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Suhl spekuliert gegen Schwerin nicht auf Goldenen Satz

  • Felix Koslowski gibt den Volleyball-Frauen des VfB Suhl als Trainer die Richtung vor. Foto: Sascha Fromm Felix Koslowski gibt den Volleyball-Frauen des VfB Suhl als Trainer die Richtung vor. Foto: Sascha Fromm
Der Trainer des VfB Suhl Felix Koslowski glaubt, dass seine Bundesliga-Volleyballerinnen am Mittwoch bei Titelverteidiger Schwerin ins Meisterschaftshalbfinale einziehen.
Suhls Volleyballerinnen könnten wie im Vorjahr ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft einziehen. Nach dem 3:2 für den VfB Suhl im Hinspiel würde bei einem Schweriner Sieg der Goldene Satz entscheiden. Glauben Sie an die Sensation, Herr Koslowski?

Ja, natürlich. In Schwerin wird es zwar noch mal eine Nummer härter als im Hinspiel. Aber der Titelverteidiger muss auch erst mal das Rückspiel gewinnen und dann im Golden Set weiterkommen. Sie müssen uns also zweimal schlagen, das heißt für uns, dass wir zweimal die Chance haben, in das Halbfinale einzuziehen.

Wie bereiten Sie die Mannschaft auf die Situation vor?

Wir versuchen einfach, im regulären Spiel von Beginn an alles zu geben und das zu gewinnen. Das ist auch der einzige Weg, in so ein Endspiel zu gehen. Nur auf den Golden Set zu spekulieren und das Normalspiel wegzuschenken, ist aus psychologischer Sicht nicht möglich. Wir sind gut gerüstet. Im Europapokal mussten wir gegen Köniz auch in den Golden Set - und haben gewonnen.

Was macht diese Suhler Mannschaft so erfolgreich?

Wir haben eine junge Mannschaft, hatten Glück mit ein, zwei Verpflichtungen, die sehr gut eingeschlagen haben. Die Spielerinnen sind einfach hungrig. Die meisten hatten noch keine großen Erfolge, haben noch keine Titel gewonnen. Da leuchten die Augen vor wichtigen Spielen wie gegen Schwerin.

Sie sind mit 28 Jahren eindeutig der jüngste Bundesliga-Trainer. Woher nehmen Sie die notwendige Erfahrung?

Ich versuche die Erfahrung, die ich noch nicht habe, mit noch mehr Arbeit, noch mehr akribischer Vorbereitung wettzumachen. Sicher lebe ich das Spiel ein bisschen mehr mit als ältere Trainer, weil es noch nicht so lange her ist, dass ich selbst gespielt habe.

Ein so junges Trainerteam wie Suhl kann kein Klub vorweisen.

Der Verein hat uns bei der Verpflichtung viel Vertrauen entgegengebracht. Ich bin habe aber vor meiner Zeit in Suhl schon viel Erfahrung als Co-Trainer gesammelt - in Schwerin, in Italien und in der Nationalmannschaft. Mein erster Co-Trainer ist auch 28 Jahre alt, der zweite 23. Meine Truppe ist ungeheuer motiviert. Die kann ich nachts um drei anrufen, wenn ich ein Videozusammenschnitt brauche oder die Vorbereitung auf eine bestimmte Spielerin.

Holen Sie sich auch Tipps von ihrem Freund und Bundestrainer Giovanni Guidetti?

Wir telefonieren oft. Ich tausche mich aber nicht nur mit Giovanni aus, da gibt es auch zwei, drei andere Kollegen, mit denen ich Probleme bespreche. Denn ich bin 28 Jahre alt, ich habe noch richtig viel zu lernen.


28.03.12 / TA
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