Warnstreik von GEW, Verdi und Beamtenbund. 350 Menschen nahmen an der einstündigen Kundgebung auf dem Museumsplatz in Gera am Mittag des 3. März 2011 teil. Foto: Uwe Müller
450 Beschäftigte aus dem öffentlichen Dienst versammelten sich am Donnerstag in Gera und Jena, um ihren Forderungen nach höheren Löhnen und Gehältern Nachdruck zu verleihen.
Gera/Jena. Zwei Schichten der Autobahnmeisterei Hermsdorf waren um 6 Uhr in einen Warnstreik getreten. Mit jeweils zwei Mitarbeitern wurde nur ein Notdienst abgesichert. Durch kurzzeitige Arbeitsniederlegungen kam es auch zu Unterrichtsausfällen an Schulen. Zu den Protesten hatten die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Deutsche Beamtenbund aufgerufen. In Gera versammelten sich am Mittag 350 Lehrer, Mitarbeiter der Autobahnmeisterei und aus weiteren Landesbehörden zu einem einstündigen Warnstreik. Sie kritisierten, dass die Arbeitgeberseite vor der letzten Verhandlungsrunde, die nächste Woche in Potsdam stattfindet, noch kein akzeptables Verhandlungsangebot auf den Tisch gelegt habe. "Dabei sprudeln die Steuereinnahmen kräftiger als erwartet", so Wolf-Dieter Albrecht vom Beamtenbund. Die Gewerkschaften verlangen, dass alle Beschäftigten monatlich 50 Euro mehr erhalten sowie weiterhin eine lineare Erhöhung der Löhne und Gehälter um drei Prozent. Mit dem Sockelbetrag von 50 Euro sollen vor allem die unteren Tarifgruppen gestärkt werden, so Verdi-Bezirksgeschäftsführerin Bettina Penz.
Rund 100 Beschäftige von Universität, Fachhochschule und allgemeinbildenden Schulen waren in Jena dem Streikaufruf auf den Ernst-Abbe-Platz gefolgt. Torsten Wolf, Landesvorsitzender der GEW, lässt das Argument der Arbeitgeber, dass die Kassenlage keine Tariferhöhung hergebe, nicht gelten. "Wir haben drei große Steuersenkungen erlebt. Der Staat ist also selbst schuld, wenn er angeblich kein Geld hat", sagte Wolf. In der Stadt Jena ist die Kaufkraft ganz wesentlich vom öffentlichen Dienst abhängig. Rund 10 000 Menschen arbeiten in Einrichtungen, die zum Landesdienst gehören. Für Dienstag, 8. März, 16 Uhr, haben die Gewerkschaften zu einer landesweiten Protestkundgebung nach Erfurt auf den Fischmarkt aufgerufen.
Warum sollte die Gier und der Egoismus vor der Beamtenschaft halt machen. Scheuklappen haben früher nur die Arbeitspferde aufgesetzt bekommen, heute verfügen die Amtsschimmel über dieses Accessoir welches offenbar auch die Zugkraft mindert.
03.03.11 - 23:59
ichverstehdasnicht
die Streikenden sollen sich mal im sogenannten "Niedriglohnsektor" umschauen. Im Gegensatz zu denen gehts euch doch prima...naja wahrscheinlich zuviel Langeweile oder wieder so ein "Ich demonstrier mal a la Stuttgart 21 Hype"...schämt euch
03.03.11 - 22:31
Bernd
Meine Eltern sind Lehrer und die meinten nur: "Die solln sich schämen!"