Eichsfeld. Wie das in einem Eichsfelddorf früher mit Wetterkapriolen, Blitzeis und der Stasi war, warum ein wichtiges Amt nicht erreichbar ist und mehr. Einige News aus dem Eichsfeld in Kürze:

Zahl der Arbeitslosen im Eichsfeld leicht gestiegen

Laut der Agentur für Arbeit in Nordhausen waren im Mai 2.382 Männer und Frauen im Eichsfeld arbeitslos gemeldet, 23 Personen mehr als im April. Die Arbeitslosigkeit stieg damit im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,6 Prozent an. Die Arbeitslosenquote betrug 4,2 Prozent und lag damit 0,3 Prozentpunkte über dem Vorjahresmonat. Im April dieses Jahres betrug sie ebenfalls 4,2 Prozent. Positiv entwickelte sich hingegen die Arbeitslosigkeit von Ausländern. Sie konnte im Vergleich zum Vorjahreswert um 12,7 Prozent gesenkt werden, heißt es aus Nordhausen.

Das Eichsfeld bildet mit dem leichten Anstieg der Arbeitslosenzahl in diesem Monat die Ausnahme in der Nordthüringer Region. So vermeldet die Arbeitsagentur für den Landkreis Nordhausen einen Rückgang um 112 Personen. Im Unstrut-Hainich-Kreis wurden 105 Arbeitslose weniger registriert, im Kyffhäuserkreis sind es 123 weniger.

„Im Mai sinkt die Arbeitslosigkeit. Das ist jedes Jahr so. Uns fehlt aktuell aber der konjunkturelle Rückenwind“, zeigt Karsten Froböse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Thüringen Nord, auf. Aufgrund der schwächelnden Konjunktur gebe es daher – trotz des Rückgangs in den vergangenen vier Wochen – noch immer mehr Arbeitslose als im Mai des vergangenen Jahres.

Bei den ausländischen Arbeitslosen gab es infolge von Flucht und Migration in den vergangenen Jahren einen stetigen Anstieg der Arbeitslosigkeit. In den vergangen beiden Monaten habe sich das umgekehrt, so Froböse. „Die Anstrengungen zeigen Wirkung. Es gehen mehr Menschen in Arbeit. Wir sehen das in der Entwicklung der Beschäftigungs- und Arbeitslosenzahlen von Ausländern“, so Froböse.

Jugendamt nur eingeschränkt erreichbar

Aufgrund des Umzugs des Jugendamts des Landkreises Eichsfeld ist das Amt im Zeitraum von Freitag, 7. Juni, bis Dienstag, 11. Juni, nur eingeschränkt erreichbar und arbeitsfähig. Wie das Landratsamt mitteilt, sind die Mitarbeiter, die bisher im Haus 3 (Aegidienstraße 24) tätig sind, ab Mittwoch, 12. Juni, im Haus 7 (Solidor-Gebäude, Leinegasse 11) zu finden und zu gewohnten Zeiten erreichbar. Vom Umzug nicht betroffen sind die Mitarbeiter in der Außenstelle in Worbis sowie in der Aegidienstraße 19 (ehemaliges Förderzentrum) in Heiligenstadt.

Geführte Wanderung am Grünen Band entlang

Die Stiftung Naturschutz Thüringen (SNT) lädt am Freitag, 7. Juni, in der Zeit von 15 bis 18 Uhr zu einer geführten Wanderung „Von der Werrabrücke zum Ludwigsteinblick“ ein. Gebietsbetreuer Gerhard Propf erläutert auf der Tour entlang des Grünen Bandes, wie das Leben im Grenzgebiet einst aussah. Im Anschluss an die Wanderung steht ein Besuch des Stockmachermuseums auf dem Programm. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.stiftung-naturschutz-thueringen.de/erleben/veranstaltungskalender.

Hüpstedt in den 70er- und 80er-Jahren

Im Rahmen der 900-Jahrfeier von Hüpstedt ist für Freitag, 7. Juni, ab 19 Uhr ein besonderer Abend in St. Martin geplant. Wie sich bereits in den 1970er- und 1980er-Jahren das Dorfbild von Hüpstedt wandelte und der sozialistische Alltag einst geprägt worden war, hat Reiner Schmalzl damals auf vielen Fotos und in Zeitungsmeldungen festgehalten. Nun lädt er in seine Taufkirche mit dem Vortrag „Wahres & Rares“ zu einer spannenden und mitunter amüsanten Zeitreise ein. Diese umfasst unter anderem den Schulneubau und die Entwicklung der Lindenstraße. Dafür nutzte der Autor beispielsweise 1982 ein Gerüst am Kirchturm von St. Martin als „Drohne“ für unwiederbringliche Aufnahmen aus der Vogelschau.

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Aber auch die verschiedenen Facetten des Vereinslebens hat der Journalist dokumentiert. Während der Wetterkapriolen auf der Eichsfelder Höhe gelangen ihm einige seltene Schnappschüsse. So unter anderem vom Blitzeis am 9. Dezember 1979 oder von der wie eine Alpenlandschaft anmutenden Kali-Rückstandshalde im Winterzauber. Besonders nachdenklich stimmt der Fakt, dass Spitzel des DDR-Staatssicherheitsdienstes selbst die banalsten Dinge im Hüpstedter Dorfalltag für wichtig erachteten. Die Episode „Ein Hahn mit Stasi-Akte“ soll dies belegen. Es laden herzlich der Festausschuss und der Verein für Eichsfeldische Heimatkunde ein. Der Eintritt ist frei. Anschließend gibt es Getränke und einen kleinen Imbiss im Pfarrgarten/Pfarrheim.

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