Eichsfeld. Oldtimer-Glanz und Mühlenzauber: Erleben Sie historische Fahrzeuge und Mühlentechnik im Eichsfeld. Ebenso gibt es Neuigkeiten aus der Medizin.

Traditionelles Handwerk und Ökostromerzeugung hautnah in Worbis erleben

Die Büschlebsmühle in Worbis ist ein Wassermühlengehöft an der Wipper mit funktionstüchtigem Wasserrad zur alternativen Energiegewinnung. Am Pfingstmontag, 20. Mai, öffnet die Wassermühle anlässlich des Deutschen Mühlentages ihre Tore. Ab 11 Uhr können sich Interessierte über den Weg des Mahlgutes vom Getreide über das Mehl bis hin zum Brot informieren.

In der Mühle dokumentieren die komplette Mahltechnik und historisch wertvolle Maschinen das Müllerhandwerk. Die Besonderheit der Getreidemühle ist die historische Wasserkraftanlage, bei der die letzten 100 Meter des Mühlgrabens im Jahre 1838 als steinernes Gerinne ausgebaut worden sind. Ein stählernes sechs Meter großes Wasserrad produziert in einer historischen Radkammer rund um die Uhr „sauberen“ Ökostrom im Einklang mit der Natur. Die einzigartige Wasserzuführung auf das Rad in Form des neu sanierten Sandsteinaquäduktes kann am Mühlentag besichtigt werden.

Im Mühlenladen gibt es Informationen zur gesunden Ernährung mit Naturkost- und Bioprodukten sowie Anregungen zum Thema „Brot selber backen“. Wer keine Lust hat, selbst zu backen, der wird von frischem Brot aus dem Holzbackofen verwöhnt. Außerdem kann man verschiedene kulinarische sowie Eichsfelder Spezialitäten probieren.

Alle Kfz-Veteranen und Oldtimerfreunde sind mit ihren Automobilen, Motorrädern und Traktoren auf dem historischen Mühlengelände willkommen. Ab 11 Uhr gibt es musikalische Darbietungen im Innenhof der Mühle. Für Kinder gibt es ganztägig eine Mitmach-Olympiade über das Mühlengelände. Der neu gestaltete Barfußpfad am Aquädukt und die Hüpfburg laden zum Balancieren und Toben ein. Um 14.30 Uhr findet auf dem Mühlenhof eine Kinderanimation mit lehrreichem Quiz statt.

Besondere Oldtimer aus Deutschland und Österreich kommen ins Eichsfeld

Oldtimerfans kommen vom 24. bis 26. Mai im Landkreis Eichsfeld voll auf ihre Kosten. Die Dixi Interessengemeinschaft lädt an diesem Wochenende zu ihrer Frühjahrsausfahrt ein. Die Mitglieder präsentieren bei einer Rundfahrt historische Vorkriegsfahrzeuge. Mehr als 50 glänzende Dixis, BMWs und Ihle-Oldtimer, akribisch restauriert und gepflegt, finden sich aus verschiedenen Teilen Deutschlands und Österreich zur Saisonauftaktveranstaltung ein.

Die Veranstaltung startet am 24. Mai: Nach dem traditionellen Einrollen der Fahrzeuge am Donnerstag, wird der Freitagvormittag um 10 Uhr mit einer Fahrzeugsegnung an der Wallfahrtskapelle in Etzelsbach beginnen. Die anschließende Route führt durch das nördliche Eichsfeld, einschließlich einer Mittagspause in Andreas‘ Waldcafé in Brehme, bevor es zur Führung in das Kali-Bergbaumuseum Bischofferode geht.

Die Dixis und andere Oldtimer werden die Blicke im Eichsfeld bei einer Ausfahrt auf sich ziehen.
Die Dixis und andere Oldtimer werden die Blicke im Eichsfeld bei einer Ausfahrt auf sich ziehen. © Archivfoto | Daniel Volkmann

Um 15 Uhr erwartet die Teilnehmer ein kultureller Höhepunkt: Der Holunger Chor präsentiert unter Leitung von Gerald Peters mit dem Eichsfeld- und Steigerlied regionale Weisen. Zum Tagesabschluss sind alle zu Kaffee und Kuchen im Reiterhof Biermann in Worbis eingeladen. Auch hier können Interessierte die Fahrzeuge begutachten.

