Kreis Gotha. Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Gotha sinkt leicht. Ein Gesundheitstag in der Verwaltung. Neue Ausgabe vom „Friedenskuss“. Neue Informationstafel für Wachsenburg-Maler enthüllt. Das Sommerkonzert in der Orangerie. Eine Gewerkschaft sieht Minijobs kritisch. Organisten aus fünf Ländern gastieren in Gräfenhain.

„In Gotha ist die Arbeitslosigkeit saisonal bedingt zurückgegangen. Jedoch verfestigt sich die strukturelle Arbeitslosigkeit, da Bewerber und Stelle häufig nicht zusammenpassen“, sagt Irena Michel, Leiterin der Agentur für Arbeit Thüringen Mitte. Deshalb konzentriere sich die Agentur weiter auf gezielte Unterstützung und Qualifizierungsmaßnahmen.

Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Gotha im Mai 2024 gesunken. 4.438 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 96 Personen (-2 Prozent) weniger als im April, aber 572 Menschen bzw. 15 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,1 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau.

Im Mai meldeten sich 795 Personen arbeitslos. 894 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 302 eine Erwerbstätigkeit auf.

Die meisten freien Stellen gibt es in den Branchen verarbeitendes Gewerbe, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, Gastgewerbe.

Die Zahl der Bürgergeld-Empfänger betrug 5263 und lag damit über dem Vorjahresniveau (169 Personen, 3 Prozent). red

Gesundheitstag in der Verwaltung

Die Verwaltungsgemeinschaft Nesseaue in Friemar möchte als Arbeitgeber aktiv das gesundheitliche Wohl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen. Dafür ist es gelungen, im Rahmen des betrieblichen Gesundheitskonzeptes einen externen Anbieter für die Gesundheitsförderung zu gewinnen.

Wie die Gemeinschaftsvorsitzende Birte Kalmring weiter mitteilt, fand Mitte der Woche mit Unterstützung der Aok plus ein Gesundheitstag statt. Es gab für die Mitarbeiter einen Bewegungsparcours mit Tests zur Kraft, Beweglichkeit und Koordination.

Finanziert wurde dieser Gesundheitstag von der Krankenkasse zur Unterstützung des betrieblichen Gesundheitsmanagements des Arbeitgebers. red

Neue Ausgabe vom „Friedenskuss“

Die 35. Ausgabe der Zeitschrift der Kulturstiftung Gotha ist jetzt erhältlich. Sie beinhaltet den Rückblick auf die bewegende Verleihung des Preises „Der Friedenstein“ an die Bewegung „Schwerter zu Pflugscharen“ und das ereignisreiche Stifterwochenende zum Dank an alle Spender der Stiftung sowie Neuigkeiten zu bereits begonnenen Förderprojekten und anderen wichtigen Dingen in der Stadt Gotha, wie Geschäftsführerin Daniela Gratz mitteilt.

Die Zeitschrift „Friedenskuss“ erscheint zweimal jährlich. Sie wird an Gothaer, Freunde und Förderer versandt und ist zudem kostenfrei an den Infotheken der Rathäuser für alle interessierten Bürger erhältlich. red

Zur Einweihung: Klaus-Jürgen (von links)und Ruth Fiedler, Alt-Ortschaftsbürgermeister Rainer Seyring, Christian Jacob, Bürgermeister von Nesse-Apfelstädt.
Zur Einweihung: Klaus-Jürgen (von links)und Ruth Fiedler, Alt-Ortschaftsbürgermeister Rainer Seyring, Christian Jacob, Bürgermeister von Nesse-Apfelstädt. © Dirk Koch

Informationstafel für Wachsenburgmaler enthüllt

Anfang Juni weilte Familie Fiedler aus Berlin wieder einige Tage in Apfelstädt. Das hat eine ganz besondere Bewandtnis, denn Klaus-Jürgen Fiedler ist der Enkel des in Apfelstädt aufgewachsenen Wachsenburgmalers Eduard Fiedler (1871-1931). Nun wurde eine Informations- und Gedenktafel zu Eduard Fiedler an einem neuerstandenen Wandgemälde nach seinem Entwurf, dem Lanzenritter, an der Kegelbahn angebracht.  

„Mein Großvater blieb hier in der Region vor allem als der Wachsenburgmaler in Erinnerung. Das heutige Erscheinungsbild der Veste mit Hohenloheturm und Thörnlein geht auf seine Ideen und Skizzen zurück. Sein Leben lang war er den Drei Gleichen und seinem Geburtsort Apfelstädt verbunden“, sagt Klaus-Jürgen Fiedler.

Horst Eduard Fiedler, Urenkel des Wachsenburgmalers und Sohn von Klaus-Jürgen, sprühte 2022 einen Entwurf für den Rittersaal der Wachsenburg aus dem Jahre 1903 auf die Wand der Kegelbahn. Der Lanzenritter war selbst auf der Wachsenburg nie zur Ausführung gekommen, zieht aber jetzt in Apfelstädt die Blicke auf sich. „So bleibt ein Stück vom Wirken Eduard Fiedlers in seinem geliebten Apfelstädt und ist im Alltag sichtbar“, freuen sich Ruth und Klaus-Jürgen Fiedler.

