Eichsfeld. Bei einem Aktionstag können sich die Eichsfelder informieren. Zudem gibt es Live-Musik und Informationen rund um die Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung und vieles mehr.

Tipps zu Krankschreibung für Arbeitslose

Arbeitgeber sind seit Januar dieses Jahres verpflichtet, die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ihrer gesetzlich versicherten Beschäftigten bei den Krankenkassen abzurufen. Darauf weist noch einmal die Arbeitsagentur Nordhausen hin. Arbeitnehmer müssten sich zwar weiter „krankmelden“, die Pflicht zur Vorlage der Bescheinigung sei gesetzlich aber nicht mehr vorgesehen.

Für Kunden der Agenturen für Arbeit gelte diese Regelung seit Anfang 2024. Sie müssten ihrer Agentur ihre Arbeitsunfähigkeit beziehungsweise die Verlängerung einer Arbeitsunfähigkeit zwar weiterhin umgehend mitteilen, entweder über die E-Services, die Kunden-App „BA-mobil“ oder telefonisch, es entfalle aber die Pflicht, eine Bescheinigung in Papierform vorzulegen.

Stefan Latuski von der Bundesagentur für Arbeit erklärt: „Die Arbeitsagenturen können seit Jahresanfang über einen elektronischen Datenabruf die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bei der gesetzlichen Krankenkasse einholen. Unsere Kundinnen und Kunden entlasten wir damit von der Nachweispflicht der Bescheinigung, und so sparen sie Wegezeit und Kosten. Wir gehen damit ein großes Stück weiter auf dem Weg zu einer digitalen Behörde.“

Für Krankmeldungen bei der Erkrankung eines Kindes und bei privat Versicherten müssen Kunden weiterhin in Papierform die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen, heißt es in der Mitteilung. Auch Bürgergeldempfänger müssen diese weiter in Papierform vorlegen. Die Jobcenter weisen ihre Kunden darauf hin, bei einer Erkrankung die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bei ihrer Ärztin beziehungsweise ihrem Arzt einzufordern.

Kaffee und Musik auf Burg Bodenstein

Ein gemütliches Kaffeetrinken mit Eichsfelder Kuchen bietet die Burg Bodenstein den Besuchern am Sonntag, 25. Februar, ab 15 Uhr. Danach findet um 16 Uhr im Barocksaal der Burg ein vergnügliches Konzert unter dem Motto „Kann denn Liebe Sünde sein?“ statt. Schlager der 1920er- bis 1940er-Jahre und Texte von Erich Kästner stehen auf dem Programm. Es singt Almut Freitag, am Flügel nimmt Hans-Jürgen Freitag Platz, der auch die Lesungen übernimmt.

„Jeder kleine Spießer macht das Leben mir zur Qual, denn er spricht nur immer von Moral...“ so singt Zarah Leander in dem Schlager „Kann denn Liebe Sünde sein?“. Von herrlichen Schnulzen aber auch vom unterschwelligen Widerstand gegen den braunen Ungeist der Dreißiger- und Vierzigerjahre ist das Programm der beiden profilierten Musiker geprägt. Da erklingen nicht nur belanglose Weisen zum Träumen und sehnsüchtige Liebeslieder. Da ist auch noch ein deutliches Echo der „wilden Zwanziger“ und viel augenzwinkernder Humor zu hören. Lieder, die frech, melancholisch und subversiv eine Gratwanderung vollziehen in einer gefährlichen Zeit.

Zu diesen zu Recht unvergessenen Melodien kommt dann noch die ziemlich unmoralische Geschichte des großen aufgeklärten Moralisten und Satirikers Erich Kästner vom Leben des Werbetexters Fabian in Berlin Anfang der 30er-Jahre. Bei den Auszügen aus dem Roman „Der Gang vor die Hunde“, Kästners Meisterwerk in seiner ursprünglichen Gestalt, bleibt einem manches Lachen im Halse stecken. Dennoch sind sowohl die Musik als auch die Texte geprägt von einer ungeheuer bejahenden Lebenslust.

