Kleingärten ganzheitlich sehen

Jena. Die nächste Stadtratssitzung wird zur Kleingartenversammlung. Die Zahl der zum Thema "Jenaer Kleingartenwesen" angemeldeten Tagesordnungspunkte steigt mittlerweile fast täglich.

Die letzte Stadtratssitzung vor der Oberbürgermeisterwahl wächst und gedeiht am Mittwoch, 28. März. Auch die Fraktionen "Die Linke" und "Bürger für Jena" wollen einen Kleingarten-Beschluss auf die Tagesordnung setzen, dies haben sie gestern der OTZ mitgeteilt.

"Jena braucht ein Gesamtkonzept", sagt Linkspartei-Stadträtin und OB-Kandidatin Gudrun Lukin . Bevor in Gartenanlagen eingegriffen werde, müssen das Klimaschutzkonzept und das Gartennutzungskonzept der Stadt Jena vorliegen. Gerade Fragen des Stadtklimas seien bisher viel zu wenig berücksichtig worden.

Bis die beiden Konzepte vorliegen, müssten alle Baupläne ausgesetzt werden. Dies könne den Kleingärtner am Jenzig und in anderen Sparten Gewissheit geben, dass ihre grünen Oasen kurzfristig nicht in Bauland umgewandelt werden.

Jürgen Haschke (Bürger für Jena) kann sich schwerlich vorstellen, dass der Jenzighang tatsächlich mit Häusern bebaut wird. "Auf den grünen Hang schaut die halbe Stadt und er gehört zu einem Jenaer Wunder", sagt Haschke. Im Beschlussantrag ist weiter vorgesehen, dass der Oberbürgermeister dem Stadtrat bis Oktober 2012 ein Konzept vorstellt, wo denn sinnvollerweise Wohnbaugebiete erschlossen werden sollten. Nach den Worten Gudrun Lukins sei auch eine Symbiose mit den weiteren für den Stadtrat vorgesehenen Kleingarten-Beschlüssen möglich. Bei der von der CDU vorgeschlagenen Zusammensetzung des Kleingartenbeirates sehe sie Verbesserungsbedarf. Die Stadt Jena sei nicht der alleinige Verpächter von Gartenland.


Thomas Beier / 14.03.12 / otz
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