft gibt es solche nicht viel, 1-2% Marginale, mit denen sich Justiz beschäftigt. Gefährlich ist, wenn die Anzahl der Menschen, die Gesetze nicht anhält, steigt. Besonders, wenn es von der Politiker, OB, geistlichen (angeblich) Personen kommt (bei uns: Ramelow, "Pfarrer" König, OB von Dresden, Gera und Nordhausen), dann steigt dieser Nigilismus (ein Termin von Dostojewski, weiß ich nicht, wie es auf Deutsch ist), die Abneigung von Sitten und Gesetze, an. Und dann, wenn schon 20-30% der Bevölkerung zu Nigilisten geworden sind, dann schafft es keine Justiz, die Ordnung zu verschaffen. Denn es macht jeder Nigilist äußerst nicht viel: der geraer OB hat ein bisschen gelogen, der Bodo Ramelow hat ein bisschen randaliert, der "Pfarrer" König hat das alles gesegnet, die Frau Rinke hat bloß ein Paar (8800 genauer) Toten verunglimpft... Und alle zusammen haben sie es geschafft: die Ordnung zerstört, am Ende bedroht ein Bürgerkrieg..
12.04.12 - 19:48
rain
"Schön", daß der Kommentarbereich hier langsam zum NPD-Seminar verkommt. Auch sollte mal gecheckt werden, ob die letzten beiden Sätze im Beitrag 11.04.12 - 16:03 von sardanapal nicht einen mittelbaren Mordaufruf darstellen. Mal sehen, was passiert, wenn ich die hier geäußerte Ideologie als das bezeichne, was sie ist: tiefb.... Schei*e.
11.04.12 - 16:03
sardanapal
Ah, Justiz.. Ein Volk kann nur so gerechte Justiz haben, wie es selber gerecht ist. Im Jahre 1919 baute Lev Trozky (der ein gottloser Jude war) in einer kleiner russischen Stadt ein Denkmal dem Judas, „dem ersten Kämpfer gegen Christentum“. Die Bürger suchten keine Hilfe bei Justiz (die übrigens von bolschewiken abgeschafft wurde), das Denkmal überlebte keinen Tag – es wurde in der erste Nacht zerstört. Weil der Geist des Volkes noch lebte und das Volk voll im Zustande war, das Verbrechen gegen seine Sitten nicht zu zulassen. In etwa 10 Jahren, als die Bolschewiken millionen Besten umgebracht hatte, auch millionen in die KZ eingeschlossen haben, nur dann konnten sie dem Volke den Rücken brechen, seitdem und bisher können die Mächte in Russland selbst dem Teufel ein Denkmal ruhig stellen. Tschetschenisches Volk, z.B., erlaubt so was nicht! Das Resultat: das kleine tschetschenische Volk hat die „Weltmacht“ Russland im Krieg Ende XX Jahrhundert besiegt! Ich denke mal, sollte so eine Frau Rinke in Tschetschenien sowas versuchen zu tun, was konnte dann passieren? Nein, das ist unvorstellbar – weil jeder weiß, dass nach so einem Verbrechen in Tschetschenien diese Frau kaum eine halbe Stunde am Leben bleibt. Und die liberalste Zeitung schreibt dann etwa so: „Es tut uns sehr leid, dass so etwas passierte, sie war aber selber Schuld“, was schreiben weniger liberale Zeitungen, können sie es versuchen sich zu vorstellen.
10.04.12 - 12:17
RGL-NDH
@sardanapal Nicht so aufregen! Hier ist sowieso nicht der Ort, aus dem Nähkästchen zu plaudern. Nach Worten müssen Taten folgen, sonst ändert sich hier nichts. Also dann.. MFG RGL-NDH
10.04.12 - 08:13
RGL-NDH
@sardnapal Ich bin der Meinung, dass man sich von geistigen Niederungen und schriftlichen Flätigkeiten des politischen Gegenübers nicht provozieren lassen sollte, gleichwohl ich hier bemerken muss, dass man sich nicht alles gefallen lassen kann und muß. Der politische Gegner schreibt hier z.B. dass der Herr/Kamerad Elbert mal einen Friseur aufsuchen sollte. Diese schriftliche Äußerung zeigt die absolute Intollerranz und das äußerst niedere Gedankengut dieser Klientel. Selbsverständlich hat die OB Rinke sich strafbar gemacht, indem sie einen Gedenkkranz von der Steele in NDH entfernt hat. Dafür ist sie nach Paragraph 168 Abs. 2 und 3 zu bestrafen. Eine Anzeige wegen der Störung der Totenruhe wird in den nächsten Tagen bei der Staatsanwaltschaft Mühlhausen eingehen. Inwieweit die BRD Justiz diese auf rechtlichen Wege zulässt und oder unter den berühmten Tisch fallen lässt, bleibt abzuwarten. Fest steht, dass ich in Zukunft keine roten Gedenkkränze mehr in NDH zulassen und diese Umweltgerecht entsorgen werde. Vierzig Jahre Stacheldraht und Mienenfelder sind genug!