Eintritt: 20 Euro. und Reservierungen unter Telefon: 036074/970, Mails an info@burg-bodenstein.de oder an der Kasse ab 15 Uhr.

Vortragsabend im Eichsfeldmuseum

Zu einem Vortragsabend lädt der Heiligenstädter Geschichts- und Museumsverein ein. Dieser findet am Donnerstag, 22. Februar, um 19.30 Uhr im Eichsfeldmuseum statt. Zuerst gibt es den Vortrag „Der Rusteberg, eine Burganlage des Erzbischofs von Mainz“ mit einer 3-D-Animation der Burg. Referent wird Winfried Maiss aus Marth sein, heißt es in der Ankündigung. Im Anschluss an die Präsentation wird es noch einen weiteren Vortrag über die Grabplatte vor der St.-Aegidien-Kirche geben. Überschrieben ist er mit „Andreas Birckner, Stadthauptmann von Duderstadt. Ein Gefangener im Staatsgefängnis auf dem Rusteberg.“ Zu diesem Thema spricht Günter Liebergesell. Der Eintritt ist wie immer frei, um eine kleine Spende wird gebeten.

Beratung und Vorträge zum Aktionstag

Der Curamus Pflegedienst bietet am Mittwoch, 21. Februar, ab 14 Uhr einen Aktionstag im Gemeinderaum der Riedelsburg in Uder, Schulstraße, an. Es gibt Informationen, Beratungsangebote und Vorträge. Unter anderem geht es um die Pflege, Steuern sowie die Bestattungsvorsorge. Wie die Organisatoren außerdem mitteilen, werden auch Vertreter der Polizeiinspektion Eichsfeld aus Heiligenstadt erwartet, und mit dabei sind nicht zuletzt Mitarbeiter der Jakobus-Apotheke aus Uder. Ein individueller Austausch mit den Experten sei an dem Nachmittag möglich, teilen die Veranstalter mit. Für das leibliche Wohl der Gäste ist ebenfalls gesorgt. Alle Interessierten sind herzlich zu dem Aktionstag eingeladen.

Qigong in der Heiligenstädter „Ko-ra-le“

Qigong ist eine Bewegungskunst, die schon mit wenigen Minuten am Tag praktiziert, das Qi (die Lebensenergie) in Bewegung bringt, heißt es aus der „Ko-ra-le“. Qigong stehe gleichzeitig für Entspannung und Entschleunigung durch sanfte Übungen, die dennoch sehr effektiv auf Körper und Geist wirkten. Es wird ein Übungsrepertoire angeboten, welches im Alltag praktikabel und ohne großen Aufwand umsetzbar ist. Der Präventionskurs ist als Einstieg in die Übungsform gut geeignet. Los geht es Mittwoch, 21. Februar, um 19 Uhr bei der „Ko-ra-le“ in Heiligenstadt, Ende ist um 20.30 Uhr. Acht Veranstaltungen sind geplant. Die Leitung hat Marita Khan. Anmeldungen werden unter Telefon: 0176/516 937 12 oder per Mail an marita.khan@web.de erbeten.

Vorsorgevollmacht und die Patientenverfügung

Um die Vorsorgevollmacht und die Patientenverfügung geht es bei zwei Veranstaltungen, die das Dingelstädter Familienzentrum Kerbscher Berg anbietet. Wer sich über die Vorsorgevollmacht informieren möchte, sollte sich Dienstag, 27. Februar, vormerken. Um die Patientenverfügung geht es im Familienzentrum dann am Dienstag, 5. März. Beide Veranstaltungen finden in der Zeit von 19 bis 20.30 Uhr statt. Die Leitung hat der Sozialpädagoge Harald Sterner. Ein Teilnehmerbeitrag von 14 Euro wird erhoben. Interessierte, die teilnehmen wollen, werden gebeten, sich bis spätestens vier Werktage vor der Veranstaltung unter der Telefonnummer: 036075/690 072 anzumelden oder per Mail an familienzentrum@kerbscher-berg.de.

