Stadtchef will keine „Parteikämpfer“

Leinefelde-Worbis  Konstituierende Sitzung des Stadtrates Leinefelde-Worbis. Bürgermeister setzt auf Miteinander

Zur konstituierenden Stadtratssitzung kamen am Donnerstagnachmittag die neu gewählten Mitglieder der Stadt Leinefelde-Worbis im Wasserturm zusammen. Und obwohl es diesmal nicht um spezifische Fachthemen ging, dauerte die erste Sitzung der neuen Legislatur fast drei Stunden. Es gab einiges abzuarbeiten.

Im Stadtrat haben die Christdemokraten jetzt 16 Sitze. Bürgermeister Marko Grosa nahm sein Mandat nicht an, Irene Born rückte nach.

Die Linken sind in dem Gremium mit drei Abgeordneten vertreten, die SPD mit zwei und die AfD, die erstmals Sitze auf sich vereinen konnte, hat vier Vertreter. Einen Sitz haben nun die Liberalen, einen die Freie Wählergemeinschaft (FWG) und drei die ÖDP.

Mitglieder verpflichtet und Fraktionen gebildet

Per Handschlag verpflichtete der Stadtchef die Ratsmitglieder. Vorab waren diese unter anderem auf die Amtsverschwiegenheit hingewiesen worden und dass Verstöße mit einem Ordnungsgeld von bis zu 2500 Euro geahndet werden können.

Auch die neu gewählten Ortsteilbürgermeister – in Kallmerode und Hundeshagen wurde nicht gewählt – erhielten ihre Urkunden.

Bürgermeister Marko Grosa (CDU) machte dem Stadtrat, der nicht nur neue, sondern auch jüngere Mitglieder hat, dann klar, dass er sich für die begonnene Legislatur keine Show und keine Parteikämpfer wünscht, sondern ein sachbezogenes Miteinander. Er geht davon aus, dass alle Fraktionen zusammenarbeiten können – auch die AfD. Am Ende gehe es um eine erfolgreiche Politik, so Grosa, der keine Probleme sieht, wie er in der ersten Sitzung betonte. Jeder, so meinte er, solle einfach so arbeiten, als wenn es um den eignen Ort gehe.

Fest stehen für das Gremium auch die Fraktionen. Eine gemeinsame werden CDU, FWG und FDP bilden, den Vorsitz übernimmt Michael Apel. Der Fraktion der Linken steht Sigrid Hupach vor, der der SPD weiterhin Urgestein Klaus Schulze. Fraktionschef der AfD ist Hartmut Geller, Susann Mai ist Chefin der ÖDP-Vertreter.

Die Verabschiedung der Frauen und Männer, die nicht mehr in dem Hauptgremium der Stadt Leinefelde-Worbis mitarbeiten, erfolgt im September – dann soll es auch Blumen und Geschenke geben.

In geheimer Abstimmung wurden Donnerstagnachmittag dann auch die beiden ehrenamtlichen Beigeordneten bestimmt. Als erster wurde Dirk Moll (CDU) gewählt, er ist Ortsteilbürgermeister von Leinefelde. Als zweiter erhielt Thomas Rehbein (CDU) das Vertrauen, er ist Ortsteilchef in Worbis.

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