Marathon zum Bad Langensalzaer Etat 2020

Bad Langensalza.  Stadtverwaltung bringt Haushaltsentwurf ein. Eng gestaffelte Beratungen für Januar angesetzt.

Ohne Geld im Stadtsäckel dreht sich auch in Bad Langensalza – hier ein Modell des Rathauses – nichts.

Ohne Geld im Stadtsäckel dreht sich auch in Bad Langensalza – hier ein Modell des Rathauses – nichts.

Foto: Jens König / TA

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Das neue Jahr beginnt für die Bad Langensalzaer Stadträte mit viel Arbeit. Sieben Sitzungen in kurzen Abständen stehen für die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses im Januar und Februar an. Dort soll der Haushalt für 2020 detailliert besprochen werden. In der Sitzung des Stadtrates am Donnerstagabend brachte Bürgermeister Matthias Reinz (parteilos) den Etat-Entwurf der Stadtverwaltung ein. Im Frühjahr soll der Haushalt, der die Grundlage für alle Investitionen der Stadt bildet, beschlossen werden.

Die wichtigste Nachricht des Bürgermeisters: Der Haushaltsentwurf ist ausgeglichen. Einnahmen und Ausgaben halten sich in Waage. Der Verwaltungshaushalt, im Prinzip das Girokonto der Stadt für laufende Geschäfte, hat demnach ein Volumen von etwa 32 Millionen Euro. Der Vermögenshaushalt, mit dem Investitionen bestritten werden, umfasst etwa 14 Millionen Euro.

Therme, Stadion, Fagati nurdank Geld aus Rücklage

Dieses Niveau liege über dem des aktuellen Haushaltsjahres. Denn die Dorferneuerung der Region Süd-Ost mit Illeben, Eckardtsleben und Aschara soll fortgesetzt werden. Ebenso der Umbau der Friederikentherme, die Sanierung des Stadions und der Bau der Abenteuerwelt Fagati am Eingang zum Nationalpark Hainich.

„Das alles sind freiwillige Leistungen, in die wir gerne investieren. Wir investieren auch in die Kindergärten, die Feuerwehren, den Erhalt der Straßen sowie in die Ausstattung der Stadtverwaltung und der Ortsteile“, sagte Matthias Reinz. Allerdings werde die Rücklage vor allem durch die Großprojekte mit 5,5 Millionen Euro belastet.

Dies verdeutliche die schlechte finanzielle Situation der Stadt. Während die Gewerbesteuereinnahmen sänken, stiegen zugleich die Personalausgaben und die Zuschüsse an die Kindergärten, sagte der Bürgermeister.

„Unsere dauerhafte finanzielle Leistungsfähigkeit bleibt negativ. Nur der Stadtratsbeschluss von 2018 über die Nutzung der Rücklage für Großprojekte ermöglicht es uns noch, Investitionen zu tätigen“, so Matthias Reinz. Jeder zusätzliche Wunsch, ergo jede Ausgabe im Haushalt, müsse mit einer Einsparung an anderer Stelle ausgeglichen werden.

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