Eichsfeld. Ein Mann trifft eine bewusste Entscheidung mit 45 Jahren. Endgültig wird sie Samstag im Erfurter Dom. Dann kehrt er zurück ins Eichsfeld.

„Unsere Zeit braucht unbedingt Gott.“ Davon ist Martin Hohmann fest überzeugt. Der 45-Jährige wird am Samstag, 18. Mai, von Bischof Ulrich Neymeyr im Erfurter Dom zum Priester geweiht. Hohmann ist gebürtiger Hesse und wuchs in einer gemischt-konfessionellen Familie auf. Spirituell geprägt von seiner katholischen Mutter machte er früh die Erfahrung, dass Christsein immer wieder auch bedeutet, sich gegen den Zeitgeist zu stellen.

Nach dem Abitur und seinem Zivildienst in der Altenpflege studierte er Geschichte und Deutsch und arbeitete als Gymnasiallehrer. Allerdings hatten ihn theologische Fragen bewegt, solange er denken kann. Sie durchkreuzten schließlich die Lebensplanung und er begann, in Frankfurt/Main Theologie zu studieren. Nach erfolgreichem Abschluss des Theologiestudiums bewarb sich Hohmann als Priesteramtskandidat im Bistum Erfurt, da ihn die besondere Situation der Kirche in den ostdeutschen Bundesländern bereits während seines Studiums sehr interessierte.

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Für seinen geistlichen Dienst bereitete er sich zwei Jahre im Erfurter Priesterseminar vor. Seit 2022 ist der Weihekandidat in Lengenfeld (Eichsfeld) tätig, erst als Praktikant, seit 2023 als Diakon und in Kürze als Kaplan. Die Priesterweihe findet ab 9.30 Uhr im Rahmen einer Heiligen Messe statt. Am Ende des Gottesdienstes läutet gegen 11.15 Uhr die große Domglocke „Gloriosa“. Um 14 Uhr ist eine Dankandacht.

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