06.04.12 - 16:23
sardanapal
Was sagt die Gegenseite (Elbert) : "Als ich beobachten mußte, wie Frau Rinke den Kranz entfernte, versuchte ich den nächstmöglichen Polizeibeamten zu erreichen, um Anzeige gegen sie zu erstatten. Frau Rinke stellte sich mir trotz Gehhilfen entgegen und versuchte mich am Vorbeikommen zu hindern. Der Vorwurf des tätlichen Angriffs ist dabei vollkommen haltlos und wird allein durch das Videomaterial der anwesenden Presse entkräftet. Nachdem sich der Polizeibeamte weigerte, meine Anzeige entgegenzunehmen und anfing mich abzudrängen, kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung, infolgedessen sich mehrere Polizeibeamten auf mich stürzten und vollkommen unnötig und unangemessen aus der Menge entfernten."(Ende des Zitats). Na gut, dachte ich, so kritiklos darf man auch diese Worte nicht annehmen, da er eine beteiligte Person ist. Dann suchte ich auf youtube das Video: http://www.youtube.com/watch?v=NZ4k2cKV2M4 – Und da sieht man deutlich, dass Herr Ebert RECHT HAT! Also, die Frau Barbara Rinke, die ganze Propaganda-Presse inklusiv TA, das alles leider und nicht ersten Mal lügen (und die TA hat keine Angst vor "juristischer Verantwortung"!!!). Auf dem Video sieht man klar, dass: der später festgenommene Roy Elbert gehebehindert ist (das hat TA vergessen zu erwähnen); Herr Elbert versucht mit aller Mühe an Bürgermeisterin vorbei zu gehen und sie ihm stört (und nicht umgekehrt, wie es die "freie Presse" darstellen wollte); und junge Leute mit bunten Regenschirmen die Veranstaltung stören.
06.04.12 - 12:11
sardanapal
Dank großem Aufmerksam, das die TA diesem Eklat geschenkt hatte, musste ich auch mit Zeit nehmen, um diesen Fall genauer zu untersuchen. Meine Damen und Herren! In Wirklichkeit war es noch schlimmer, als ich gedacht habe! Schauen Sie selber an. [Anmerkung der Redaktion: Vergleich, der gegen die Allgemeinen Nutzungsbedingungen verstößt, gelöscht]
05.04.12 - 15:16
sardanapal
@Asarhaddon Erstens, ich habe mit Ihnen keine Schweine gehütet, deswegen bitte, seien Sie anständig. Zweitens, stellen Sie sich vor: Sie legen einen Kranz nieder (beim Grab oder Denkmal, für Opfer, Ihrer Ureltern, Ihrer Angehörigen oder Freunde), und gleich kommt eine Frau, nimmt Ihren Kranz und schleppt ihn weg... Der erste und absolut logische Gedanke ist: "die Frau ist irrsinnig". Welche können A­lternative dem sein? Das es keine Frau, sondern ein Teufel ist..? Ich bin aber kein Mensch, der glaubt, dass die Teufel einfach so unter uns leben und sogar Bürgermeister sein können.
