Im Monat April ist die Arbeitslosigkeit im Landkreis Sömmerda um 259 auf 4090 gesunken. Das sind 326 weniger als vor einem Jahr.
Porträt
Landkreis Sömmerda. "Es begannen im April deutlich mehr Menschen eine neue Beschäftigung. Wir rechnen mit weiteren Einstellungen in den nächsten Wochen", sagt gestern Ralf Neuland, Leiter der Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit in Sömmerda. Damit sank die Arbeitslosenquote innerhalb eines Monats von 10,8 auf 10,2 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 10,8 Prozent. 360 Jüngere waren im April arbeitslos gemeldet. Das sind 21 weniger als im Monat März, jedoch 38 mehr als vor einem Jahr. "Azubis, die in den kommenden Wochen ihre Abschlussprüfungen ablegen und noch nicht sicher sind, ob sie übernommen werden, sollten sich so schnell wie möglich arbeitsuchend melden. Gemeinsam finden wir einen neuen Arbeitgeber", rät Neuland. Auch die Zahl der älteren Arbeitslosen sank. 1670 Ältere waren im April ohne Arbeit. Das sind 147 weniger als im März. Bei den Langzeitarbeitslosen stieg die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich: 1559 Menschen waren im Landkreis länger als ein Jahr ohne Arbeit. Das sind 222 mehr als vor einem Jahr.
Ein weiterer positiver Trend: Im April nahmen deutlich mehr Menschen eine neue Arbeit auf als andere ihre Arbeit verloren. So konnten 449 Menschen eine neue Beschäftigung beginnen. 274 Menschen meldeten sich nach Beschäftigung arbeitslos. Allerdings gab es im April im Kreis Sömmerda einige freie Arbeitsstellen weniger. 237 freie Stellen wurden der Agentur für Arbeit gemeldet. Die meisten Stellen melden Unternehmen der Zeitarbeit (41 Prozent), des Verarbeitenden Gewerbes (26 Prozent), des Baugewerbes (11 Prozent) sowie des Gesundheits- und Sozialwesens (5 Prozent). "Besonders gefragt sind im Landkreis Fachkräfte aus der Metall-, Elektrobranche und Fahrzeugtechnik. Über 40 Prozent aller gemeldeten Stellen werden in diesem Berufen ausgeschrieben. Auch das Bauwesen sucht qualifiziertes Personal vor allem im Hoch- und Tiefbau sowie in der Gebäudetechnik", sagt Ralf Neuland. Auch die Lebensmittelindustrie sucht weiterhin Fach- und Hilfskräfte. Stark nachgefragt sind weiterhin Mitarbeiter im Lager, in der Logistik und Berufskraftfahrer.
Das kanadische Energieunternehmen BNK will im Landkreis Sömmerda im kommenden Frühjahr erstmals nach Öl- und Gasvorkommen suchen. Seismische Untersuchungen sollen dabei im Osten des Landkreises mögliche Vorkommen in 1500 bis 2000 Metern Tiefe aufspüren. Das umstrittene Fracking-Verfahren soll dabei nicht angewendet werden.
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