Sömmerda: Gewerkschaft fordert mehr Sicherheit für Baustellen

Sömmerda. Die Baustellen im Kreis Sömmerda sollen sicherer werden. Das hat der Bezirksverband Erfurt der IG Bauen-Agrar-Umwelt gefordert. "Der Bau zählt zu den Arbeitsplätzen mit einem besonders hohen Unfallrisiko. Hier verunglücken doppelt so viele Beschäftigte wie im Durchschnitt aller Berufe. Deshalb muss die Arbeitssicherheit hier oberste Priorität haben", sagt Ralf Eckardt.

Als Beispiel für bessere Sicherheitsvorkehrungen nennt der IG BAU-Bezirksvorsitzende die Ausstattung von Baustellenfahrzeugen mit Kamerasystemen. Stress und Lärm lenke Beschäftigte auf dem Bau oftmals ab, auch sei bei großen Baumaschinen die Sichtbehinderung besonders stark. Da könne der "tote Winkel" zum Todesrisiko werden. Deshalb müsse es für sämtliche Radlader, Planierraupen, Walzen und Bagger ein Monitorsystem geben. Damit lasse sich bei einer Rückwärtsfahrt die Sicherheit enorm verbessern.

Jedes Fahrzeug, das auf den Baustellen im Kreis Sömmerda im Einsatz sei, müsse nachgerüstet werden, so die Forderung des IG BAU-Bezirksverbandes. "An der Sicherheit zu sparen, ist unverantwortlich - zumal der Einbau eines Kamerasystems mit rund 800 Euro für die Firmen finanziell mehr als verkraftbar ist", so Eckardt. Außerdem könne die Beschaffung zur Hälfte von der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft unterstützt werden.


26.05.12 / TA
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