Unter uns gesagt: Auf dem Grill

Gerlinde Sommer über Essgewohnheiten.

Gerlinde Sommer

Gerlinde Sommer

Foto: Andreas Wetzel

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Liebe Leserinnen,
liebe Leser!

Es wird sich an diesem Wochenende wieder zeigen, ob wir es ernst meinen mit Tier- und Menschenwohl. Es lässt sich leicht vorstellen, dass mancher dann doch zum billigen Fleisch greift, um sich beim Abendessen über die Zustände im Lande auszubreiten. Als hätte das eine mit all dem anderen nichts zu tun.

Nein, ich gehöre nicht zu denen, die den Verbrauchern die alleinige Verantwortung zuschieben. Das wäre dann doch zu billig. Denn: Die Zustände würden durch eine Preiserhöhung nicht automatisch besser. Geklärt werden müsste die Frage, wem dieses Extrageld zuflösse? Wahrscheinlich nicht dem Schlachter und dem Landwirt oder den Kassierern in den Märkten…

Aber natürlich hat all das, was jetzt manche pseudowitzig „Schweinesystem“ nennen, deshalb so lange so gut funktionieren können, weil eben der Verbraucher auch was davon hatte. Und sei es nur ein Stück Fleisch, das er nie zu Gesicht bekam, weil es in so viel Marinade schwamm. Warum wohl? Aber das darf sich gerne jeder selbst denken.

Die Umstände, unter denen die Fleischzerleger leben, waren durchaus nicht unbekannt. Es ist darüber berichtet worden. Und es lässt sich schon fragen, warum mancher der politisch Zuständigen jetzt vermeintlich aus allen Wolken gefallen sein mag…

Aber es muss halt immer erst ganz schlimm kommen. Und wer weiß, ob nun tatsächlich bereits der Punkt erreicht ist, an dem allen Beteiligten klar wird, dass es so nicht weitergeht. Manches versandet schnell, wenn das Schlimmste überstanden scheint.

Deutlich wird jetzt, dass in den vergangenen Jahrzehnten etwas aus den Fugen geraten ist bei unseren Verzehrgewohnheiten. Die Frage ist, wie wir generell mit Lebensmitteln umgehen. Und da geht es bekanntlich um mehr als nur ums Fleisch auf dem Grill.

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