Feuerwehrleute löschen mit Spritzen den Abrissstaub ab

Eisenach.  In der nächsten Woche soll der Verkehr an der Abrissbaustelle Georgenstraße 12-16 wieder halbseitig vorbeifließen.

Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Eisenach-Mitte und Stockhausen-Hötzelsroda unterstützen aufgrund großer Staubentwicklung den Abbruch des Gebäudes Georgenstraße 12 aus Lehm und Holz mit professioneller Löschtechnik.

Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Eisenach-Mitte und Stockhausen-Hötzelsroda unterstützen aufgrund großer Staubentwicklung den Abbruch des Gebäudes Georgenstraße 12 aus Lehm und Holz mit professioneller Löschtechnik.

Foto: Norman Meißner

Die Eisenacher Georgenstraße gleicht zu Wochenbeginn weiten Teilen Kaliforniens. Während an der US-Pazifikküste aktuell Unmengen an Aschepartikeln der dortigen Waldbrände blaues Licht absorbieren und den Himmel orangerot färben, sorgen in Eisenach erhebliche Mengen an Staubpartikeln für einen ähnlichen Farbton in der Hauptzufahrtstraße zum Markt.

„Es dringt durch alle Ritzen – wir müssen mehrmals täglich alles abwischen“, klagt die Verkäuferin einer nahen Fleischerei über die enorme Staubentwicklung zu Wochenbeginn. Folienbahnen schützen die Auslagen der Theke. „Der Staub ist schon extrem – wir müssen täglich eine Stunde zusätzlich putzen“, sagt auch Daniela Guillaume vom Geschäft „Obstbaum“.

Obwohl die Bauleute den Abriss der seit längerer Zeit leer stehenden Gebäudezeile Georgenstraße 12 bis 16 mit Bewässerung begleiten, wirbelt der mächtige Baggerarm gehörig Staub auf. Da die bislang verbliebene Hausnummer 12 aus einem hohen Anteil an Lehm, Mörtelstaub und trockenem Holz besteht, unterstützten am Mittwoch sechs Kameraden der freiwilligen Feuerwehren Eisenach-Mitte und Stockhausen-Hötzelsroda die Bewässerung.

Für den gänzlichen Abriss der Ruine Nr. 12 macht sich am heutigen Donnerstag der Einsatz eines Schwerlastkrans erforderlich. Um zu verhindern, dass Gebäudeteile auf die rückwärtige Terrasse von Nr. 10 krachen, ist das Aufhängen einer dicken Schutzmatte erforderlich. „Es ist eine sehr dicke Gummimatte von 60 Quadratmetern und einem Gewicht von fünf Tonnen“, begründet Bauleiter Michael Merten die Anforderung des Schwerlastkrans.

„Die Bauleute setzen alles dran, damit schnellstmöglich die Baustelle zurückgesetzt werden kann und halbseitig der Verkehr wieder rollt“, hofft SWG-Mitarbeiter Christoph Ihling auf Anfang nächster Woche. Die zur Abbruchfläche gehörenden Häuser Alexanderstraße 2b und 4 sollen im November fallen, vielleicht auch schon im Oktober. Eine Vollsperrung sei unumgänglich.

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