05.04.12 - 14:53
sardanapal
Eigentlich, die beiden Seiten zeigten ihre Gesichte. Und diese Gesichte sind sehr unterschiedlich: [Anmerkung der Redaktion: Rechtes Gedankengut entfernt] (trotz allen Provokationen mit weißen Rosen, bunten Regenschirmen usw, blieben sie kuhl und sachlich - sie wollten bloß die Opfer gedenken, nichts mehr), das Gesicht der Gegenseite - schreklich, unmenschlich, teuflisch (diese haben planmäßig provoziert, sie wollten nur einen Skandal). Gut, dass TA dem schon vier Artikel gewidmet hat: die Bürger sollen es wissen. Schließlich, ist dieses Jahr schonwieder eine Wahl.
05.04.12 - 12:59
Ideologiefreiheit!
Die Reaktion der Frau Bürgermeisterin ist meines erachtens höchst unangemessen!!! Es sollte doch wohl jedem gestattet sein, einen Kranz zum Gedenken an die Opfer Nordhausens niederzulegen, unabhängig ideologischer Gesinnung der Personen. Schließlich leben wir angeblich in einer Demokratie, in welcher die Meinungsfreiheit hoch geachtet werde. Aber, naja. Vielleicht wird jetzt einer der höheren Parteiangehörigen auf die Frau Bürgermeisterin aufmerksam und sie ist möglicherweise ihrem Karriereziel etwas näher gekommen.
04.04.12 - 17:09
nerz
Die Frau OB,die ganzen widerlichen "trauernden" Heuchler!! Nichts und niemand verbindet diese Klientel mit den Opfern!Nichts von dem ,,was diese erleiden mußten sollte als Kulisse dienen für politische Eitelkeiten im Einzelnen oder für ganze Gruppen.Es ist doch auch eine feine Sache mit politisch Mißliebigen von der eigenen Unfähigkeit abzulenken.Eine Politik mit dem Bürger und für den Bürger würde der braunen Brut in kürzester Zeit den Boden unter den Füßen wegziehen!Aber wer von diesen Nieten in Nadelstreifen will schon für den Bürger und mit dem Bürger arbeiten!!??
04.04.12 - 16:44
Asarhaddon
@sardanapal Mein Junge! Du scheinst dich wirklich gut auszukennen. Vielleicht steht dir ja noch ein Karriere als Neurologe bevor? Ich empfehle dir einen Besuch des Orakels zu Delphi um Dich zu erkennen.
04.04.12 - 16:14
samira
Der Bürgermeisterin muss man Mut attestieren, so etwas ist Gesicht zeigen gegen Rechtsextremismus und sollte auch als solches lobend benannt werden! Zeigt aber wie sicher die Damen und Herren der NPD sich fühlen, dass kann einem schon Angst machen!
04.04.12 - 16:05
sardanapal
@Redaktion Keine Beleidigung! Was ich schreibe, widerspricht dem GG nicht. Also, Sie sollen sich keine Sorge um Ihre juristische Verantwortung machen! Das war ein Versuch, diese arme Frau zu entschuldigen. Ich bin nicht mehr jung, ich habe vieles gesehen: Eklaten und Verbrechen, Morde und Morder.. [Anmerkung der Redaktion: Rechtes Gedankengut und Beleidigung entfernt]
04.04.12 - 14:22
thomas
@ sardanapal: du bist krank, und ich glaub auch unheilbar
04.04.12 - 14:14
sardanapal
@Redaktion Keine Beleidigung! Das war ein Versuch, diese arme Frau zu entschuldigen. Ich bin nicht mehr jung, ich habe vieles gesehen: Eklaten und Verbrechen, Morde und Morder.. [Anmerkung der Redaktion: Rechtes Gedankengut sowie Beleidigung entfernt.]
04.04.12 - 13:45
Stefan
Eine "echte" Heldentat war das. Wie im Kindergarten. Herrlich. So was soll Zivilcourage sein. Ich hoffe solche Leute helfen mal heutigen Opfern von Gewalt, aber da wird ja lieber weggesehen. Die Mehrzahl der Anwesenden war wahrscheinlich noch nicht geboren als die Stadt zerstört wurde. Die Trauer gehört denen die es erlebt haben. Die anderen rechts wie links betreiben einen Kult um sich selbst zu inszenieren.
04.04.12 - 13:32
KarstenSDH
Peterchen und der Horst kommen natürlich bei diesen Themen aus den Löchern gekrochen und lassen ihre braungefärbten Schlechtmenschergüsse heraus.Das derart antiquiere Meinungen immer noch in Deutschland zum tragen kommen zeigt, wie verblendet manche Menschen zu sein scheinen.
