Weber unterschrieb Intendantenvertrag am DNT

  • Wessen Tinte trocknet schneller: Hasko Weber (links) und DNT-Aufsichtsratsvorsitzender Christoph Matschie unterschrieben Mittwochnachmittag den Intendantenvertrag. Foto: Maik Schuck Wessen Tinte trocknet schneller: Hasko Weber (links) und DNT-Aufsichtsratsvorsitzender Christoph Matschie unterschrieben Mittwochnachmittag den Intendantenvertrag. Foto: Maik Schuck
Von 2013 bis 2018 heißt der Intendant des Deutschen Nationaltheaters Weimar Hasko Weber. Darauf gab es heute Brief und Siegel.
Weimar. "Das wird sehr kompliziert", sagt Hasko Weber, designierter DNT-Generalintendant, mit Blick auf die bauliche Situation seines Hauses - in Stuttgart. Dort muss Weber mit seinem Ensemble aus dem frisch sanierten Staatsschauspiel wieder ausziehen, weil erhebliche Baumängel festgestellt wurden, und mindestens bis zum Sommer in einem Zelt spielen. Ob ihm diese Zwangslage seine letzte Saison in der Schwabenmetropole verhagelt, weiß er noch nicht.

Sicher ist nur: Im Sommer 2013 sagt Weber seinen Stuttgarter Fans Valet und kommt nach Weimar. Am Dienstag haben er und der DNT-Aufsichtsratsvorsitzende Christoph Matschie den Fünf-Jahres-Vertrag unterschrieben. Er fühle sich wohl in der Stadt und am Hause, führe bereits Gespräche mit potenziellen Partnern und werde im Sommer erste grundsätzliche Gedanken zur künftigen Entwicklung des DNT äußern, sagte Weber. Tiefer ließ er sich noch nicht in die Karten schauen.

Über eine optionale Kunstfest-Intendanz wird noch verhandelt, nur eine Sommerbespielung des DNT scheint so gut wie verabredet. Auf Nachfrage unserer Zeitung deutete Weber an, dass es als Urlaubsausgleich für die Belegschaft dann längere Schließzeiten im Winter geben müsse - ähnlich wie in Erfurt wegen des Domstufen-Einsatzes von Ensemble, Orchester und Verwaltungsteam. Die Vertreter der Theaterträger, Kulturminister Matschie und Oberbürgermeister Stefan Wolf (beide SPD), nannte Weber "Partner"; über die Finanzierung des DNT muss er sich jedenfalls keine Sorgen machen und angesichts der prekären Probleme andernorts empfinde er die Lage fürs Weimarer Drei-Sparten-Theater "als sehr gesichert". So schaut er nach vorn, will "den Aktionsradius des Hauses erhalten und erweitern" und fasst Gastspielreisen, vor allem mit der Staatskapelle, ins Auge.


Wolfgang Hirsch / 28.03.12 / TLZ
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