Erfurter Bistum will Schüler in Religion am Computer unterrichten

Erfurt  Eine bundesweit neue Form des katholischen Religionsunterrichts per Internet plant das Bistum Erfurt. „Reli“ am Computer sozusagen. Das Konzept stellte Bischof Ulrich Neymeyr beim Treffen von Landesregierung mit Kirchenvertretern vor.

So könnte der Religionsunterricht bei Oberstufenschülern in Thüringen bald aussehen: Sie sollen in „Reli“ per Internet die nötigen Unterweisungen erhalten, plant das Bistum Erfurt. Foto: Marc Tirl

So könnte der Religionsunterricht bei Oberstufenschülern in Thüringen bald aussehen: Sie sollen in „Reli“ per Internet die nötigen Unterweisungen erhalten, plant das Bistum Erfurt. Foto: Marc Tirl

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Das Land muss dem Modell zustimmen, damit es als ordentlicher Unterricht anerkannt ist und die Note auf dem Zeugnis erscheint.

Es geht nicht nur darum, moderne Technik in den Unterricht einzubeziehen: Anlass der Initiative sind Probleme, den katholischen Religionsunterricht vor allem Süden und Osten Thüringens in Lerngruppen zu organisieren. Nur acht Prozent der Thüringer gehören der katholischen Kirche an – entsprechend gering sind die Schülerzahlen..

Zunächst sollen Gymnasiasten der Oberstufe nach dem Modell unterrichtet werden. Wie bei einem Fernstudium erhalten sie über eine besondere Online-Plattform Lehrmaterial und Arbeitsaufträge. Zudem sind regelmäßige Tagesveranstaltungen mit Präsenzpflicht vorgesehen. Erarbeitet wurde das Modell von der Schulabteilung des Bistums und dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien. Der Leiter des Katholischen Büros Erfurt, Winfried Weinrich, erklärte, die Landesregierung bewerte das Modell als „zukunftsweisend“. Nun wollen Bistum und Bildungsministerium Möglichkeiten einer praktischen Umsetzung prüfen.

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