Protest gegen Neonazi-Aufmarsch in Gera

Am Sonnabend Nachmittag zogen der Polizei zufolge rund 130 Rechte durch Gera. Vor allem am Puschkinplatz protestierten dagegen der Polizei zufolge knapp 100 Demonstranten. Größere Vorkommnisse habe es bis zum Ende des Aufmarsches nicht gegeben.

Am Sonnabend gab es einen Aufmarsch Rechter in Gera. Der Polizei zufolge marschierten etwa 130 Neonazis durch Gera, nachdem sie sich am Bahnhof gesammelt hatten. Es protestierten gegen den Aufmarsch laut Polizei knapp 100 Gegendemonstrante, vor allem am Puschkinplatz.

Am Sonnabend gab es einen Aufmarsch Rechter in Gera. Der Polizei zufolge marschierten etwa 130 Neonazis durch Gera, nachdem sie sich am Bahnhof gesammelt hatten. Es protestierten gegen den Aufmarsch laut Polizei knapp 100 Gegendemonstrante, vor allem am Puschkinplatz.

Foto: zgt

Gera. Der Neonazi-Aufmarsch zog nach einigen Redebeiträgen vom Bahnhof, wo sich die Rechten gegen 15 Uhr sammelten, zur Toller-Straße, dann in die Zetkins-Straße und über die Zabelstraße zurück zum Bahnhof. Die Gegendemonstranten versammelten sich vor allem am Puschkinplatz, darunter auch Geras Oberbürgermeister Norbert Vornehm (SPD). Vereinzelt gab es auch an anderen Stellen Sprechchöre von Gegendemonstranten. Vor der Johannis-Kirche stoppte der Zug noch einmal für Redebeiträge.

Der Marsch wurde als Trauermarsch für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Deutschen deklariert. In den Augen des Aktionsbündnisses "Gera gegen Rechts" wird damit ein unsäglicher Opfermythos aufgebaut. Es gehe den Rechtsextremen nicht um Trauer, sondern um die Umdeutung der Geschichte.

Der Chef der Geraer Polizeidirektion, Andre Röder, erklärte, dass es bis zum Ende des Neonazi-Aufmarsches keine größeren Vorkommnisse gabe.

Ein Sprecher des Marsches, der vor allem aus Thüringer und vogtländischen Rechten bestand, schloss eine Wiederholung in Gera oder in anderen Orten nicht aus.