FC Rot-Weiß will (und muss) in Darmstadt siegen

  • Der Top-Torjäger des FC Rot-Weiß Erfurt Marcel Reichwein will in Darmstadt wieder treffen. Foto: Frank Steinhorst Der Top-Torjäger des FC Rot-Weiß Erfurt Marcel Reichwein will in Darmstadt wieder treffen. Foto: Frank Steinhorst
Fünf Punkte beträgt der Abstand für den FC Rot-Weiß Erfurt auf den Tabellendritten Chemnitzer FC. Mit einem Sieg im Nachholspiel am Mittwoch beim SV Darmstadt 98 wollen die Erfurter diesen auf zwei Zähler verkürzen.
Erfurt. Einen Taschenrechner brauchen beide Kontrahenten morgen Abend nicht. Kopfrechnen reicht aus. Für Gastgeber Darmstadt 98 sind es noch vier Punkte bis zu den Abstiegsrängen. Für Rot-Weiß Erfurt gar fünf bis zum Relegationsplatz drei. "Es zählt nur ein Sieg", sagt Stefan Emmerling. Es steht ein packendes Duell bevor.

Jetzt, da die Thüringer ihre Zurückhaltung in Sachen Aufstieg aufgegeben haben, wird jedes Spiel zum Endspiel. "24 Punkte", so Emmerling, "sind noch zu vergeben. In der Verfolgerrolle, in der wir jetzt sind, darf man sich keine Ausrutscher erlauben." Als solchen wird man deshalb auch das jüngste 1:1 bei Wacker Burghausen betrachten. Emmerling: "Wir waren selbstkritisch genug, dass wir nach unserer frühen Führung dort zu wenig gezeigt haben." Seine Forderung für das Darmstadt-Spiel ist deshalb unmissverständlich: "Wir müssen besser gegen den Ball arbeiten, müssen auch mehr die zweiten Bälle gewinnen."

Vor allem die Angreifer sollen wieder besser in Szene gesetzt werden, als in Burghausen. Marcel Reichwein, dem im Spiel zuvor gegen Sandhausen vier Tore gelangen, gab zu: "In Burghausen war bei mir das Glück ein wenig abhanden gekommen. Ich hoffe, das dreht sich jetzt in Darmstadt." Nein, die Torjägerkrone der Liga ist nicht sein Ziel. "Wenn es klappt, ist es gut. Wenn nicht, dann nicht. Für mich zählt nur der Erfolg der Mannschaft." Von dem wird er auch abhängig machen, ob er über die Saison hinaus beim FC Rot-Weiß Erfurt bleiben wird.

Stark aber spielt das Duo Reichwein und Smail Morabit im Jahre 2012 schon. 13 Treffer (sieben davon Reichwein) brachten beide auf ihr Konto. Und auch die rot-weiße Bilanz mit vier Siegen, vier Remis und einer Niederlage kann sich sehen lassen. In Darmstadt soll auf keinen Fall eine zweite Pleite dazu kommen. "Man kann schon von einer Konstanz bei uns sprechen", sagt Emmerling, der aber vor den heimstarken Hessen warnt: "Die haben zu Hause 26 Punkte geholt und zuletzt Heidenheim besiegt. Wir müssen dort hellwach sein."

Personell bangt der Trainer noch auf die Einsätze von Bernd Rauw (Schlag auf den Rücken) und Phil Ofosu-Ayeh (Schlag auf das Sprunggelenk). Das Ziel für Mittwochabend aber bleibt so oder bestehen: "Wir werden alles versuchen den Sieg zu holen", sagt Emmerling.

Die mögliche Aufstellung Rot-Weiß Erfurt: Sponsel - Ofosu-Ayeh, Oumari, Rauw (Bertram), Caillas - Manno, Pfingsten-Reddig, Engelhardt, Drexler - Morabit, Reichwein.


Thomas Czekalla / 27.03.12 / TLZ
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Kommentare
28.03.12 - 11:14
Zeitungsleser
Wer hat es denn nun am Rücken? Rauw oder Morabit?
 
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