TLZ-Chefredakteurin Gerlinde Sommer über die Frage, ob uns das Essen trennt oder verbindet.

Ich komme aus der Generation, der gesagt wurde: Fleisch ist ein Stück Lebenskraft. Das war einst der Slogan, mit dem tierisches Produkte von Streichwurst über Mett bis zur Rindsroulade angepriesen wurden. Und dagegen ist gar nichts zu sagen. Der Spruch betont ja, dass Fleisch eines von offenbar verschiedenen Stücken im Ernährungsplan sein soll, die allesamt Lebenskraft versprechen. Das steht nichts von: immer Fleisch und Wurst vom Brotbelag beim Frühstück über den Braten mittags bis zum Fleischsalat beim Abendessen.