Volleyballer des Ohrdrufer SV verloren klar gegen Zschopau
Porträt
Im letzten Saisonspiel in der Regionalliga Ost hat sich der Ohrdrufer SV daheim gegen Spitzenreiter TSV Zschopau einen harten Kampf geliefert. Dabei hat auch Nick Langenhahn ein gutes Spiel gemacht. Foto: Ralph Frank
Nach drei Siegen in Folge in der Volleyball-Regionalliga unterlag Ohrdrufer SV zum Saisonausklang dem Tabellenführer TSV Zschopau mit 0:3. Trotz bereits verjagtem Abstiegsgespenst zeigten die Ohrdrufer zum Abschluss eine couragierte Leistung.
Ohrdruf. Wenn auch das Ergebnis eine klare Sprache spricht, so mussten sich die Zschopauer am Samstag ihren Titel in der Goldberghalle redlich verdienen.Während der Spielausgang für die Hausherren ohne große Bedeutung war, nachdem sie am vorletzten Spieltag die Klasse bereits sicherten, benötigten die Gäste aus Sachsen noch einen Sieg, um sich mit Sicherheit als Regionalmeister feiern zu können. Doch den Ohrdrufern war keineswegs daran gelegen, Geschenke zu verteilen und die aufgeheizte Stimmung in der Goldberghalle, in der auch etliche Zschopau-Anhänger Platz fanden, motivierte die Mannen um Trainer Daniel Guba zusätzlich, den vierten Sieg in Serie einzufahren. Dabei stellte sich die OSV-Sechs wegen verletzungs- oder studienbedingtem Ausfall einiger Spieler fast von selbst auf. Krause und Langenhan im Außenangriff, Großwendt und Freund im Mittelblock, Ahnert auf Diagonal und Habedank im Zuspiel sowie Hügel als Libero sollten mit dem Gefühl des sicheren Klassenerhaltes im Hinterkopf mutig gegen den Tabellenprimus aufspielen. Da die physichen und spielerischen Vorteile klar auf Seiten der Erzgebirgler lagen, waren die OSV-Spieler angehalten, mit druckvollen Aufschlägen den gegnerischen Spielaufbau zu erschweren. Diese Vorgabe konnte allerdings nur streckenweise umgesetzt werden. In den entscheidenden Phasen war die Ohrdrufer Fehlerquote hierbei zu hoch. So auch zum Ende des ersten Satzes, als nach zwei Aufschlagfehlern hintereinander auch der dritte Aufschlag zum Ohrdrufer Satzball ins Aus flattert und Zschopau die erste Chance zum Satzgewinn nutzt.
Wer weiß, was passiert wäre, wenn dieser Satz auf das Konto der Ohrdrufer gegangen wäre? Doch nun gewannen die Gäste an Sicherheit und zeigten, warum sie seit neun Wochen an der Spitze der Tabelle stehen. Allen voran Mittelblocker Ellmrich und Diagonalangreifer Kloss punkteten für den TSV sehenswert, sodass die Gästefans bereits vom "Auswärtssieg" sangen und Gästetrainer Pfeifer durchwechselte. Doch die aufkommende Überheblichkeit des Gegners stachelte die OSV-Truppe wieder an. So konnte der Rückstand zwar verkürzt werden, letztlich setzte sich aber die Klasse der Sachsen durch. Im dritten Satz setzte sich dieses Bild fort. Zschopau glänzte mit Angriffsvarianten und Ohrdrufs Spielaufbau konzentrierte sich zusehens offensichtlicher auf Kapitän Krause, der als einziger OSV-Angreifer Akzente setzen konnte. Auch wenn Ohrdruf noch den ein oder anderen Servicewinner verbuchen konnte, so standen die Gäste dem in nichts nach, gewannen schließlich verdient das Spiel und dürfen sich nun ebenso verdient Regionalmeister nennen. Trotz der Niederlage kann man im OSV-Lager nach fünf Siegen in neun Spielen von einer gelungenen Rückrunde sprechen, die nach der desolaten Hinrunde so nicht zu erwarten war. Wenn dieser Trend vorgesetzt wird, stehen die Zeichen gut, in den Landespokalspielen den Titel des Vorjahres zu verteidigen.