Wochenendauszeit für Erwachsene

Die Bildungs- und Ferienstätte Eichsfeld in Uder wartet wieder mit neuen Angeboten für die Eichsfelder auf. Zum Beispiel ist ein Entspannungswochenende unter dem Titel „Yoga-Auszeit“ für Erwachsene in der Zeit vom 8. bis 10. März im Programm. Es sind die Tage des Rückzugs, und die Gäste können sie sich mit Yoga bewusstmachen und genießen. Sie können sich für ein Wochenende aus dem Alltag zurückziehen. Die Referentin Judith Mueller begleitet sie mit Kundalini Yoga, Meditationen und Gesprächsrunden. Anmeldung und weitere Informationen unter Telefon: 036083/423 11, E-Mails können an die Adresse info@bfs-eichsfeld.de gerichtet werden.

Klosterkonzert in der Liebfrauenkirche

Zum zweiten Klosterkonzert sind alle Freunde der Musik am Freitag, 23. Februar, willkommen. Beginn ist um 18.30 Uhr, Veranstaltungsort ist die Liebfrauenkirche in Duderstadt. Den Abend werden Gisela Helms (Blockflöte), Roswitha Conrad (Viola da Gamba) und Andreas Bartelsen (Cembalo, Blockflöte) gestalten. Überschrieben ist er mit „Chiesa del Villaggio“. Erklingen sollen Werke von Bach, Händel, Leffloth, Corrette und Telemann, heißt es in der Ankündigung. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist laut den Organisatoren auch diesmal wieder frei.

Jazz-Club stellt einheimische Band vor

Der Jazz-Club Eschwege präsentiert bei seiner nächsten Veranstaltung die heimische Band Jazzica. Willkommen sind die Gäste im E-Werk in der Mangegasse 19 in Eschwege. Als Termin sollten sich Interessierte schon einmal Samstag, 24. Februar, vormerken. Beginn ist um 20 Uhr. Die fünfköpfige Formation Jazzica steht für ein abwechslungsreiches, eingängiges Repertoire, angefangen von kraftvollen Souljazzstücken über chillige Bossa-Nova-Standards bis hin zu romantischen Balladen. Laut den Veranstaltern gibt es „unverkopfte“ Musik, die sich beim Publikum gleich welches Alters einschmeichelt und Freude macht, so die Organisatoren. Der Eintritt kostet im Vorverkauf 17 Euro, an der Abendkasse 18 Euro. Für Jugendliche unter 18 Jahren ist er frei.

Ein Gang durch Göttingens Unterwelt

Den Geheimnissen alter Gewölbekeller können Interessierte bei einem „Gang durch Göttingens Unterwelt“ entdecken, den die Tourist-Information am Samstag, 17. Februar, um 14 Uhr bietet. Sie erkunden historische Keller und Gewölbe in der Altstadt. Auch sonst nicht öffentlich zugängliche Keller werden vorgestellt. Zu entdecken gibt es zum Beispiel ein rituelles jüdische Tauchbad, historisches Straßenpflaster, romanische Säulen und restaurierte Brunnen und Wasserläufe.

Unter dem ehemaligen alten Ratssitzungssaal im Alten Rathaus befindet sich ein Keller, der erst als Heizung und später als Arrestzelle genutzt wurde. Heute dienen manche unterirdischen Räume als Galerie oder Kneipe. Berichtet wird auch darüber, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse die Stadtarchäologie aus einer 800 Jahren alten Latrine gewinnen konnte und warum in einem Keller eine 50 Zentimeter dicke Schicht Knochenreste gefunden wurde. Die Führung startet vor der Tourist-Information. Karten gibt es online www.mein-goe.de oder in der Tourist-Information.