Wie soll sich der Kreis Nordhausen weiterentwickeln?

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Nordhausen.  Der Prozess zur Erarbeitung des Regionalen Entwicklungskonzeptes ist gestartet. Die Einwohner können sich über eine Online-Befragung einbringen.

Matthias Jendricke (SPD) ist Landrat im Kreis Nordhausen.

Matthias Jendricke (SPD) ist Landrat im Kreis Nordhausen.

Foto: Marco Kneise

Wie soll sich der Landkreis Nordhausen weiterentwickeln, damit die Region auch perspektivisch ein attraktives Umfeld zum Leben und Arbeiten bietet? Diese Leitfrage steht über dem Regionalen Entwicklungskonzept, kurz REK, das der Kreis Nordhausen gemeinsam mit den Städten und Gemeinden sowie weiteren Partnern in den kommenden Monaten erarbeiten wird.

Wie der Fahrplan dafür aussieht, haben die beauftragten Agenturen „CIMA Beratung + Management“ und „PGV Dargel Hildebrandt“ jetzt zahlreichen Akteuren aus der Region in einem digitalen Auftakt-Treffen vorgestellt.

„In Abstimmung mit allen Kommunen erreichen wir mit unserem REK einen flächendeckenden Ansatz und können dadurch beispielsweise die intensiven Beziehungen der Kreisstadt zum ländlichen Raum in den Blick nehmen“, sagt Landrat Matthias Jendricke (SPD). „Ein besonderes Anliegen ist mir auch das gesondert beauftragte regionale Radverkehrskonzept, denn hier sehe ich für uns und die Kommunen noch deutlichen Handlungsbedarf in den nächsten Jahren.“

Unter www.rek-lk-nordhausen.de informiert der Landkreis Nordhausen über den Prozess des REK. Alle Einwohner der Region können sich hier auch aktiv mit ihren Hinweisen und Anregungen einbringen (www.rek-lk-nordhausen.de/nordhausen/mitmachen/): In einer Online-Befragung kann jeder seine Meinung zur vorhandenen Infrastruktur mitteilen und die Angebote in verschiedenen Bereichen des Alltagslebens bewerten.

Zur Erarbeitung des Radwegekonzepts ist auf der Internetseite ein Radwege-Mängelmelder freigeschaltet, auch hier sind zahlreiche Rückmeldungen erwünscht. Radfahrende können auf einer Karte fehlende Radverkehrsverbindungen oder Gefahrenstellen eintragen.

Der Landkreis Nordhausen koordiniert gemeinsam mit den beauftragten Planungsbüros den REK-Prozess, um in Kooperation mit den Kommunen Ideen zu entwickeln, die die gesamte Region voranbringen, auch im Hinblick auf demografische Herausforderungen. Mit dem REK sollen konkrete, langfristig wirksame und vor allem lokal abgestimmte Lösungen für bestehende Herausforderungen und Aufgabengebiete ermittelt sowie Grundsätze für die zukünftige Entwicklung des Landkreises erarbeitet werden. Ziel ist es, sich frühzeitig mit unterschiedlichen Themen, die heute und in Zukunft für den Landkreis Nordhausen relevant sind, auseinanderzusetzen, sich dafür eine Strategie zu überlegen und entsprechende Maßnahmen zu entwickeln.

Das Radwegekonzept wird bereits bestehende Planungen aufgreifen und fortschreiben und mit den Kommunen und Partnern wie dem ADFC den weiteren Bedarf abstimmen. Dabei stehen beispielsweise die Verbesserung der Radwegeinfrastruktur, die Ausschilderung und die Verknüpfung von Verkehrsmitteln im Fokus. Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft fördert die Erarbeitung des REK.

Für Fragen und Anregungen zum Regionalen Entwicklungskonzept und Radwegekonzept sind die Ansprechpartner Ricardo Droescher im Landratsamt Nordhausen (E-Mail: rek@lrandh.thueringen.de) sowie Katharina Groß von der CIMA Beratung + Management (E-Mail: gross@cima.de) erreichbar.