Der Samstag beginnt um 10 Uhr mit einer Burg- und Whiskyführung auf Burg Scharfenstein für die Teilnehmer. Die Oldtimer können bei diesem Stopp im Innenhof der Burg bewundert werden. Anschließend wird die Tour nach Heiligenstadt fortgesetzt. Währen die Teilnehmer sich ab 12.30 Uhr eine Mittagspause gönnen, stehen die Oldtimer auf dem Marktplatz. Nach der Pause schlängelt sich die Gruppe durch das Südeichsfeld mit dem Zielpunkt Dingelstädt, wo noch eine Mühlenführung und ein Stadtrundgang auf dem Programm stehen. Am 26. Mai treten die Teilnehmer der Frühjahrsausfahrt wieder die Heimreise an. Die Teilnehmer und die Interessengemeinschaft freuen sich auf zahlreiche Schaulustige und Interessierte während der Ausfahrt.

Iba Heiligenstadt entwickelt Anlage für Therapietests

Das Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik (Iba) in Heiligenstadt war jetzt Schauplatz für die faszinierende Welt der personalisierten Medizin. Hierbei gab Pathologe Prof. Dr. Philipp Ströbel von der Universitätsmedizin Göttingen einen Einblick in seinen Arbeitsalltag. Dabei war es für viele Gäste durchaus überraschend, dass er es eher selten mit einem Leichnam zu tun hat.

Das Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik Heiligenstadt war Gastgeber für einen Vortrag von Prof. Dr. Philipp Ströbel.
Das Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik Heiligenstadt war Gastgeber für einen Vortrag von Prof. Dr. Philipp Ströbel. © Archivfoto | Eckhard Jüngel

Der Fokus seiner Arbeit liegt vielmehr auf der Analyse von Gewebeproben lebender Patienten. In seinem sehr spannenden Vortrag zeigte er dabei, wie insbesondere Innovationen die Wandlung hin zu einer „Pathologie 3.0“, mit dem Ziel patientenindividuelle Therapien durch Unterstützung von Gen- und Proteinanalysen, sowie künstlicher Intelligenz vorangebracht haben und bringen.

Welchen Beitrag unabhängige Forschung leisten kann, präsentierte den Gästen Karen Lemke vom iba mit der Vorstellung einer modularen Mikrofluidik-Anlage. Die am Iba entwickelte Technologie ermöglicht die Testung von verschiedensten Therapiemöglichkeiten patientenindividuell und innerhalb kürzester Zeit, sodass extrem schnell und direkt die wirkungsvollste Therapie für die Anwendung am Patienten identifiziert werden kann, was vor allem bei aggressiven Krebsformen zwingend nötig ist.

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Unter Moderation der Institutsleiterin Prof. Dr. Doris Heinrich folgte eine vielschichtige Diskussion vor Ort und im Chat des Livestreams über die weiteren Möglichkeiten der Probenanalyse auf Gen- und Proteinebene, sowie den Einsatz von Künstlicher Intelligenz mit seinen Vor- und Nachteilen.

Geschichte und Technik der Mühlen

Die Urania Bildungsgesellschaft Eichsfeld lädt am Freitag, 24. Mai, um 19 Uhr, in ihren Räumen in der Kunertstraße 7-11 zu einem Vortrag von Wilhelm Heinevetter aus Wingerode zum Thema „Geschichte und Technik der Mühlen“ ein. Die Mühlen waren im Mittelalter innovative Orte der technischen Entwicklung, bis sie mit der Industrialisierung an Bedeutung verloren. Im Vortrag wird ein kurzer Abriss über die geschichtliche Entwicklung der Mühle, ihre Technik und den Berufsstand der Müller gegeben. Anmeldungen unter Telefon 03605/546151 oder per E-Mail an urania@urania-eichsfeld.de werden erbeten.

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