Mysteriöse Lichterkette am Thüringer Sternenhimmel

Sonneberg.  Elon Musks Satelliten für das Projekt "Starlink" sind auch im Freistaat zu sehen. Immer wieder gibt es deswegen Anrufe besorgter Thüringer. Warum die Leuchtpunkte tatsächlich ein Ärgernis darstellen.

Ein Mann mit einem Fotostativ steht vor einem Nachthimmel, in dem die Bewegung von Satelliten als leuchtende Spur sichtbar wird.

Ein Mann mit einem Fotostativ steht vor einem Nachthimmel, in dem die Bewegung von Satelliten als leuchtende Spur sichtbar wird.

Foto: Peter Komka / dpa

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Auch von Thüringen aus sind aktuell mehrere Satelliten am Himmel zu beobachten, die sich wie eine Lichterkette am Sternenhimmel präsentieren. Bei guter Witterung sei das ungefähr von 17 bis 20 Uhr möglich, so Thomas Müller, Leiter des Astronomiemuseums Sonneberg.

Anfang der Woche wurden zum dritten Mal 60 Satelliten für das Projekt „Starlink“ ins All geschossen. Die Bahn dieser schnellen Himmelskörper verläuft allerdings noch nicht über Deutschland, das passiert voraussichtlich erst in der zweiten Januarhälfte.

Die jetzige Perlenkette ist für viele Menschen irritierend, „deshalb gibt es auch immer wieder Anrufe bei uns“, so Müller. Die Starlink-Objekte werden wie andere Satelliten oder die Internationale Raumstation ISS durch die Sonne angestrahlt und leuchten dann. Wenn sie irgendwann in eine höhere Umlaufbahn kommen, zieht sich die Kette automatisch auseinander.

Satelliten sollen für schnelles Internet sorgen

Seit Mai vergangenen Jahres wurden 180 solche Satelliten ins All geschossen und umkreisen nun die Erde. Insgesamt sind 12.000 oder sogar noch mehr geplant. Starlink ist ein Projekt des US-Unternehmens SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk. Ziel des milliardenschweren Programms ist es, sowohl entlegene Gebiete als auch Ballungszentren mit schnellem Breitband-Internet zu versorgen.

Müller informiert darüber, dass viele Astronomen das Projekt auch kritisch sehen, weil beispielsweise bei einer Beobachtung ständig ein Satellit durch das Bild fliegen würde. Und irgendwann, so die Befürchtung, seien mehr Satelliten als Sterne am Nachthimmel zu sehen.

Video: SpaceX-Rakete bringt 60 Satelliten auf einmal ins All

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