04.04.12 - 13:22
thomas
"die toten wiederstandskämpfer sind mir egal" allein die aussage von herr Elbert sagt ja schon einiges aus....
04.04.12 - 13:15
Schanipp
Und wie sieht dieser Typ von der NPD überhaupt aus? Gibt es in Nordhausen keinen vernünftigen Friseur mehr?
04.04.12 - 10:36
Peter Pan
Toten zu gedenken ist wohl das Recht eines jeden Menschen. Wenn es sich dann auch noch um unschuldige Zivilisten handelt die auch noch kurz vor Kriegsende von alliierten Terrorfliegern ermordet wurden kann man die doch nicht für den Krieg mitverantwortlich machen. Es gab keinen Grund in dieser Phase des Krieges eine Stadt noch in Schutt und Asche zu legen,nur diese Frage wird von den heute Herrschenden natürlich nicht gestellt.Das eine OB die einer Partei angehört die einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien mitzuverantworten hat ist nicht weiter verwunderlich in diesem Staat der den Bombenterror gegen Deutschland rechtfertigt.
04.04.12 - 10:02
Horst Hessel
Also dürfen nur die den unschuldigen Opfern gedenken die den sogennannten "Befreiern" huldigen die diese Stadt erst in Schutt und Asche gelegt haben oder wie Das unsere etablierten Politiker auch schon bestimmen wollen wer den Toten gedenken darf und wer nicht ist der Gipfel der Heuchelei.Die Verbrechen der USA in Vietnam,Irak und Afghanistan berühren sie nicht weil sie uns ja angeblich 1945 "befreit" haben.
04.04.12 - 08:31
thomas
"Es gibt Morde, die man verstehen kann, so was aber, was diese OB macht, ist nicht zu verstehen" ich glaube Sardanapal hat keinen kopf, zumindest ist da nichts drin
03.04.12 - 23:50
sardanapal
[Anmerkung der Redaktion: Der Kommentar wurde wegen Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen (Punkt 6.1) gelöscht. Bitte diskutieren Sie sachlich.
03.04.12 - 20:58
Geraer
Den Kopf einsetzen, gute Sache, nur sollten sie ihren des öfteren auch nutzen, "werter" Sardanapal. Also schön weiter die Deutsche Stimme lesen und Verblenden lassen.
03.04.12 - 19:50
sardanapal
[Anmerkung der Redaktion: Der Kommentar wurde wegen Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen (Punkt 6.1) gelöscht. Bitte diskutieren Sie sachlich.]
03.04.12 - 19:28
KarstenNDH
Sardanapal ist für seine verqueren Ansichten bekannt, bezeichnet die NPD als einzige Opposition und sieht in ihnen die Urdemokraten schlechthin. Von dem sind solche Kommentare zu erwarten, er will auffallen, mehr nicht. Hut ab für die Bürgermeisterin, in einer solchen Situation so zu handeln. Das die Schlechmenschen solche Gedenktage für ihre absurden Ansichten missbrauchen, darf nicht zur Normaltät werden.
03.04.12 - 19:19
NDHler
@ sardanapalWir werden in Nordhausen niemals dulden, dass Nazis sich an einer solchen Gedenkfeier beteiligen. Diejenigen, welche Hitler & Co. verherrlichen haben nicht begriffen, wer für das was im April 1945 in Nordhausen geschehen ist mit verantwortlich ist es sind DIE NAZIS!!! Sie waren es die den II. Weltkrieg angezettelt haben und so unendlich viel Leid über die Völker Europas gebracht haben. Sie haben keinen Respekt vor den Opfern! Niemals werden wir in Nordhausen Nazikränze dulden! Merkt euch das! Sie sind in Nordhausen UNERWÜNSCHT!!!! Was unsere Oberbürgermeisterin da getan hat verdien allerhöchsten Respekt und 99,99% aller Nordhäuser stehen hinter ihr!
03.04.12 - 16:54
sardanapal
"Lassen Sie uns nun der Toten gedenken...", sagt die OB. Und, als einer das machte, iniziert sie einen Skandal... [Anmerkung der Redaktion: Beleidigung entfernt]
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