Es gibt bereits Pläne für ein weiteres Wandgemälde. „Wir haben gedacht, dass eine Wand am Ortschaftsbürgermeisteramt an der Hauptstraße noch ein weiteres Fiedlerwerk tragen könnte,“ stellt Alt-Ortschaftsbürgermeister Rainer Seyring fest. Und da ist der neue Apfelstädter Ortschaftsbürgermeister Markus Kaufmann mit ihm einer Meinung. Ein Ziel für das nächste Jahr, wenn 1250 Jahre Apfelstädt gefeiert wird. dk

Sommerkonzert in der Orangerie

Das traditionelle Sommer-Konzert in der Orangerie veranstalten am Sonntag, dem 16. Juni, die Orangerie-Freunde in Gotha. Dafür werden für die Besucher 400 Stühle im Orangerie-Garten aufgestellt. Ab 14 Uhr sorgen die Orangerie-Freunde mit Kaffee und Kuchen, Bowle und kalten Getränken für das leibliche Wohl, heißt es in einer Mitteilung.

Vor dem Orangenhaus werden Blumenzwiebeln aus dem Orangerie-Garten gegen eine Spende zugunsten der Einrichtung abgegeben. Um 16 Uhr beginnt das Konzert des Jugendorchesters der Kreismusikschule „Louis Spohr“ Gotha. Der Eintritt ist frei. Die Orangerie-Freunde bitten um Spenden für die Beschaffung neuer Pflanzkübel und den Ankauf weiterer Kamelien für das Kamelienhaus. Mehr Informationen: www.orangerie-gotha.de red

„Party500“: Das Ernestinum feiert

Für eine Nacht voller Live-Musik, DJ, Tanz und guter Laune öffnet am Samstag, 15. Juni, die Stadthalle Gotha. Der Förderverein des Gymnasiums Ernestinum lädt im Rahmen der 500-Jahrfeier zur „Party500“ ein. Der Abend wird von der Band „Livin Music Family“ und dem DJ „Double J“ begleitet. Von aktuellen Chart-Hits bis hin zu zeitlosen Klassikern soll für jeden Geschmack etwas dabei sein.

„Livin Music Family“ ist eine Partyband. Sie vereint musikalischen Anspruch mit Spaß und bietet ein vielfältiges Repertoire, heißt es weiter. DJ „Double J“ legt neue Hits, R&B, Hip-Hop und Klassiker auf.

Wie der Förderverein des Gymnasiums weiter mitteilt, beginnt die Party um 21 Uhr. Die Eintrittskarten kosten 15 Euro im Vorverkauf. www.ticketshop-thueringen.de red

Organisten aus fünf Ländern in Gräfenhain

Studenten der Studienrichtungen Orgel / Kirchenmusik und Historische Tasteninstrumente an der Hochschule für Musik Weimar der Klasse von Prof. Bernhard geben am Sonnabend, 8. Juni, 19.30 Uhr in der Gräfenhainer Dreifaltigkeitskirche ein Konzert. Mit Werken von G. Frescobaldi, D. Buxtehude, J. Pachelbel, J. S. Bach und J. L. Krebs werden die Studierenden aus Ungarn, Taiwan, Korea, China und Deutschland den Konzertgästen ihr Können an der historischen Barockorgel vortragen. Der Eintritt ist frei; um eine Spende für die Orgel wird gebeten, teilt Jürgen Seeber vom Freundeskreis Thielemann-Orgel Gräfenhain mit. red

Gewerkschaft sieht Minijobs kritisch

7330 Minijobber gibt es im Landkreis Gotha. Das gehe aus Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor, teiltdie Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit. Obwohl viele der Minijobber oft seit Jahren ihren festen Platz in der Belegschaft haben, würden sie vielfach als Aushilfen mit weniger Rechten angesehen.

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„Oft bekommen sie keinen bezahlten Urlaub, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und auch keine Zuschläge. Dabei haben sie auf all das Anspruch“, sagt Jens Löbel von der NGG.

Die Gewerkschaft kritisiert, dass Minijobber zum Teil weniger verdienen als regulär Beschäftigte. Dabei müssten Arbeitgeber Minijobbern den gleichen Stundenlohn bezahlen wie den anderen Beschäftigten auch, wenn sie die gleiche Arbeit bei gleicher Qualifikation machen.

Es wird damit gerechnet, dass in den kommenden Wochen zur Sommersaison in der Gastronomie wieder zusätzliche Minijobber angeworben werden. Aber auch in der Lebensmittelherstellung würden „Urlaubslöcher per Minijobs gestopft“. Bei der Einstellung sollten die Beschäftigten auf einen schriftlichen Arbeitsvertrag bestehen.

Die NGG sieht die große Zahl von Minijobbern allerdings kritisch. Hierdurch würden Vollzeitstellen verdrängt. red

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